Schwangerschaftsbauch
Wie der Bauch wächst

Eine Frau, die sich über Rundungen freut? Ist nicht verrückt, nur schwanger! Acht Neuigkeiten darüber, wie während der Schwangerschaft der Bauch wächst.

Frühe Schwangerschaft: Noch kein Bauch, aber die Taille ist futsch!

Schwangerschaftsbauch: Wie der Bauch wächst

Bedeutet eine Schwangerschaft immer auch einen schönen Bauch von Anfang an? Keine Spur. Zuerst füllt die sich ausdehnende Gebärmutter die Bauchhöhle mit aus. Noch bis zur 16. Woche oder etwas länger hat sie "Luft" nach oben, die Taille verschwindet allmählich. Dann aber kennt der Schwangerschaftsbauch nur noch eine Richtung: Wachstum nach vorn!

Gleiche Woche der Schwangerschaft, anderer Umfang des Bauches

Einstiegsspiel beim Geburtsvorbereitungskurs: Bäuche gucken. Alle in der 28. Woche, und kein Schwangerschaftsbauch gleicht dem anderen. Wie groß oder zierlich der Bauch aussieht, hängt vor allem von der Körpergröße der Frau ab. Zierliche werdende Mütter sehen früh rund aus. Und: Wer immer eher üppig ist, dem mogelt sich das Baby unter die Pölsterchen.

Schwangerschaft heißt auch: Verdrängungs-Wettbewerb im Bauch

Bei jeder Vorsorge tasten die Hebamme oder der Arzt nach dem Fundus, dem oberen Rand der Gebärmutter. Und der stößt ab etwa der 34. Schwangerschaftswoche fast ans Brustbein. Wie's drinnen aussieht? Eng! Der Magen hat jetzt höchstens noch das halbe Fassungsvermögen, die Lunge auch. Mit wenig Platz müssen ebenso Blase und Darm zurechtkommen. Entspannung innen und außen finden viele Frauen jetzt gemütlich auf dem Sofa.

Zweite Schwangerschaft: Der Bauch wächst schneller

Frauen sehen früher schwanger aus, wenn sie das zweite oder dritte Kind erwarten. Finden sie auch selbst. Hebammen und Ärzte sagen aber: Die Gebärmutter wächst gar nicht schneller. Beweise, dass das Gewebe deutlich früher nachgibt, stehen ebenfalls aus. Das Körpergefühl schaltet aber früher auf schwanger um. Was offensichtlich rund erscheinen lässt.

Großer Bauch, großes Kind?

Wenn der Umfang erst mal die 100-Zentimeter-Marke hinter sich gelassen hat, brauchen werdende Mütter gute Nerven - was wird das für ein Brocken, der auf die Welt gebracht werden muss? Tatsache ist: Das Geburtsgewicht lässt sich am Bauch nur sehr bedingt ablesen. Wie groß das Baby ist, zeigt der Ultraschall. So gut wie immer wachsen in optisch großen Bäuchen von Schwangeren ganz durchschnittliche Kinder.

Bauchform-Orakel?

Ist natürlich Quatsch, dass ein spitzer Bauch auf einen Jungen hinweist. Aber: Sitzt das Baby im Bauch (Beckenendlage), statt mit dem Kopf nach unten zu liegen, trägt die werdende Mutter vorn meist nicht das klassische Ei. Der Bauch geht eher rundum. Dreht sich das Kleine doch noch, merkt die Frau das fast immer auch an ihrer veränderten Silhouette.

Schwangere und ihr Bauch: Wachstums-Schübe sind normal

Gestern passten die Jeans mit dem offenen Knopf gerade noch, heute geht nichts mehr? Solche Sprünge des Umfangs kennen viele Schwangere. Oft um die 20. Woche herum, weil man hinnimmt, nicht mehr in die gewohnten Klamotten zu passen, und auf einmal nachgibt. Ab der 34. Woche etwa lockert sich das Gewebe noch einmal, und das Baby wächst kräftig.

Kann man am Bauch der Schwangeren sehen, wann die Geburt bevorsteht?

Hebammen sehen dem Bauch an, ob er das Baby bald freigibt. Und werdende Mütter merken es auch - kurz vor dem Geburtstermin rutscht der Bauch nach unten, er lässt sich beinahe auf den Schenkeln schaukeln. Die Kugel ist zwar stramm, aber nicht mehr so überprall. Oben gibt's dafür mehr Luft.

Von:Rosemarie Wetscher