Legasthenie - was können Eltern tun?
Das Problem: Die Lernschwäche wird häufig erst nach einigen Schuljahren erkannt, sodass Defizite sich anhäufen. Kommen Hänseleien der Mitschüler hinzu, ist der Frust eines Kindes schnell so groß, dass es auch in seinen ursprünglich guten Fächern absackt. Weil Lehrer oft gar nicht oder erst spät reagieren, ist es gut, wenn die Eltern selbst aufmerksam hinschauen.
Mögliche Hinweise auf eine Lernschwäche sind: Das Kind hat spät mit dem Sprechen begonnen und noch immer ein eingeschränktes Sprachverständnis. In der Grundschule gerät es beim Lesen oft ins Stocken oder verrutscht in den Zeilen. Oder es fügt dem Text Wörter hinzu, lässt sie aus und vertauscht sie. Das Verdrehen von Buchstaben – aus einem b wird p, ein w wandelt sich in ein m – und die Verwechslung von Vokal und Konsonant gehören ebenso dazu wie unter Umständen eine unleserliche Schrift.
ELTERN FAMILY sprach mit Christa Klüfers-Berger, Beisitzerin des Landesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie Hamburg e. V. und Lerntherapeutin:
Wer stellt eine Lese-Rechtschreib-Schwäche fest?
Das können Kinder- und Jugendpsychologen,
der schulpsychologische Dienst
oder speziell ausgebildete Fachlehrer.
Wichtig ist die Untersuchung durch einen
Augenarzt, der über eine Sehschule
verfügt und Erfahrungen mit Kindern
mit Lernstörungen hat.
Zudem sollten Eltern mit ihrem Kind
zu einem Hals-, Nasen- und Ohrenarzt gehen,
der Facharzt für Stimm- und Sprachstörungen
ist. Er kann nicht nur das Hörvermögen,
sondern auch die Laut- und
Sprachverarbeitung prüfen.
Manche Kinder kommen erst nach der Grundschule zu Ihnen. Warum?
Gute Lerner kompensieren ihre Störung
oft lange und fallen unter Umständen erst
in der weiterführenden Schule auf. Lernschwierigkeiten
zeigen sich dann häufig
bei den Fremdsprachen.





Die Lehrerin H.Prem sagte stets klar: "Legasthenie ist kein LERN- sondern ein LEHRproblem."
ALLE ihre Kinder lernten stets in 1/3 der üblichen Zeit = 1/2 Jahr nicht nur RICHTIG sondern auch BEGEISTERT schreiben.
Ca.70 Lehrer aus Bayern, Österreich und Hessen nahmen am Schulversuch mit der Prem-Methode teil und bekundeten einhellig, das sei ihr erstes stressfreies Schuljahr, sie würden die Prem-Methode beibehalten.
Solch konkrete Beispiele zeigen, wie weit sich eine Pädagogik verirrt hat, in deren Folge wir heute mehr als doppelt soviele Rechtschreibfehler schreiben wie vor 30 Jahren.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer kann ich nur empfehlen, von Beispielen wie dem H.Prems zu lernen.
Richtig schreiben lernen ist GUT möglich, ganz besonders auch bei den Kindern, die wir Legastheniker nennen.
In der Schule wird viel zu grob und plump mit den feinen, sensiblen, Talenten der Kinder umgegangen: das schlägt sie in die Flucht.
Freundlich grüßt
Franz Josef Neffe
Ja, im Netz findet man viel über LRS oder Legasthenie; leider auch sehr viel Unsinn. Sinnvolle Hilfsangebote sollten immer an den Lese- und/oder Rechtschreibsymptomen arbeiten. Ein individueller Förderplan sollte sich aus den persönlichen Fehlerschwerpunkten ergeben. Förderangebote, die schnelle Erfolge versprechen und ausschließlich an Lernvoraussetzungen (z. B. Wahrnehmung) arbeiten, sind skeptisch zu beurteilen.
Wenn Du wissen willst, wie wir arbeiten: www.l-r-s.de
hallo...Mein Sohn hat eine Lesestörung...die zählt auch zum Bereich der Legasthenie hat jedoch andere Auswirkungen im schulischen Bereich wie zum Beispiel eine Rechtschreibstörung.
Es gibt viele Seiten im Netz die dich gut beraten unter anderem geb doch einfach legasthenie in Google ein und du wirst erstaunt sein))
Grüße Denise
Wer hat erfahrungen mit Legesteni bei Kinder?
(4 Kommentare)