Konfliktherd Pubertät

Hahnenkampf und Zickenkrieg

Weiterleiten Drucken

Ein Gespräch mit dem Entwicklungspsychologen Ulrich Diekmeyer über das konkurrierende Verhältnis von Müttern und Töchtern sowie Vätern und Söhnen.

Wo gibt es in der Familie während der Pubertät am ehesten Probleme?
Mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil wird meist heftiger gestritten. Väter und Söhne auf der einen, Mütter und Töchter auf der anderen Seite sind sich besonders nahe, sie erkennen sich in dem anderen wie in einem Spiegel. Das macht die Beziehung stark, erhöht aber auch die Erwartungen aneinander - und facht Konkurrenz an.

Streiten Mütter und Töchter heftiger als Väter und Söhne?
Väter sind normalerweise seltener in der Familie anwesend als Mütter. Deshalb gibt es möglicherweise häufiger Alltagskrach zwischen Müttern und Töchtern. In der Heftigkeit ihrer Auseinandersetzungen stehen Väter und Söhne aber nicht nach. Ihre gegenseitigen Vorbehalte können sogar länger anhalten, weil sie sie weniger ausleben.

Konflikte mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil haben auch mit Konkurrenz zu tun. Wer empfindet diese Konkurrenz - die Eltern oder die Jugendlichen?
Beide. Aber für Eltern ist das Gefühl schmerzhafter. Die Jüngeren stellen die Älteren in Frage. Das müssen sie, um irgendwann unabhängig entscheiden zu können. Väter und Mütter spüren die wachsende Stärke der Jungen und gleichzeitig die eigenen Grenzen, das Älterwerden.

Weiterleiten Drucken

Eltern.de User, die sich für Schwangerschaft, Geburt, Babys und alle weiteren Familien-Themen interessieren, treffen sich im Eltern.de Forum.

Fruchtbarkeitskalender, mobile Website und ganz neu die Eltern.de-App: Eltern.de für unterwegs.

 
  • von Jonas am 16. Oktober 2008, 07:21 Uhr

    Bei mir ist es anders da ich ein Nachzügler bin hab ich mit meiner Mutter deutlich mehr stress als mit meinem Vater. Warum ist das So??


    (1 Kommentar)

    Kommentar schreiben »
    Name
    E-Mail

    Kommentar (max. 1000 Zeichen)

    Bild hochladen (optional)


    * Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.