Körperschmuck
Piercings - nur mit Zustimmung der Eltern

Körperschmuck ist "in" - egal, ob am Ohr, der Nase oder am Bauchnabel. Dieser Trend gefällt Jugendlichen oft besser als den Eltern. Was tun also, wenn das eigene Kind plötzlich ein Piercing will?

Ein Piercing soll her

Teenager lieben Piercings. Augenbrauen, Mund, Ohren oder Nase - egal, ein Schmuckstück soll her. Auch die 16-jährige Anna-Lena aus Köln steht darauf - und will unbedingt am Bauch gepierct werden. Ein Bananenbarbell soll es sein, also ein gebogener Stab in Bananenform mit einer festen und einer abnehmbaren Kugel. Andreas und Susanne, die Eltern, haben zwar Verständnis dafür. Aber trotzdem versuchen sie, ihre Tochter davon abzubringen. Sie reden davon, dass ein Piercing keineswegs nur ein harmloser Eingriff ist und dass es manchmal sogar bis zu zwölf Monaten dauern kann, bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Außerdem hinterlässt ein Piercing Narben, wenn man es später wieder entfernt.

Die Eltern müssen einwilligen

Aber die Kölner Gymnasiastin bleibt stur. Sie braucht unbedint die Einwilligung ihrer Eltern, da sie noch nicht volljährig ist. Hätte Anna-Lena mit ihren 16 Jahren ihre Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt, so hätten diese das Geld für das Piercing vom Studio zurückfordern können. Was aber noch schwerer wiegt: Unter Umständen hätte sich das Studio auch noch der Körperverletzung schuldig gemacht. Viele Anbieter verlangen deshalb vor der Behandlung eine schriftliche Einwilligung der Eltern. Keine Schikane ist das, sondern vielmehr ein Qualitätsmerkmal für ein seriöses Institut.