"Ich kann mir das einfach nicht merken" - diesen verzweifelten Satz kennen Sie sicher nicht nur von Ihren Kindern, sondern auch von sich selbst. Das muss aber nicht sein: Mit diesen Lernstrategien bleiben Zahlen, Gedichte und Fakten sicher hängen.
ELTERN family Sonderheft: Besser lernen
Schulglück statt Schulstress - das kann es geben, vielleicht auch schon bald für Sie. Denn unser neues Sonderheft "Besser lernen" zeigt Ihnen Ansätze und Lösungen, wie Sie gemeinsam mit neuen Lernstrategien alte Probleme in den Griff bekommen können.
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Strategie Eins: So kommt ein Text in den Kopf
Das klappt besonders gut mit der "Fünf-Schritte-Methode":
1. Überblick gewinnen. Vorwort, Einleitung oder Inhaltsverzeichnis,
Kapitelüberschriften und Untertitel der jeweiligen
Lektüre überfliegen. Der Überblick macht klar, worum es in
der Lektüre geht oder ob das Buch bei der Lösung einer Aufgabe
helfen kann.
2. Fragen stellen. Aktives Lesen heißt, Texte zu hinterfragen.
Viele Schüler haben allerdings mangels Vorwissen gar keine
Fragen. Deshalb: Unbekannte Wörter herausschreiben und
zum besseren Verständnis der Zusammenhänge nachschlagen.
Danach hilft ein einfacher Trick weiter: Überschriften und
Zwischenüberschriften ein Fragezeichen verpassen.
3. Gründlich lesen. Beim zweiten Lesedurchgang abschnittsweise
kleine Pausen machen und versuchen, die in Schritt 2
formulierten Fragen zu beantworten. Die passenden Kernaussagen
unterstreichen.
4. Zusammenfassen. Anschließend das Gelesene schriftlich
zusammenfassen und prüfen, ob wirklich alle Fragen an den
Text beantwortet werden können.
5. Wiederholen. Im letzten Schritt werden die wichtigsten
inhaltlichen Punkte im Gedächtnis verankert, wenn sie zum
Beispiel für eine Klassenarbeit gebraucht werden. Dabei hilft
es, Textaussagen auf eine Kassette zu sprechen und mehrfach
anzuhören, gern auch beim Spazierengehen.
Oder: Stichworte noch einmal aufschreiben und die wichtigsten
Punkte farbig markieren und/oder sich die Vorgänge
bildhaft skizzieren. Immer wichtig: Notizen vor dem Schlafengehen
noch einmal anschauen bzw. anhören. Was kurz vor
dem Einschlafen gelesen, gesagt oder gedacht wird, bleibt
besonders gut haften.
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LERNEN - von germ. "laisti = die Fährte" - bedeutet: Fährten des Lebens verfolgen, eigene ErFAHRungen sammeln.
Lernen bedeutet nicht in sich hineinfressen.
Es geht nicht um Hängenbleiben und Behalten.
LEHREN bedeutet auch nicht Vermitteln, Beibringen, Unterrichten u.ä.; das sind alles DRUCK-Mittel.
LEHREN bedeutet: ein mitreißendes VORBILD FÜR LERNEN sein.
In der neuen Ich-kann-Schule gilt das SOG-Prinzip. Dafür lässt man sich etwas einfallen, was ZIEHT.
Wenn es einen ZIEHT, verfolgt man jede Spur mit Erfolg.
Wenn man gedrückt wird, muss man dagegendrücken: actio = reactio.
Lernerfolg hat viuel weniger mit formalen äußeren Maßnahmen zu tun als mit einem angemessenen Umgang mit den Talenten, die dafür IN einem schlummern. Lernen ist nicht Anstrengung - die zeigt vielmehr, dass man es verkehrt macht - sondern eine feine geistig-seelische Präzisionsarbeit.
Nicht Strategie = Feldherrenarbeit sondern Feinarbeit braucht es für Lernerfolg. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe
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