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Trendcheck: Anderer Unterricht für Jungen?
10. Januar 2008 Weiterleiten Drucken Bookmarks
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Mister Wong
del.icio.us 

hallo,
man meint heute das jungen die wahren verlierer sind im schulsystem.meine große rauscht auf dem gymnasium nur so durch, beim 2. ein junge gings ganz anders los. beim 3. kind auch ein junge sagte die grundschullehrerin beim 1. elterngespräch das jungs in die sonderschule gehören und mädchen die echten gewinner sind.vielen dank auch. ich puzzle und male und tue schon als mit denen, aber meine jungen machen so was nicht gerne. ich denke nun aber wenn ich die als mit autos rum schrottern ,lasse was sie ja gerne machen dann lernen die nix. mein mann sagt ich soll keinen druck machen , nur was mich nervt, die druck gemacht kriege die wandern dann aufs gymi ab und kriegen bessere berufe.
Vor enigen Jahren waren die Jungen besser gestellt in den Schulen. Auch ich erinnere mich daran, das in allen Faechern die Jungs die besseren waren. Damals hiess es auch, es seien die maennlichen Lehrer die daran Ihre Mitschuld tragen. Heute gibt es mehr Lehrerinnen und ich bin der Meinung überzeugt, dass das Scheitern der Jungs auf die "jungen" Lehrerinnen zurückzuführen ist. Bis jetzt haben ie Frauen Den Männern alles nachgemacht, leider auch im Lehramt... Jungs sind schlechter, besuchen Sonderschulen aber Mädchen werden gefördert und bekommen als Belohnung, Girlsday oder gesonderten Schulunterricht... Da soll einer noch schlau werden in diesem Lande...
Wie wäre es denn mit einer Jungen und einer Mädchenschule... Ich habe ein Zwillingspaar, beide gehen in die 1. Klasse - beide in der gleichen Klasse. Mein Mädchen kommt gut mit, sie sitzt auch brav auf ihrem Stülchen, kommt gut mit der "offenen " Unterrichtsarbeit zurecht. Ist konzentriert dabei. Mein Kleiner hat viel Bewegungsdrang, wenn er arbeiten soll, liegt er quer über dem Tisch und versucht erstmal anderen zu helfen, anstatt sich um seine Arbeit zu kümmern. Er tobt durch's Treppenhaus, rutsch am Geländer runter, schleudert mit seinem Turnbeutel und ruft auch mal laut durch die Klasse. Mit der offenen Wochenarbeit kommt er nicht zurecht. Die Kinder haben an einem zentralen Ort i.d.Klasse 6 Körbe stehen mit Pflichtaufgaben/Zetteln, die in der Woche im Unterricht bearbeitet werden müssen. Die Kinder müssen sich also selber einen Zettel aussuchen, an dem sie arbeiten wollen/sollen/müssen; dann auf ihren Platz zurückgehen und konzentriert diesen Zettel bearbeiten. Die Zettel können sie sich einteilen. Jeden Tag einen, oder gleich 4 an einem Tag...... Wenn mein Kleiner sich seinen Zettel abholt, geht er nicht direkt zu seinem Platz, er geht an seinen "Kumpeln" vorbei, sabbelt, schlendert nach hier und da, kickt seine Hausschuhe weg....Er ist DAS Problemkind schlechthin, sagen die Lehrerinnen. Er hat einen "Beistand" von PEKIP bekommen (eine Frau die ihm zur Seite steht + ihn zum konzentrierten Arbeiten anhält - 1 x wöchentlich), er sollte zum Kinderarzt - der hat ihm sensomotorische Wahrnehmungsstörung diaknostiziert, er bekommt jetzt Ergotherapie und hat ein "Smilie-Heft" bekommen, wo jede Stunde sein Verhalten mittels Smilie's begutachtet wird - also für das nicht sofortige Stehen beim Stoptanz im Kunstunterricht gab es einen grimmigen, für das Turnbeutelschleudern natürlich auch....
Dieses Heft musste ich jeden Tag abzeichnen und jeden Smilie mit ihm besprechen. Inzwischen hasst er die Schule, macht sich völlig zu und mag auch keine Bücher mehr. Wohlbemerkt.....er hat im Juni Geburtstag und ist gerade 7 Jahre alt geworden - für mich 1 Jahr zu früh eingeschult.....
Heute mussten wir zum Kinderneurologen. Gott sei Dank ein toller Arzt, der sich über die feministische Schule aufgeregt hat, über die unfähigen Lehrerinnen, die mit normalen Jungs nicht mehr zurecht kommen.
Klar sind Mädchen einfacher zu händeln - aber sind deshalb alle normalen "wilden" Jungs Verhaltensgestört ??? Ich will Lehrer für meinen Kleinen, ich will eine Jungsschule und keinen blöden freien Unterricht - für Kinder die damit überfordert, aber nicht dämlich, sind ! So...........puh das musste mal gesagt werden
Dann sollte es aber auch anderen Unterricht für Mädchen geben z. B. in Physik. Da gab es doch auch mal Untersuchungen, dass Mädchen z. B. in naturwissenschaftlichen Fächern benachteiligt werden.
Und die sogenannte "weibliche Pädagogik" für die schlechten Abschlüsse von Jungen verantwortlich zu machen, empfinde ich als reinen Hohn! In Führungspositionen sind doch noch immer die Männer in der Überzahl, wo kommen die denn her? Frauen verdienen durchschnittlich weniger als Männer - für die gleiche Arbeit. Warum so viele Frauen in pädagogischen Berufen arbeiten? Die Frage mal andersherum: warum arbeiten so wenig Männer in sochen Berufen? Vielleicht, weil die Bezahlung so schlecht ist? Das mag Spekulation sein, aber wenn man die Bezahlung ein wenig anpaßte, vielleicht hätten dass auch mehr Männer Lust, sich diesem Berufsfeld zu widmen. Und ob dann die Jungen wieder bessere Abschlüsse machen - eine spannende Frage!
Ja, die Zahlen von vielen Untersuchungen sprechen ja für sich. Jungs haben offensichtlich Probleme mit Anpassen und Stillsitzen, was eben im Unterricht oft noch gefordert wird. Und das alle zur gleichen Zeit das gleiche können sollen. So stören Jungen sehr oft den Unterricht, weil sie unter-oder überfordert sind. Aber sie brauchen auch dringend LehrerInnen, die mit Ihnen umgehen können. Gerade viele Lehrerinnen haben Probleme mit Jungen. Unser Sohn war immer ein schwiergier Schüler. Jetzt ist er 13 und in der 8.Kl einer Realschule in Berlin. Obwohl als in einem Test für intelligent befunden (statt ADS), hat er sich durch schlechtes Verhalten selber einige Beine gestellt.
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