Fremdsprachen

Sprachen lernen mit System

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An vorhandenes Wissen anknüpfen


Im Deutsch- und Mathematikunterricht geht man heute davon aus, dass kein Kind in der ersten Schulstunde bei A bzw. Null anfängt. Und weil aus der Gehirnforschung bekannt ist, dass sich neue Inhalte am besten einprägen, wenn sie mit bereits vorhandenem Wissen verknüpft werden, lässt man die Vorkenntnisse der Lernanfänger nicht länger ungenutzt. Das gilt auch für das Fremdsprachenlernen. Denn jedes Schulkind hat zumindest ein paar englische Vokabeln in seinem Sprachschatz gespeichert. Wörter wie "stop(p)", "cool", "happy" oder "Ketchup" gehören zum Großwerden wie Spaghetti und Cola.

Auch das kleinste Englischwissen erleichtert den Einstieg ins Sprachenlernen

Keine große Sache, könnte man denken, aber Heide Niemann sieht das anders: "Auch das kleinste Englischwissen erleichtert den Einstieg ins Sprachenlernen", erklärt die Pädagogin, die als Schulleiterin, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben (DGLS) und langjährige Vertreterin der DGLS im European Development Committee der International Reading Association neue und effektive Wege des Sprachenlernens beschrieben hat.

King, Princess und Dragon

Heide Niemanns Erfahrung: "Wenn ich einem Kind erzähle, dass 'king' König heißt, kann ich gleichzeitig neue Wörter aus der Märchenwelt ins Spiel bringen. 'Princess' ist die Prinzessin, und 'dragon' heißt der Drache. Auf diese Weise hört das Kind einerseits neue Wörter, die es sich auf Grund der thematischen Nähe zum Anknüpfungspunkt 'king' besonders gut merken kann, und es macht die motivierende Entdeckung: 'Ich kann ja schon was!'"

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