Warten aufs Baby
So war unser letzter Abend vor der Geburt...

Wie haben Sie den letzten gemeinsamen Abend zu zweit verbracht? Ahnten Sie vielleicht, dass es der letzte Abend als Paar werden würde? War es romantisch oder eher hektisch? Einige User haben uns davon berichtet.

Wie haben Sie die letzten Stunden zu zweit verbracht?

Schwanger, Bauch
© Stocksy, Jani Bryson

Fast im Kino und ein bisschen McDonalds
von Jotef
 
Der mutmaßliche Tag der Geburt fiel genau auf den Geburtstag meines Mannes und wir wollten nochmal spontan ins Kino gehen - weil das ja nun bald nicht mehr möglich sein würde.
Also haben wir zeitig die vorbestellten Karten abgeholt und sind bei McD. noch was essen gegangen.
Gegessen hab ich allerdings nicht viel, denn beim halben Burger ist meine Fruchtblase geplatzt ("Das passiert ja soooo selten...").
Nachdem ich nun den Boden bis zur Toilette gewässert und meine klatschnasse Hose mit einer umgebundenen Bluse kaschiert hatte (Nein, ich bin nicht in den Vierfüßlerstand gegangen, obwohl das empfohlen wird!), haben wir erstmal die Kino-Karten zurückgebracht (ich hab im Auto gewartet).
Dann sind wir nach Hause gefahren, damit ich mich umziehen kann, KH-Koffer einpacken usw.
Mein Mann hatte zwischenzeitlich mit dem KH telefoniert, die haben dann einen Krankenwagen geschickt und mit 4 Stunden Verspätung war unser Baby doch kein Geburtstaggeschenk mehr für meinen Mann - aber ein Geburtstagslied von den Sanitätern gabs immerhin noch pünktlich :-)
 
Schmerzshoppen
von Anna R.
 
Wir waren damals im Krankenhaus, weil ich dachte, es sei nun endlich so weit. War natürlich Fehlanzeige, es war der Hintern meiner Tochter, den sie gegen meine Bauchdecke drückte und das schmerzte so sehr, dass ich kaum laufen konnte. So schickte man uns nach Hause und verabschiedete uns mit den Worten: "Bis morgen!"
Zu Hause angekommen rief ich erst mal die wartende Verwandtschaft an, um zu sagen, dass sie sich noch gedulden müssen. An dem Abend lag ich eigentlich nur auf der Couch, die gepackte Tasche vor den Füßen und sah fern.
Nachts schmerzte es wieder, aber ich dachte, wenn ich mich wieder hinlege und einschlafen kann, wirds wohl nichts Ernstes sein. Am nächsten Morgen hatte ich keine Schmerzen mehr und war noch in der Innenstadt zum Klamotten shoppen. Irgendwann tat es wieder weh, also fuhr ich nach Hause. Der Schmerz wurde immer schlimmer. An Wehen dachte ich dabei nicht, viel naheliegender war die Vermutung, das käme von der Verstopfung, die ich seit Tagen hatte. Deshalb besorgte ich Abführtee. Doch auch nach 5 Tassen wurde es nicht besser. Meine Mutter hatte mir immer geraten, in die Wanne zu steigen und wenn die Schmerzen davon schlimmer werden, sind es Wehen. Ich schrie und die Shampooflaschen flogen nur noch durchs Zimmer! Als hätte sie es geahnt, rief meine Mutter mich an und fragte, welche Haarfarbe ich habe. "Schmerzen!" war meine Antwort. Eindeutiger ging es kaum mehr mit den Wehenschmerzen. Wir fuhren sofort ins Krankenhaus und 2 Stunden später brachte ich meine Tochter zur Welt.
 
 
Ich darf ihren eigenen Geburtstag behalten
von Huschi
 
Der errechnete Geburtstermin unserer Tochter war der 11.03.2012. Mein Freund war bereits zu Beginn der Schwangerschaft fest davon überzeugt das unser Kind am 27.02.2012 zu Welt kommen würde - an meinem Geburstag. Da sie jedoch von Anfang an in Beckenendlage "saß" und sie keine anstalten machte sich doch noch zu drehen stand im Januar fest, dass sie per geplantem Kaiserschnitt zu Welt kommen sollte.
Wir suchten uns dann den 02.03.2012 als Termin für den Kaiserschnitt aus.
Den Abend meines Geburstag (27.02.2012) haben wir gemütlich mit der Familie meines Freundes verbracht. Bis dahin war alls ruhig...
Als wir wieder zuhause waren und ich müde ins Bett gefallen war (es war mittlerweile 1.15 Uhr des 28.02.2012) bekam ich langsam Wehen im Abstand von 15 Minuten. An Schlaf war jetzt fast nicht mehr zu denken. Ab 4.00 Uhr kamen die Wehen dann bereits alle 5 Minuten, die ich noch bis 6 Uhr ausgehalten hab. Dann kam ich nicht mehr drum herum meine Beleghebamme anzurufen.
Ich packte meine Tasche fertig und um 6.50 Uhr trafen wir uns mit der Hebamme im Kreissaal. Die Vorbereitungen für den OP mussten schnell gehen, da die Wehen bereits alle 2 Minuten kamen.
Um 8.09 Uhr des 28.02.2011 erblickte unsere Tochter das Licht der Welt und ich durfte somit meinen eigenen Geburtstag behalten
:-))))))