Vater werden - was bedeutet das eigentlich?
"Du wirst Vater!" - diese Nachricht löst bei vielen Männern erst einmal zwiespältige Gefühle aus: Einerseits sind sie stolz, Vater zu werden, andererseits macht ihnen ihre neue Rolle auch Angst. Die Veränderungen, die sich jetzt im Körper ihrer Partnerin vollziehen, können sie nicht nachempfinden. Deshalb fällt es ihnen oft schwer, sich auf die neue Situation einzustellen.
Aber keine Angst: Vater zu werden bedeutet für jeden MAnn, dass er sich erst mal seinen Platz neben Mutter und Kind suchen muss. Der eine schafft das schnell und plaudert mit dem Bauch, der andere wärmt erst beschwingt Fläschchen, wenn das Kind da ist. Beides ist gut. Wichtig ist nur, dass der Vater sich nicht ausklinkt und zum Zuschauer wird - aus Bequemlichkeit, weil er über Babys wenig weiß oder aus zu großem Respekt vor dem Mutter-Kind-Duo. Kinder brauchen ihren Vater von Anfang an.
"Je früher der Mann in den Babyalltag einsteigt, desto besser", sagt die Münchner Psychologin und Familienexpertin Johanna Graf, "denn er erfüllt wichtige Aufgaben: Er entlastet die Partnerin und motiviert sie - das kommt auch dem Kind zugute. Zudem ist sein körperlicher Umgang mit dem Baby wichtig für dessen gesunde Entwicklung."
Gut also, wenn die Familie von Anfang an ein Team bildet. "Wie eine Mannschaft beim Ballsport sollten Eltern früh klären, wer welche Aufgaben übernimmt und wo Zusammenarbeit gefragt ist", so Graf.
Vater werden bedeutet: Gemeinsam Schwanger
Anfangs fühlen sich Männer, die Vater werden, oft ausgeschlossen. Das liegt zum Teil daran, dass sich Frauen in den ersten Schwangerschaftswochen eher zurückziehen, weil sie sich selbst auf ihre "anderen Umstände" einstellen müssen. Das heißt aber nicht, dass sie auf Zärtlichkeiten und Nähe verzichten wollen. Im Gegenteil: Der fürsorgliche Partner, der ein kleines Frühstück serviert oder andere Überraschungen bereit hält, ist jetzt besonders gefragt.
Doch auch um ihr eigenes Inneres sollten Männer sich kümmern, wenn sie Vater werden. Wem wird nicht bang, wenn er an die eigenen Eltern denkt und die Fehler, die er vielleicht machen wird? Dagegen hilft Nachdenken: "Legen Sie klar für sich fest, was für ein Vater sie nicht sein wollen", rät Graf.
Das Bedürfnis, die Wohnung babyfit zu machen, mit dem Bauch zu reden und zur Ultraschall-Untersuchung mitzukommen, sind Folgen dieses innerlichen Vater werdens. Gerade dieser erste Blick aufs Baby erleichtert fast allen Männern den Zugang zum Kind. Gemeinsam mit den Herztönen sind die Bilder der sichtbare Beweis, dass das Baby wirklich existiert.
Richtig greifbar wird die Schwangerschaft auch für die Väter in den letzten Monaten vor der Geburt. Dann tritt und boxt das Ungeborene so stark gegen die Bauchdecke, dass die Bewegungen von außen gut zu spüren sind. Männer fasziniert es immer wieder, wenn das Baby "anklopft" oder sich plötzlich ganz still verhält, sobald sie die Hand auf den Bauch legen. Es gibt Väter, die spielen oder singen ihrem ungeborenen Baby regelmäßig ein Schlaflied vor. Eine Möglichkeit ist auch, bei einer Hebamme einen Kurs in haptonomischen Übungen zu belegen: Das sind Handgriffe, mit denen Eltern das Ungeborene im Bauch anlocken und zu Antwortbewegungen anregen können.
Vater werden bedeutet: Geburtsvorbereitung
Je näher der Geburtstermin rückt, umso häufiger machen sich auch Männer, die Vater werden, Gedanken über die Zukunft. Wie werde ich mit dem Baby zurechtkommen? Wer steht auf, wenn es nachts schreit? In einem Geburtsvorbereitungskurs werden auch die Fragen und Gefühle werdender Väter ernst genommen. Außerdem lernen sie, welche Massagen die Schmerzen ihrer Frau lindern und mit welcher Atemtechnik die Wehen erträglicher sind.







Zitat: Schlagen Sie der Partnerin ein Abkommen vor, sobald ihre Geburtswunden geheilt sind: Haushaltsarbeit gegen Sex. Johanna Graf: "Ungewöhnlich. Aber es funktioniert häufig." - das meint ihr nicht ernst? Ich versuche mit meinem Partner, dem Vater des Kindes, eine gleichberechtigte Beziehung und Elternschaft zu führen, und ihr wollt die Steinzeit? Ein bisschen mehr, hm, weniger Sexismus wäre in euren Artikeln angebracht...
Ich habe zwei Jungens (2+3 Jahre alt) für die ich Unterhalt zahle und um die ich mich drei Tage pro Woche mit viel Spaß und Freude kümmere. Ich weigere mich seit drei Jahren erfolgreich gegen einen Herrn Markus K. von der Beistandsschaft des Jugendamtes der Stadt Düsseldorf die Vaterschaft anzuerkennen ohne gleichzeitig das Sorgerecht für meine Kinder zu bekommen. Aktuell kann ich nur jedem werdenden Vater raten der mit seiner Partnerin keine einvernehmliche ( notarielle ) Lösung hinbekommt, die kommenden zwei Monate abzuwarten und auf keinen Fall die Vaterschaft anzuerkennen. Problem: Wenn jemand vor der Gesetzesänderung die Vaterschaft anerkennt läuft er die nächsten 20 Jahre hinter dem Sorgerecht her.
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