Dammmassage
So beugen Sie dem Dammriss vor

Hebammen schwören darauf: die Dammmassage. Damit der Damm so gut wie möglich auf die Geburt vorbereitet ist, sollten Schwangere Wochen vor dem Termin mit der Massage beginnen. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Wofür ist eine Dammmassage gut?

Dammmassage: So beugen Sie dem Dammriss vor

Kein schöner Gedanke, dass es bei der Geburt zu einem Dammriss kommt oder ein Dammschnitt nötig wurde! Und doch kann das passieren. Denn wenn sich das Baby mit dem Kopf voran den Weg nach draußen bahnt, wird der Bereich zwischen Scheide und After sehr stark gedehnt. Eine tägliche Dammmassage kann deshalb helfen, weil sie das Gewege weicher und flexibler macht. "Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es heil bleibt", erklärt Hebamme Ute Krippner aus Bad Mergentheim.

Allerdings ist es nicht nötig, dass Gewebe zwischen hinterer Scheidenwand und After von Anfang an zu massieren. Es genügt völlig, etwa sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin damit zu beginnen.

Was brauche ich für eine Dammmassage?

Nicht viel. Verwenden Sie für die Dammmassage ein natürliches Öl (Oliven- oder Weizenkeimöl) oder ein spezielles Damm-Massageöl (gibt's zum Beispiel von Weleda oder aus der Apotheke). Bewährt hat sich eine Mischung aus Johanniskraut- und Weizenkeimöl, versetzt mit den ätherischen Ölen aus Muskatellersalbei und Rose.

Wie funktioniert die Dammmassage?

Stellen Sie ein Bein auf den Wannenrand oder Stuhl. Führen Sie zunächst einen, bald zwei oder drei eingeölte Finger in die Scheide ein und massieren Sie u-förmig mit leichtem Druck fünf bis zehn Minuten in Richtung Darm. Übrigens: Einmal am Tag eine solche Dammmassage durchzuführen genügt.

Genauso gut können Sie den Damm durch eine einfache Übung trainieren: Stellen Sie sich mit dem Rücken zu Sofa oder Bett, gehen Sie breitbeinig in die Hocke, den Rücken lehnen Sie an. Die Füße stehen dabei flach auf dem Boden. Je länger Sie diese Position halten, desto besser. Trainieren Sie mehrmals am Tag.

Aber: Auch wenn Sie den Damm regelmäßig trainieren - eine Garantie dafür, dass er dem Druck unter der Geburt tatsächlich standhält, gibt es leider nicht. Doch keine Sorge: Wir haben für Sie auch Tipps, wie Sie die Heilung der Dammnaht in diesem Fall beschleunigen können.