Lesen Sie hier Heikes ganze Mail:
"Letzten Samstag war ich mit ein paar Freundinnen beim Kaffeetrinken. Zwei von den Mädels sind gerade Mama geworden. Da ich selbst in der 32. Woche schwanger bin, haben wir natürlich auch über das Thema Geburt, Schmerzen, PDA usw. gesprochen. Eine Sache hat mich sehr irritiert: Meine Freundinnen haben auch erzählt, was für ein tolles Erlebnis es für die Papas war, bei der Geburt mit dabei zu sein. Beim Gedanken, dass mein Freund bei der Geburt unserer Tochter dabei ist, ist mir aber gar nicht wohl. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich möchte, dass er mit ansehen muss, wie ich Schmerzen habe - geschweige denn, dass er mitbekommt, dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe, hört wie ich schreie, dann das ganze Blut, die Nachgeburt usw ... Am Ende trägt er ein Trauma davon und hat später Probleme, mit mir zu schlafen. Ist das denn mittlerweile die Regel, dass der Mann bei der Geburt dabei ist? Früher war das doch auch nicht so ... Mein Freund hat mehrfach gesagt, dass er gerne dabei wäre. Bin ich zu egoistisch, wenn ich ihm diese Erfahrung vorenthalte?"
Den Papa vor dem Kreißsaal warten lassen - wie denken Sie darüber?
Sollte der werdende Vater auf jeden Fall bei der Geburt dabei sein dürfen, auch wenn die Frau damit Probleme hat? Uns interessiert, wie Sie darüber denken. Schreiben Sie uns Ihre Meinung ganz einfach unten in den Kommentar-Kasten.








Bei der Geburt unseres Sohnes war mein Mann die ganze Zeit dabei. Unser Sohn kam zu Hause zur Welt, ganz in Ruhe und ohne Stress. Ich hätte ihn nicht missen wollen! Zumal mir mein Zeitgefühl unter den Wehen, der Geburt und den ersten Stunden danach abhanden gekommen ist :D Mein Mann konnte sich bestens an alles erinenrn und konnt mir so sehr viel erzählen, was wann passiert ist. Ich fand und finde es sehr schön jemanden zu haben, mit dem ich über das Wunder Geburt reden kann, der alles miterlebt hat. Mein Mann war sehr glücklich, dabei gewesen zu sein und helfen zu können.
Redet miteinander, erzähl ihm von deinen Bedenken und höre zu, was er dazu sagt. Und dann findet ihr bestimmt eine Lösung, die für euch beide in Ordnug ist.
Ich hatte vor der Geburt unserer Tochter ganz ähnliche Zeifel, ausserdem war auch mein Freund immer schon davon überzeugt, dass er bei der Geburt auf keinen Fall dabei sein wollte. Auch deswegen hatte ich mich für die Geburtsklinik meiner Frauenärztin entschieden (auch wenn sie fast 100km weit weg war), damit ich wenigstens eine Vertraute dabei hatte. Nach dem WE-Geburtsvorbereitungskurs war sich der Papi dann allerdings doch nicht mehr ganz so sicher und wir hatten uns darauf geeinigt, dass er einfach mal mitkommt in den Kreißsaal und im Zweifelsfall einfach rausgeht. Zum Schluss ist es dann doch ganz anders gekommen. Ich hatte eine ganz eifache Geburt, 2 1/2 Std. im Kreißsaal, der Papi hatte also fast keine Zeit sich aus dem Staub zu machen :-)) Er blieb also dabei und hatte Tränen in den Augen als er seine kleine Prinzessin das erste Mal sah.
Meiner kam zu Spät in den Kreissaal, da die Hebamme ihn nach Hause geschickt hatte mit den Worten: das dauert noch Stunden ... dann war der Kleine schneller als gedacht und mein Mann kam zur Tür rein, als mein Sohn grad das Licht der Welt erblickte ... damit konnte mein Mann nur noch die Nabelschnur durchschneiden ^^ ich fands net so besonders toll, die "schlimmsten" Wehe und die Geburt alleine durchzustehen ... aber ... das muss ja jeder selbst wissen ... wenn der Vater es jedoch gerne miterleben würde, dann denke ich, sollte man (egal ob es einem unangenehm ist) ihm den Wunsch erfüllen - wie oben bereits erwähnt, der Mann wird auch VATER und das Erlebnis der Geburt sollte man ihm nicht verwehren - außderdem weiß er dann hinterher, was man für ihn und sein Kind durchgemacht hat *lach*
mein schatz war bei der entbindung von unserem sohn am 21.04.11 dabei... er hat mich wärend den wehen die ganze zeit unterstüzt und er war mir eine sehr große hilfe!!!!!!!
meiner erfahrung nach kann man sich bei einer person, die man kennt und der man vertraut viel besser fallen lassen....!!!!
hab keine scheu davor, er wird das packen!!!! männer sind da hart im nehmen :D nimm ihn doch einfach mit und wenn du im kreissaal allein sein möchtest, kannst du ihn immernoch rausschicken!!!
grüßle und viel spass noch in der ss :D
p.s. mein schatz musste vor freude weinen als unser junior kam...
am Besten ist mit dem Partner vorher abklären. das habe ich nicht getan und als der Tag kamm war die einzige Katastrophe, da meine Familie in ein anderen Land wohnen und ich ganz allein in Deutschland bin, habe ich meinen Mann gebeten mich ins KH zu bringen. Er war schon ganz irritiert weil er dann den Liefertermin für sein neuen Handy verpassen würde. Naja er ist bei der Geburt dabei geblieben, stand da wie ein Trottel und hat sich das Drama vom 23:00 bis 8:00 alles angesehen. Für mich war eine Sonderbelastung seine ungeduldige Gesicht zu sehen. Sobald das Kind da war ist er nach Hause gefahren und erst zwei Tage danach kam er uns besuchen obwohl er sich Urlaub von der Arbeit genommen hat. Die Zeit danach hatten wir kaum noch Sex, ca. drei Mal im Jahr weil er bestimmt alles gesehen hat (Scheidenriss, Nachgeburt etc). Ich wurde ihn nie wieder dabei haben wollen. Allein kriege ich das besser hin ohne Stress.
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