Fehlgeburt

Der Abschied beginnt in der Klinik

Weiterleiten Drucken
Fehlgeburt: Der Abschied beginnt in der Klinik

Welche Gefühle löst ein solches Ereignis bei den Eltern aus?

Eltern, deren Hoffnung auf ein Kind so jäh zusammenbrach, reagieren sehr unterschiedlich: Viele Frauen möchten das verstorbene Kind gar nicht sehen oder empfinden den Anblick als erschreckend. Doch egal, wie ihre Reaktion ausfällt, und egal, wie früh die Schwangerschaft abbrach - fast alle Frauen betrachteten das kleine Wesen als ihr Kind. Entsprechend tief sitzt die Trauer. Fast immer wird sie durch quälende Gedanken noch verstärkt: Wider besseren Wissens haben die verwaisten Mütter Schuldgefühle. Dazu kommt die Sorge, ob sie jemals ein Kind haben werden - vor allem bei etwas älteren Frauen. War die Schwangerschaft noch nicht weit fortgeschritten und nur wenige eingeweiht, bleibt kaum die Möglichkeit, offen zu trauern.

Und weil eine Fehlgeburt im rechtlichen Sinne keine Entbindung ist, hat die Frau auch keinen Mutterschutz. Stattdessen muss sie ihren Arbeitgeber über das Ende der Schwangerschaft informieren. Ist sie durch die Strapazen noch nicht wieder arbeitsfähig, erhält sie eine Lohnfortzahlung wie im Krankheitsfall.

Nach den Gefühlen der Männer wird seltener gefragt

Auch für die Männer ist es hart: Oftmals bekommen sie nicht einmal Sonderurlaub, sie müssen noch schneller wieder "funktionieren". Und mitfühlende Verwandte oder Freunde neigen manchmal dazu, vor allem der Frau Trost zu spenden - nach den Gefühlen des Mannes wird häufig seltener gefragt.

Weiterleiten Drucken

Weitere Themen auf Eltern.de:
 
 
Kommentar schreiben

Name
E-Mail

Kommentar (max. 1000 Zeichen)

Bild hochladen (optional)


* Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.



Community
Ernährungscoach




ELTERN Heft & Abo
Jetzt online ins aktuelle ELTERN-Heft reinblättern.
Abo, Probeabo, Geschenkabo oder Empfehlung: immer mit Prämie!