Schule in Deutschland
Welches Bundesland hat das beste Schulmodell?

Schule in Deutschland ist 16 mal anders: Denn Schule ist Ländersache und jedes Land hat andere Vorstellungen, wie Schule funktionieren soll. Sehen Sie hier die unterschiedlichen Modelle im Überblick und stimmen Sie für eine Modell, das Ihnen am besten gefällt.

Wählen Sie Ihren Favoriten

"Soll Bildung Ländersache bleiben?" auf diese Frage antworteten über 90 Prozent aller Teilnehmer bei ELTERN.de mit Nein. Bleibt die Frage, wie Schule im Idealfall aussehen sollte?
Wir stellen Ihnen hier die unterschiedlichen Schulsystem aller Bundesländer vor. Vergleichen Sie und bilden Sie sich Ihr Urteil. Wir sind gespannt auf Ihre Bewertung.

Schleswig-Holstein: Vielfalt unter einem Dach

Wo stehen sie im Ranking?
PISA-E 2008 – Platz 10

Wie sieht’s mit der Ganztagsschule aus?
Die Hälfte der allgemeinbildenden Schulen bietet ihn an – allerdings ist davon weniger als jede zehnte eine echte Ganztagsschule, nämlich nur 33 von 446 Schulen.

Wohin nach Klasse 4?
Entweder Gymnasium, Gemeinschafts- oder Regionalschule. Letztere vereint seit der Schulreform 2007 Haupt- und Realschule unter einem Dach. In Gemeinschaftsschulen lernen alle Kinder nach der Grundschule gemeinsam bis Klasse 10. Danach können sie Oberstufenkurse an derselben Schule belegen oder zum Gymnasium wechseln.

Wie kommt man aufs Gymnasium?
Die Grundschule gibt eine Empfehlung, die Eltern entscheiden.

Wann schließt man wie die Schule ab?
Nach Klasse 9 bzw. 10 macht man an den Regional- und Gemeinschaftsschulen den Haupt- und Realschulabschluss. Abitur gibt’s auf der Gemeinschaftsschule nach Klasse 13, auf dem Gymnasium nach Klasse 12. Gymnasien können sich allerdings auch für das Abi nach 13 Jahren entscheiden.

Wie viele Schüler eines Jahrgangs machen das Abi?
31,1 Prozent

Hamburg: Geplant - Ganztag für alle

Wo im Ranking?
PISA-E 2008 – Platz 15 / Bundesländervergleich Lesekompetenz 2009 – Platz 14

Wie sieht’s mit dem Ganztag aus?
Etwas mehr als die Hälfte aller allgemeinbildenden Schulen sind Ganztagsschulen – ob offen oder gebunden, das entscheiden sie selbst. Anteilig sieht’s so aus: Alle Gymnasien sind bereits Ganztagsschulen, rund zwei Drittel der Stadtteilschulen und etwa ein Viertel aller Grundschulen. Bis 2014 sollen auch alle Grund- und Stadtteilschulen zu Ganztagsschulen werden.

Wohin nach Klasse 4?
Gymnasium oder Stadtteilschule. Letztere ersetzt die früheren Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Außerdem neu: Statt Sitzenbleiben gibt’s an allen Schulen gezielte Fördermaßnahmen.

Wie kommt man aufs Gymnasium?
Die Grundschule berät, die Eltern entscheiden. Über den Verbleib am Gymnasium nach Klasse 6 entscheidet die Zeugniskonferenz.

Wann schließt man wie die Schule ab?
Hauptschulabschluss nach 9 Jahren, Realschulabschluss nach 10 und Abi nach 13 Jahren. Auf dem Gymnasium machen Hamburger Schüler schon nach 12 Jahren Abitur.

Wie viele Schüler eines Jahrgangs machen das Abi?
38,5 Prozent

Niedersachsen: Gesamtschulen in vielen Varianten

Wo im Ranking?
PISA-E 2008 – Platz 13 / Bundesländervergleich Lesekompetenz 2009 – Platz 11

Wie sieht’s mit dem Ganztag aus?
Ein Drittel aller allgemeinbildenden Schulen sind Ganztagsschulen, davon sind die meisten offene.

Wohin nach Klasse 4?
Gymnasium, Haupt-, Real- und viele Gesamtschulen im Bundesländervergleich. Niedersachsen hält am differenzierten Schulwesen fest, versucht allerdings, Haupt- und Realschulen zu Oberschulen zusammenzufassen. Dabei geht es oft nur darum, Schulstandorte zu erhalten, denn Haupt- und Realschüler werden weiterhin getrennt unterrichtet. Das gilt auch für kooperative Gesamtschulen. Integrierte Gesamtschulen unterrichten dagegen alle Kinder gemeinsam bis Klasse 10.

Wie kommt man aufs Gymnasium?
Die Grundschule berät, die Eltern entscheiden.

Wann schließt man wie die Schule ab?
Hauptschulabschluss nach 9, Realschulabschluss bzw. erweiterter Sekundarabschluss nach 10 Jahren, danach ist das Abitur nach drei weiteren Jahren möglich. Am Gymnasium gibt’s das Abi nach 12 Jahren.

Wie viele Schüler eines Jahrgangs machen das Abi?
32,4 Prozent