Drogen

Als Nichtraucher zum Kampftrinken?

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Drogen: Als Nichtraucher zum Kampftrinken?

© Tomasz Trojanowski - Fotolia.com

Immer seltener: Der Griff zur Zigarette


18 Prozent der Jugendlichen griffen im vergangenen Jahr regelmäßig zum Glimmstängel - im internationalen Vergleich nehmen sie damit noch immer eine Spitzenposition ein. Trotzdem wertet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), dies als einen Erfolg - denn 2001 waren es noch 28 Prozent. Grund für diese positive Entwicklung seien vor allem die an vielen Schulen bereits durchgesetzten Rauchverbote sowie die Nichtraucherschutzgesetze in vielen Ländern.

Damit künftig noch weniger Teenager rauchen, soll der Kampf gegen die Zigaretten weiter voran getrieben werden. Schließlich belegt der Bericht auch, dass Raucher täglich umso mehr Zigaretten konsumieren, je früher sie mit dem Rauchen angefangen haben.

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind raucht, bekommen Sie hier Tipps für ein klärendes Gespräch.

Gefahren erkannt? Cannabis-Konsum nimmt ab


Dass es immer weniger junge Raucher gibt, schlägt sich auch auf den Cannabiskonsum unter Jugendlichen nieder: Die Zahl der jungen Kiffer ist ebenfalls gesunken. Klar: Wer bereits Zigaretten raucht, weiß im Prinzip, wie er mit einem "Joint" umgehen muss. Dementsprechend ist die Hemmschwelle oft niedriger. Jugendliche Nichtraucher werden dagegen von Cannabis seltener in Versuchung geführt. "Der Konsumrückgang ist sehr erfreulich. Er zeigt, dass es gelungen ist, durch Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren von Cannabis die Jugendlichen zu erreichen", so Bätzing.

Allerdings gibt es noch immer etwa 600.000 starke "Kiffer", die regelmäßig Cannabis zu sich nehmen. Auch wenn der Anteil der Erwachsenen innerhalb dieser Gruppe recht hoch ist, ist es für Eltern ein Schock, wenn das eigene Kind in eine Clique gerät, in der regelmäßig Joints kreisen. Wie sie dann reagieren sollten, können Interessierte hier nachlesen.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Jürgen Schwab am 13. Mai 2008, 11:27 Uhr

    "...aber ich stimme nicht zu das Cannabis eine "wenigere" gefährlichere Einstiegsdroge sei, den wenn man Cannabis sich beschaffen kann, dann kann man sich auch härtere Drogen (Extasy,Speed, usw.) auch einfacher besorgen, da man meistens in solche "Kreise" rutscht die an solche Drogen kommen!!..."

    die Ursache ist aber einzig und allein die Kriminalisierung. Müsste man Schnaps auch beim Dealer kaufen, könnte man damit genauso argumentieren.

    In den Niederlanden kommt niemand der Cannabis konsumieren möchte andere Drogen angeboten, da die Coffeeshops nur Cannabisprodukte verkaufen ;-)


  • von micky am 13. Mai 2008, 08:14 Uhr

    Alkohol ist die Einstiegsdroge nr. 1 da sie "Legal" und "Einfach" zu beschaffen ist, aber ich stimme nicht zu das Cannabis eine "wenigere" gefährlichere Einstiegsdroge sei, den wenn man Cannabis sich beschaffen kann, dann kann man sich auch härtere Drogen (Extasy,Speed, usw.) auch einfacher besorgen, da man meistens in solche "Kreise" rutscht die an solche Drogen kommen!!Man darf dies nicht aus den Augen lassen, sowie Alkohol natürlich auch, Jugendliche müssen in der heutigen Zeit "hohen" Erwartungshaltung der Eltern, Gesellschaft, Lehrer, Chef´s stand halten.Klar denken sich die Kids am Freitag abend (erst mal betäuben, rausch an saufen)natürlich nicht "alle".


  • von Jürgen Schwab am 11. Mai 2008, 14:17 Uhr

    großenteils sind die Medien daran Schuld(Alkoholwerbung, Panikartikel) verbunden mit dem immer steigenden Leistungsdruck (PISA sei dank).

    Folgender Beitag (nicht von mir), in einem Forum gelesen trifft es denk ich ganz gut, warum die Zahl der Alkoholkonsumenten gestiegen und die Zahl der Cannabiskonsumenten gefallen ist:

    "Da durch die Medien, so denke Ich, viele dazu getrieben werden lieber Alkohol als Cannabis zu konsumieren. Ihnen wird immer mehr suggeriert das Cannabis schädlicher sei als Alkohol! Nicht zuletzt durch die überhöhten Strafen, und dem drohenden Führerscheinverlust greifen viele Menschen lieber aus Sicherheitsgründen zur Flasche....Traurig oder?

    Daher denke ich sind die Canabiskonsumkenten gesunken, und die Alkoholkonsumenten gestiegen. Die Erfassung der Cannabiskonsumenten kann ja nur erfolgen wenn man jemanden erwischt hat! Oder er sich bei Drogenberatungstellen Hilfe sucht! So wurden meist solche Leute schon mit hohen Strafen belegt und wechseln zum Alkohol!"


  • von Daniel am 8. Mai 2008, 14:06 Uhr

    Alkohol ist die Einstiegstdroge Nrummer 1.
    Standig zu erzählen das Cannabis ne Einstiegsdroge ist der größte Unsinn überhaupt.


  • von Lilo am 6. Mai 2008, 21:30 Uhr

    Der Alkoholkosum bei Jugendlichen hat meiner Meinung nach einige Gründe.
    1. sehen die Jugendlichen und Kinder ihre Eltern beim Trinken. Es wird heruntergespielt und als cool oder normal deklariert.
    2. viele Jugendlichen haben kaum Hobbies. Sie gehen kaum in Sportvereine sondern hängen nur ab.
    Bei uns im Verein z.B. schwimmen die Jugendlichen 5 Mal in der Woche. Da hat keiner das Bedürfnis sich ins Koma zu saufen. Sie können auch Rivalitäten im Wettkampf austragen.
    3. Die miese Grundstimmung in Deutschland. Auf der einen Seite wird immer mehr von den Jugendlichen verlangt, auf der anderen Seite, hören sie immer wieder, dass sie keinen Job finden etc. Auch viele Eltern haben damit zu kämpfen und die Jugendlichen bekommen das natürlich mit.
    4. Wer also durch viele verschiedene Faktoren geschwächt ist, reagiert auf Gruppenzwang natürlich empfindlicher und lässt sich mitziehen.


    (5 Kommentare)

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