Schulserie: Erfolgreich lernen
Was motiviert mein Kind?

Motivation ist der Schlüssel zum Lernerfolg. Überlassen Sie es also nicht dem Zufall, ob oder wann es bei Ihrem Kind "Klick!" macht. Die aktuellen Erkenntnisse aus der Lernforschung helfen Ihnen dabei.

Die ELTERN FAMILY-Schulserie: Erfolgreich lernen

Entspannter lernen - unsere neue sechsteilige Schulserie macht's möglich - mit ganz neuen Strategien.

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DIE EXPERTEN

Diese Serie basiert auf dem "IntraAct-Plus-Konzept". Die Diplom-Psychologen Dr. Fritz Jansen und Uta Streit haben dieses Konzept in über 20 Jahren gemeinsamer Arbeit entwickelt. Dahinter stehen Ergebnisse der psychologischen Grundlagenforschung. In Hamburg unterrichten bereits viele Grundschulen nach diesem Konzept. Sachsen schult gerade landesweit seine Schulleiter danach, und Bayern hat es in den offi ziellen Fortbildungskatalog aufgenommen.
Mehr Details und Hintergründe zu IntraActPlus finden Sie in dem Buch "Positiv lernen", Springer Verlag, 27,95 Euro.

So helfen Sie Ihrem Kind

Eltern, die mit ihrem Kind zusammen lernen, wollen ihm helfen. Dass sie dabei aber einiges falsch machen können oder Chancen vergeben, wissen viele gar nicht. Ein zu harter Ton, ein strenger Blick, aber auch zu viel Zuwendung und Nachgeben in den kleinen Machtkämpfen können dazu führen, dass Eltern und Kind ihr eigentliches Ziel verfehlen. Hier finden Sie einige Anleitungen für besseres Lernen, die auf Erkenntnissen der Verhaltenspsychologie beruhen.

Warum sind so viele Kinder unmotiviert?

Die Mehrheit der Schüler fehlt es an der richtigen Motivation - das haben der Diplompsychologe Dr. Fritz Jansen und die Psychotherapeutin Uta Streit bei der Beobachtung und Untersuchung von mehr als 1.000 Kindern festgestellt. Warum das so ist? Ihnen fehlt es Zielen, die dem Lernen einen Sinn verleihen. Oder an der Überzeugung, gesteckte Ziele erreichen zu können. Oder an beidem. Deshalb sitzt bei ihnen ein ungebetener Gast mit am Schreibtisch: die Lernunlust. Zu ihr gehören Verweigerung, Streit, Tränen, Wut. Eltern verzweifeln daran und fragen sich: "Was ist los mit unserem Kind?" Und: "Was haben wir falsch gemacht?" Vermutlich nicht viel.

Neugier allein genügt nicht

Viele Erklärungsmodelle zur Motivation gehen davon aus, dass alle Kinder ähnlich begeistert in die Schule starten. Das Argument: Alle Kinder seien neugierig. Die Krux ist: Neugier allein genügt nicht. Kinder haben 100.000 Möglichkeiten, auf die sie ihre Neugier richten können - und sie greifen nach den aus ihrer Sicht attraktivsten Optionen. Latein, Deutsch, Mathe, Chemie oder Physik sind nicht unbedingt dabei.

Viele haben bereits vor der Einschulung eine Lernstörung entwickelt

Doch das ist nicht alles. Leider trifft es auch nicht zu, dass alle Kinder offen und interessiert in die Schule kommen. Viele haben bereits vor der Einschulung eine Lernstörung entwickelt. Oder treffender ausgedrückt: Sie vermeiden bestimmte Lernsituationen. Weil es ihnen schwerfällt, sich anzustrengen, im Unterricht mitzumachen und sich zu konzentrieren, lassen sie es bleiben. Die Anlässe für solche Lernblockaden können minimal sein. Es geht also nicht darum, dass die Eltern eines unmotivierten Kindes vieles falsch und jene eines motivierten alles richtig gemacht haben. Letztere hatten vor allem Glück.
Aber: Jedes Kind kann (wieder) ein motivierter Lerner werden, wenn seine Vermeidungsstrategien von den Eltern durchschaut werden! Hier erklären wir, was sie als Eltern besser machen können.

Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kind

Problem 1: "Moment, ich muss die Aufgabe erst mal verstehen", sagt die Mutter und vertieft sich in die Aufgabe. Das Kind fühlt sich übersehen und richtet seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge. Wie Sie es richtig machen können, sehen Sie hier.

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Den richtigen Ton finden

Problem 2: "Siehst du das denn nicht? Da fehlt das Komma!". Ein Vorwurf an das Kind, das einen Fehler gemacht hat. Durch die harte Reaktion verliert es schnell die Lust am Lernen. Wie Sie mit Fehlern richtig umgehen, sehen Sie hier.

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Keine Motivation ohne Lob

Problem 3: Loben - klingt einfach, tatsächlich tun sich viele Eltern damit aber schwer. Dabei ist ein spontanes "Klasse" oder ein "Das hast du aber schön geschrieben" ein enormer Ansporn. Was sie beim Lob sonst noch beachten sollten, sehen Sie hier.

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Zuwendung nicht übertreiben

Problem 4: Kinder dafür belohnen, dass sie aufgeben. Das tun Sie nicht? Vielleicht doch, indem Sie nämlich gerade dann, wenn Ihr Kind sich verweigert, ihm am meisten Zuwendung zeigen. Warum das ein Fehler ist, sehen Sie hier.

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Lassen Sie nicht mit sich spielen

Problem 5: Den Joker "Hilflosigkeit" zieht fast jedes Kind. Es weiß: "So kann ich Mama und Papa steuern." Das funktioniert so perfekt, weil seine Eltern ihm gegenüber vom ersten Tag an aufs Helfen programmiert sind. Wie Sie aus diesem System ausbrechen, sehen Sie hier.

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Nicht nur ermahnen, sondern handeln

Problem 6: Das Kind verweigert sich, Mutter oder Vater ermahnt und ermahnt und ermahnt. Konsequent ist das nicht - und außerdem hilft es dem Kind nicht weiter. Wie Sie in dieser Situation richtig handeln, sehen Sie hier.

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Motivierte Schüler haben Lernziele

Ein Gespräch zum Thema mit Dr. Fritz Jansen. Der Diplompsychologe arbeitet seit zehn Jahren als Lehrtherapeut für Verhaltenstherapie und hat das so genannte IntraActPlus-Konzept entwickelt, auf dem unsere Tipps für besseres Lernen beruhen. Hier lesen Sie weiter.