Schulangst

"Ich will zu Hause bleiben!"

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Schulangst oder Faulheit?


 © Corbis

Logische Konsequenz: Die geplagten Pennäler scheuen die Schule. Bloße Faulheit oder echte Schulangst - für Eltern ist das allerdings nicht leicht zu unterscheiden, wenn ihre Sprösslinge morgens so gar nicht aus den Federn wollen. Experten haben Statistiken, untrügliche Anzeichen und einzelne Hinweise gesammelt, die auf echte Schulangst hindeuten. Wir haben sie in zwölf Fragen zusammengefasst. "Ich will nicht in die Schule!": Falls Sie diesen Satz also oft hören, sollten Sie die folgenden Punkte durchgehen.
Je häufiger Sie mit "Ja" antworten , desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr Kind nicht drückt, nicht simuliert, nicht schwänzen will - sondern riesige Schulangst hat. Dann braucht es dringend Hilfe. Gespräche mit den Lehrern werden nötig. Manchmal wirkt schon ein Schulwechsel Wunder, oft ist die Unterstützung von Kinder- oder Jugendtherapeuten sehr hilfreich.

Ist Ihr Kind…

  1. …im Grunde fleißig; macht zum Beispiel freiwillig die Hausaufgaben nach, wenn es mal gefehlt hat?


  2. … freier und lockerer, wenn es zu Hause ist; lädt es Freunde oder Freundinnen lieber zu sich nach Hause ein, als wegzugehen?


  3. ... grundsätzlich offen, anderen gegenüber fair und lügt Sie nicht an?


  4. …oft schlicht unfähig, in die Schule zu gehen, völlig verzweifelt; leidet es sichtbar?


  5. … häufig in der Versuchung, Sie zu bitten, zu Hause bleiben zu dürfen - weil es niemals heimlich schwänzen würde?


  6. … gegen Tricksen und Schummeln bei Hausaufgaben oder Klassenarbeiten?


  7. … eher feinfühlig, wohlerzogen, mit guten Manieren?


  8. … am Wochenende oder in den Ferien fröhlicher; verschwinden dann die Kummerattacken, die Kopf- oder Bauchschmerzen?


  9. … bei Klassenarbeiten (manchmal sogar bei den Hausaufgaben) häufig so aufgeregt oder angespannt, dass es nicht mal die Aufgabenstellung versteht, obwohl es gut gelernt hat?


  10. … in der siebten oder achten Klasse?


  11. … im Gymnasium?


  12. … ein Einzelkind?

von Barbara Czermak


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  • von thomas tack am 1. April 2014, 17:57 Uhr

    wir mussten heute mit unsere tochter zum schulamt sie ist 14 jahre und wird auch in der schule gemopt sie wird nach den osterferien eine andere schule besuchen wir sind zum kinderarzt und haben ihr krankschreiben lassen für diese woche wenn sie zur schule musste kammen ihr dir tränen gestern kamm sie auch weinent von der schule so das wir ein schnelles schulwecksel ermöglichten


  • von ahmed am 3. September 2013, 22:25 Uhr

    mir is lankweielieg ihn die schuhel


  • von heike am 24. März 2012, 09:58 Uhr

    Es gibt Fernschulen, die einen Schulabschluss anbieten, z.B. FLEX -ein prima Konzept. Ich arbeite nebenberuflich als Lerntrainerin. Ihr ahnt nicht, wieviele Kinder von Schulangst betroffen sind. Druck macht die Sache nur noch schlimmer. Burn out und Depressionen sind die Folge. Dann werden sie mit Medikamenten vollgepumpt. Fatal. Tja leider hat das Schulamt in keinem Fall die Erlaubnis für die Fernschule erteilt. Vielleicht erreichen wir etwas, wenn wir uns zusammen stark machen.


  • von Ulrike D. am 7. Februar 2012, 12:10 Uhr

    Unsere elfjährige Tochter geht bereits seit Anfang November nicht mehr zur SChule. Auch Therapie verweigert sie. Wir haben erst allen Druck rausgenommen, sie krank schreiben lassen. Schulleitung fand das eine gute Lösung. Jetzt haben wir einen Neuanfang in einer anderen SChule versucht; auch da geht sie nicht hin. Wir haben alles versucht: Schulsozialarbeit, Schulpsychologin, Erziehungsberatung - keiner kann wirklich helfen. Wir sind so am Ende, dass wir nur noch Klinik als Ausweg sehen - obwohl wir das nie wollten.


  • von NadineW. am 7. Februar 2012, 11:31 Uhr

    Auch unser Sohn 13 Jahre alt, geht in die 6. Klasse hat seit mehreren Jahren Bauchschmerzen und Übelkeit wenn es heißt, es geht zur Schule. Seit einer Woche geht er nicht mehr zur Schule, weil er panische Angst vor seiner Lehrerin und seinen Mitschülern hat. Lehrerin ist für uns nicht erreichbar, Sozialarbeiterin der Schule kann uns nicht helfen, weil sie ja mit unserem Sohn sprechen muß und das geht nur wenn er auch zur Schule kommt. Jugendamt wartet nur immer weiter ab, rät uns zum therapeuten, aber bekomm da mal auf die schnelle einen Termin, das ist ein witz. Wir sitzen hier und wissen unserem Sohn einfach nicht zu helfen. Wir wissen einfach nicht an wenn wir uns noch wenden sollen. Jetzt wird erstmal mit dem Rektor geklärt ob er einem Schulwechsel zustimmt, aber ist unserem Sohn damit auf dauer geholfen??!!! Wir sind da echt am ende


(21 Kommentare)

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