Schulserie: Erfolgreich Lernen
 
Besser lesen - Schritt für Schritt

5. Verstehen, was man liest

Nicht nur Erstklässler wissen selten, was sie gelesen haben. Auch Kinder, die bereits flüssig lesen, verstehen oft nicht, worum es im Text geht. Das liegt daran, dass sie für die Technik lange Zeit so viel Energie benötigen, dass fürs Verständnis nichts übrig bleibt. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum so viele Kinder genau dann, wenn es mit dem Lesen schon ganz gut klappt, trotzdem für sich die Entscheidung treffen: "Lesen ist nicht mein Ding."

Meistens steckt folgender Gedanke dahinter: Das Kind glaubt, bereits auf dem Höhepunkt des Lesenkönnens angelangt zu sein, und schlussfolgert: "Das macht keinen Spaß." Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Sie Ihrem Kind weiterhin vorlesen und ihm dabei ab und zu sagen, dass es genau auf diese Weise auch lesen können wird, wenn es weiterhin so fleißig ist.

Richtig üben: Jedes Kind genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit bei Mama oder Papa auf dem Schoß und ist deshalb auch bereit, für diese schönen Momente selbst etwas zu geben. Seine Anstrengungsbereitschaft zum Beispiel, wenn abwechselnd gelesen wird. Gemeinsames Lesen in gemütlicher Atmosphäre hilft übrigens auch fortgeschrittenen Schülern, die noch keine flüssigen Leser sind. Sie trainieren dabei nicht nur ihre Lesekompetenz, sondern lernen unbewusst auch, sich selbst Ziele zu setzen und sich an Prinzipien zu halten, wie "Vor dem Einschlafen lese ich immer mindestens drei Seiten".