Geburt

Zehn heikle Fragen und zehn offene Antworten

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Geburt: Zehn heikle Fragen und zehn offene Antworten
 © mauritius images/ Image Source

Darf ich meinen Mann aus dem Kreißsaal schicken?

Sie dürfen nicht nur, sie sollten. Nämlich immer dann, wenn Sie das Gefühl haben, seine Anwesenheit tut Ihnen nicht gut. Die Gründe können ganz unterschiedlich sein. Es gibt Frauen, die können sich nicht fallen lassen, solange ihre Männer im Raum sind. Der Beweis: Kaum hat er den Kreißsaal verlassen, geht die Geburt auf einmal schneller voran. Manchmal sind es unausgesprochene Beziehungskisten, die stören, oder einfach das Gefühl: "Du kannst mir jetzt nicht helfen. Bitte lass mich allein." Umgekehrt gilt: Auch er darf gehen, wenn er den Eindruck hat, dass er die Geburt nicht aushalten kann. In den allermeisten Fällen wird sich die Frage jedoch nicht stellen. Weil werdende Eltern es genießen, den anstrengenden, spannenden Moment der Geburt, die ersten Augenblicke mit Baby gemeinsam zu erleben.

Muss der werdende Vater bei der Geburt dabei sein? Stimmen Sie ab!

Gemeinsam im Kreißsaal? Finden Sie heraus, welcher Typ Sie sind.

Ich bin nicht besonders tapfer. Kriege ich das wirklich hin mit der Geburt?

Wie viele Frauen im 15. Monat kennen Sie? Eben. Es ist noch kein Kind drin geblieben. Eine Geburt ist anstrengend, und es kann scheußlich weh tun, aber alle anderen Frauen vor Ihnen haben es auch geschafft. Sogar Ihre Freundin Petra, die sonst eigentlich auch eher zur wehleidigen Sorte gehört.
Wichtig ist, sich nicht zu starr auf eine bestimmte Art der Geburt einzustellen. Wer offen ist für Abweichungen, wird nicht so leicht enttäuscht. Wie Sie mit den Wehenschmerzen umgehen, ist nämlich auch eine Frage der Tagesform. Sind Sie fit und ausgeschlafen, oder hat Sie die Sommergrippe der letzten Woche doch ziemlich mitgenommen? Hebammen und Ärzte werden alles tun, Ihnen die nächsten Stunden so angenehm wie möglich zu machen. Mit klugen Tipps und Beistand, der Mut macht. Mit alternativer Medizin wie Homöopathie, Aromatherapie oder Akupunktur. Mit verschiedenen Schmerzmitteln, allen voran der PDA. Es geht nicht darum, dogmatisch zu sein ("Nur eine natürliche Geburt ist eine gute Geburt!"), sondern darum, herauszufinden, was Sie jetzt wirklich brauchen. Wichtig: Bis eine PDA gesetzt ist und wirkt, vergeht mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde. Wenn die Hebamme davon überzeugt ist, dass Ihr Baby schneller auf die Welt kommt, als die Betäubung wirkt, wird Sie Ihnen das höchstwahrscheinlich sagen - oder diplomatisch vorgehen: Blut abnehmen und die Werte kontrollieren, Sie an den Infusionstropf anschließen und dann gemeinsam mit dem überflüssigen Anästhesisten Ihr Kind begrüßen.


 
 
Kommentare zu diesem Artikel
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  • von maria am 31. März 2009, 12:22 Uhr

    solte der darm bei eine geburt leer sein


  • von Katharina am 19. März 2009, 14:47 Uhr

    Super Beitrag, der nicht in höheren Sphären schwebt, sondern ganz einfach klipp und klar sagt, was Sache ist und dabei noch super nett geschrieben ist.
    Vielen Dank


  • von Christel Quilling am 4. März 2009, 21:47 Uhr

    Heute ist mein Sohn 39 Jahre alt geworden! Gestern abend rief ich ihn an und sagte: Vor vierzig Jahren lag ich in den Wehen!
    Es gab heute große Diskussionen - ich bin der Meinung, das Zählen fängt am ersten Geburtstag an - also wäre das 1971 (die Geburt war 1970). Vielleicht geht das Diskustieren weiter - gebt mir bitte eine Antwort!!!

    LG Christel Quilling


  • von irina am 10. November 2008, 17:49 Uhr

    ich muss einen refarat schreiben über geburt ich weiss aber was soll ich schreibe können sie mir helfen bitte


  • von Maya am 12. September 2008, 11:37 Uhr

    Fantastischer Beitrag, sehr herzlich geschrieben. Ich habe noch 14 Wochen vor mir und viele unbeantwortete Fragen, aber der Artikel entkrampft das Thema.

    Lieben Dank!


    (5 Kommentare)

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