Fehlgeburt
Wenn das Baby zum Sternenkind wird

Fehlgeburt - das ist leider immer noch ein Tabu-Thema. Kein Wunder: Ein Kind zu verlieren, ist schlimm. Verständlich, dass man am liebsten Augen und Ohren vor dem furchtbaren Thema verschließen möchte. Doch es gibt ein paar Dinge, die man wissen sollte.

Fehlgeburt
© Thinkstock, Fuse

Albtraum Fehlgeburt

Es ist die wohl schlimmste Vorstellung aller werdenden Eltern: Die Frau erleidet eine Fehlgeburt und verliert ihr Kind. Niemand möchte sich gerne solche Horrorszenarien ausmalen - trotzdem ist die Gefahr real, denn Fehlgeburten kommen besonders in den frühen Schwangerschaftswochen leider recht häufig vor. In vielen Fällen merken betroffene Frauen nicht einmal, dass sie eine Fehlgeburt erlitten haben, weil sie die eintretende Blutung für ihre Periode halten. Doch wenn der Schwangerschaftstest erst einmal positiv war, ist eine Fehlgeburt für Mutter und auch den Vater sehr belastend. Trost gibt es kaum, das Sprechen über das Erlebte fällt schwer, besonders, wenn der Kinderwunsch schon länger bestand. Betroffene Väter und Mütter fragen sich: Was ist da passiert? Hätte die Fehlgeburt verhindert werden können? Und wer hilft mir jetzt bei meiner Trauer? Wir beantworten Ihnen hier die wichtigsten Fragen.

Was ist eine Fehlgeburt überhaupt?

Von einer Fehlgeburt, auch Abort genannt, spricht man, wenn eine Schwangerschaft vorzeitig endet und der Embryo bzw. der Fetus weniger als 500 Gramm wiegt. Ärzte unterscheiden zwischen einem Frühabort (bis zur 12. SSW) und einem Spätabort (etwa bis zur 22. SSW). In Deutschland unterliegen Fehlgeburten nicht der standesamtlichen Meldepflicht. Seit 2013 können Eltern ihre Kinder allerdings beim jeweiligen Standesamt registrieren lassen und ihnen offiziell einen Namen geben. Mit entsprechenden Bescheinigungen der Kliniken ist dies auch rückwirkend möglich.