Blasensprung

Kommt jetzt das Baby?

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Woran erkenne ich einen Blasensprung?


In einer Hollywood-Komödie ist es stets total offensichtlich: Die hochschwangere Filmheldin fasst sich an den Bauch und japst: "Das Baby! Es kommt!" Kameraschwenk an ihr herunter - und auf die große Pfütze, die sich zwischen ihren Füßen auf dem Boden ausbreitet.

Soweit das Klischee. Im wahren Leben öffent sich die Fruchtblase allerdings nur selten mit einem derartigen Knalleffekt - meist tröpfelt es nur ein bisschen.

Beginnt mit dem Blasensprung die Geburt?

Im Prinzip schon. Sobald Fruchtwasser abgeht, hat die Geburt begonnen. Meist setzen die Wehen unmittelbar mit dem Blasensprung ein.

Muss ich nach einem Blasensprung sofort in die Klinik?

Nach einem Blasensprung sollten Sie in die Klinik gehen. Denn Fruchtwasser ist eine warme, nährstoffreiche Flüssigkeit, Bakterien breiten sich darin schnell aus. Wenn die Fruchtblase offen ist, besteht deshalb eine erhöhte Infektionsgefahr. Deshalb wird die Geburt auch eingeleitet, wenn sechs bis 24 Stunden nach einem Blasensprung noch immer keine Wehen eingesetzt haben.

Ist ein solcher Zeitabstand zwischen Blasensprung und Geburt normal?

Ja, das ist ganz normal. Aber genauso normal ist der andere Verlauf: Häufig bleibt die Fruchtblase bis zur vollständigen Öffnung des Muttermundes stehen.

Führen Ärzte und Hebammen einen Blasensprung auch künstlich herbei?

Manchmal piksen Hebammen tatsächlich die Fruchtblase an (sie nennen das oft "eröffnen"). Das kann sinnvoll sein, wenn die Geburt länger nicht voran geht, Mutter und Kind aber bereits völlig erschöpft sind. Oder auch, wenn sich die Fruchtblase so stark vorwölbt, dass der Pressdrang zu früh einsetzt.

Der Blasensprung wird dann mithilfe eines Gummifingerlings mit kleinem Häkchen vorne dran herbeigeführt. Das ist nicht gerade ein furchteinflößendes Instrument, heißt aber "Blasensprenger" - wundern Sie sich also nicht, wenn ein noch unerfahrener und nicht ganz so sensibler Arzt Ihnen irgendwann stolz mitteilt: "Wir sprengen jetzt Ihre Fruchtblase!"

Aber keine Angst: Der Piks selbst tut nicht weh. Allerdings werden die Wehen danach meist effektiver - also heftiger.



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  • von Lisa@pfuhl am 25. Juni 2010, 15:25 Uhr

    Unsere süße (jetzt 6 monate alt) hat sich ewig Zeit gelassen, sie wollte einfach nicht. So das ich dann 9 Tage nach ET ins KH musste zum Einleiten. Nach 19 stunden im KH, hatte sich dann endlich mal was getan, Morgens um 4 Uhr ist mir dann die Fruchtblase geplatzt, die hälfte ging in die Hose und der rest lief mir dann wärend der Untersuchung die Beine runter - nicht sehr angenehm - mit dem Blasensprung kamen auch die ersten richtigen Wehen und drei Stunden später durfte ich unsere Joana dann im Arm halten.


  • von Sandra@die_rossa_s am 24. Juni 2010, 21:00 Uhr

    ich hatte bei beiden Kindern in der Nacht einen Blasensprung und keine Wehen. Es ist dann jeweils morgens eingeleitet worden und bei meiner Tochter hat es ingesamt 6 Stunden und bei meinem Sohn 4,5 Stunden gedauert. Und das Fruchtwasser war auch gleich fast weg, eine richtige Pfütze.


  • von Antje am 23. Juni 2010, 19:26 Uhr

    Ich hatte auch einen Blasensprung aber bis die Wehen kamen sind 4,5 Stunden vergangen. Ich bin damals mit dem Krankentransport liegend in die Klinik.
    Nach 5 Stunden Wehen war unsere kleine Maus entlich da.

    Ich muss aber dazu schreiben das mein Muttermund schon 3 Wochen vorher 1 cm geöffnet war und somait die Geburt relativ schnell lief. 5 Stunden haben wir gebraucht.


  • von Michel A. am 23. Juni 2010, 11:51 Uhr

    Vielen Dank für den informativen Artikel. Meine Frau hatte selbst auch eine Blasensprung und die Geburt verlief dann dramatisch - mit gutem Ende! Ich finde die Artikel von Eltern online fast immer sehr gut recherchiert und informativ. Weiter so!


  • von anastasia0305 am 23. Juni 2010, 08:36 Uhr

    Als ich meine Tochter bekam war es tatsächlich so,dass das ganze Fruchtwasser binnen 3 Sekunden auf dem Krankenhausboden landete.5 Stunden später hielt ich meine Süsse im Arm.Während der zweiten Geburt musste die Fruchtblase geöffnet werden,weil der Muttermund sich nicht mehr öffnete.Innerhalb von 30 Minuten(von 4 auf 9 cm) war der Kleine dann auf der Welt.


    (5 Kommentare)

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