Kindergeld
Zuschuss vom Staat auch während der Ausbildung

Ihr Kind hat einen Ausbildungsplatz gefunden? Oder wird demnächst 18 Jahre alt? Unter bestimmten Bedingungen bekommen Sie dann weiterhin Kindergeld.

Auch wenn die "Kinder" dann meistens schon mit beiden Beinen im Leben stehen – unter gewissen Umständen zahlt der Staat Eltern bis zum 25. Lebensjahr des Sohnes oder der Tochter noch Kindergeld.

Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr gibt es, wenn

  • das Kind sich in einer ersten Ausbildung oder im Studium befindet. Es darf dann jedoch nicht mehr als 20 Stunden pro Woche jobben. Die bisherige Einkommensgrenze von 8.004 Euro im Jahr ist seit Beginn des Jahres 2012 übrigens nicht mehr maßgeblich für den Erhalt des Kindergeldes.
    Achtung: Beendet das Kind im Laufe des Jahres seine Ausbildung, dann besteht der Anspruch auf Kindergeld nicht das ganze Jahr über. In dem Fall wird auch die Einkommensgrenze entsprechend gekürzt.

Bis zum 21. Lebensjahr gibt es Kindergeld, wenn

  • das Kind keinen Ausbildungsplatz und keinen berufsqualifizierenden Abschluss hat. Wenn Ihr Kind auf seine Bewerbungen über Monate hinweg nur Absagen erhält, verfällt damit nicht der Anspruch auf Kindergeld. Es kann längstens bis zum 21. Lebensjahr gewährt werden, wenn das Kind sich bei der Arbeitsvermittlung meldet und auch eigene Bemühungen unternimmt, eine Arbeitsstelle zu finden.

  • das Kind keinen Arbeitsplatz hat. Zum Beispiel, weil es nach der Ausbildung vom Betrieb nicht übernommen wurde, oder aus anderen Gründen ohne Arbeit ist. Das Kind muss bei der Arbeitsagentur arbeitsuchend gemeldet sein und darf wirklich keiner Beschäftigung nachgehen.

Das Kindergeld wird nicht weiter gezahlt

  • während der Zeit des Wehr- oder Zivildienstes.

Das Kindergeld wird weiter gezahlt, wenn

  • Ihr Kind ein feiwilliges soziales oder ökologisches Jahr macht.
  • der Zeitraum zwischen zwei Ausbildungsabschnitten - also zum Beispiel zwischen Abschluss der Schule und Beginn der Ausbildung – nicht länger als vier volle Monate dauert. Gleiches gilt für die Zeit bis zum Beginn des Wehr- und Zivildienstes.

Wie wird die Einkommenshöhe ermittelt?

Zu den Einkünften zählen auch: Stipendien, Waisenrente, Brutto-Einnahmen aus nichtselbständiger Beschäftigung, Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit, Zuschüsse nach BaföG (abzüglich einer jährlichen Pauschale). Das BAföG-Darlehen wird jedoch nicht mit einberechnet. Von den Einkünften abgezogen werden können aber die so genannten Werbungskosten - und zwar eine Pauschale von 1.000 Euro. Geltend machen kann Ihr Kind Fahrten zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte - also Arbeitsplatz, Berufsschule oder Universität/Fachhochschule.

Diese Produkte könnten Sie interessieren: 
Das Magazin für ein Leben mit Kindern
In ELTERN familiy finden Sie jeden Monat praktische Tipps für das Leben mit Kindern: Erziehen & Fördern, Kindergarten & Schule, Mütter & Väter - und dazu viele Tipps für die Freizeit.