Frühgeburt

Zu jung zum Leben?

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Ein kleines Paket Leben


Ein Baby in der 25. Schwangerschaftswoche – das sind gut 22 cm kleines Leben bei einem Gewicht von 500 bis 600 Gramm. Da die Lungenreifung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist und auch alle anderen Organe nicht voll ausgereift sind, starten Frühchen erschwert und mit einigen Risiken in ihr junges Leben. Für in Deutschland praktizierende Ärzte gilt bei Frühgeborenen: Ab der 22. Schwangerschaftswoche dürfen Frühchen intensivmedizinisch betreut werden - sie müssen aber nicht, die Entscheidung liegt beim Arzt. Kommt das Baby nach der 24. Woche zur Welt, müssen die Ärzte alles tun, was in ihrer Macht steht, um das Leben des Winzlings zu retten. Wenn es zu oder sogar vor diesem Zeitpunkt auf die Welt kommt, besteht allerdings das Risiko, dass schwere körperliche und geistige Behinderungen zurückbleiben.

Bildershow: Eindrücke von einer Frühgeborenenstation








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In anderen Ländern gelten hier andere Leitlinien:

  • Niederlande: Intensivmedizinische Betreuung ab der 25. Schwangerschaftswoche
  • Schweiz: Intensivmedizinische Betreuung ab der 25. Schwangerschaftswoche
  • Österreich: Intensivmedizinische Betreuung ab der 22. Schwangerschaftswoche erlaubt.
  • Italien: Jedem Kind soll geholfen werden, egal wann es zur Welt kommt.

Quelle: ZEIT ONLINE

Wann darf ein Kind auf die Welt kommen?

Eine Frage, auf die es nur eine subjektive Antwort geben kann.

Die Frage, die hier beherrschend ist: Nach wie vielen Wochen im Bauch der Mutter ist ein Kind überhaupt lebensfähig? Und ab wann ist das Leben lebenswert? Fragen, die jeder anders beantwortet. Ein Mediziner anders als betroffene Eltern, Ethiker anders als Ökonomen. Verlässliche Zahlen sind rar, man kann davon ausgehen, dass ein Baby, das in der 25. Schwangerschaftswoche geboren wird, eine Überlebenschance von gut 50 Prozent hat. Folgeschäden und Behinderungen wurden bislang kaum untersucht.

Deutsches "Rekord-Frühchen" ist die kleine Kimberly aus Göttingen: Mit nur 300 Gramm wurde sie im März 2007 in der 25. Schwangerschaftswoche geboren und hat den vorzeitigen Start ins Leben wohl unbeschadet gemeistert.

Erhöht die Überlebenschancen: die richtige Klinik

Frühchen unter 1500 Gramm sollen nur in speziellen Kliniken behandelt werden dürfen, so fordert der Bundesverband "Das frühgeborene Kind". In Kliniken, die unter 50 der Winzlinge im Jahr behandelten, sei das Risiko für Spätschäden zu hoch und die Sterberate liegt um 45 Prozent niedriger, wie eine Studie der Universitäts-Kinderklinik Bochum ergeben hat. Ob es sich dabei um ein Perinatalzentrum, eine Neonatologische Klinik oder eine andere Klinik handelt, ist nicht ausschlaggebend. Entscheidender als die Ausrüstung der Kliniken ist die Anzahl der Extrem-Frühgeburten, die dort jährlich behandelt werden.

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  • von Katharina@radieschenfans am 31. August 2009, 18:52 Uhr

    Ein Kind dass kämpft sollte doch seine Chance haben, aber es gibt auch Frühchen die wieder gehen wollen und dann sollte ihnen das zustehen.Was in dem Beitrag etwas fehlt ist dass die BEhandlungen für die Kleinsten der KLEinen schmerzhaft sind, sie aber nicht gleichzeitig um ihr Leben kämpfen und ihren Protest kund tun können, weil dazu oft die Kraft fehlt. Mittlerweile sind die Ärzte und Pfleger aber dafür mit guten Schmerzmitteln gerüstet, was es bestimmt allen Beteiligten leichter macht.


  • von Jessica am 31. März 2009, 13:31 Uhr

    Hallo meine Zwillinge sind auch zu früh gekommen in der 32+4SSW .. sie sind jetzt 7 Mon alt und haben sich sehr gut entwickelt , man merkt ihnen gar nicht mehr an das sie zu früh gekommen sind :-) ich finde die Ärzte sollten abwägen ob man das Leben eines Früchens erhalten soll , natürlich kann dies nur ein erfahrener Arzt aber wenn dem so ist dann sollte er entscheiden ob lebenserhaltene Maßnahmen eingeleitet werden denn wenn ein Kind vorraussichtlich schwerstbehindert sein wird dannn solltre man es gehen lassen wenn es aber gute Chancen hat sollte man auf jeden fall kämpfen . Manchmal kann man es nicht einschätzen dann sollte man auch auf jeden Fall kämpfen es ist doch schön zu sehen wie viele auch sehr früh geborene Kinder sich prächtig entwickelt haben :-)


  • von marina am 6. Februar 2009, 10:55 Uhr

    unser timo kam am 21.januar in der ssw 30+4 zur welt per kaiserschnitt.er hat sofort selbst geatmet..er hatte 985gr und hat mitlerweile 1230gr.wir sind so glücklich das er so kämpft und ich finde es sollte um jedes kind gekämpft werden egal wann es kommt....


  • von Nathalie am 30. Januar 2009, 17:54 Uhr

    Mein erstes Mädchen kam im 7. Monat zur welt von der srsten Wehe bis zur Geburt gerade mal 6 Stunden für Cortisonspritzen keine zeit Sie Starb nach 8 Stunden,meine Zwillinge kamen in der 24 Woche plus 4 Tage, von der erste Wehe bis zur Geburt 8 Stunden, Sie haben überlebt weil Sie Selbständig geatmet haben
    bei uns in Luxemburg wird so früh geborenen nur ein Chance gegeben wenn sie selbständig atmen,Ich bin der Meinung Aerzte sollten von Fall zu Fall entscheiden Nathalie aus Luxemburg


  • von Sabine am 9. September 2008, 23:38 Uhr

    Es ist sicherlich eine Frage, die niemand wirklich beantworten kann: Ab wann ist das Leben lebenswert und wann soll man dafür kämpfen? Mein Erster war ein Frühchen (34. Woche), meine Zweite eine Reifgeborene, und Nr.3 hat mich in der 7. SSW verlassen. ICh weiß also, wovon ich rede. Aber ich denke, lieber das Frühchen sterben lassen, als es ein Leben lang schwerstbehindert vor sich hinvegetieren zu lassen. Egal, wie schwer es für die Eltern ist, es gehen zu lassen. Ich denke, es ist die humanere Lösung. Für das Kind und für sich selbst.


(6 Kommentare)

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