Gebärhaltung
Welche ist die richtige?

Die meisten werdenden Mütter beschäftigt diese Frage schon lange vor dem Geburtstermin. Fast alle Schwangeren wünschen sich eine natürliche und sanfte Geburt. Selbst nach der besten Vorbereitung gibt es während der Geburt immer wieder Phasen, in denen nichts vorwärtsgeht. Dann hilft es, wenn die werdende Mutter die Haltung einnehmen kann, bei der sie weniger Schmerzen hat.

Im Liegen

Gebärhaltung: Welche ist die richtige?

Immer noch bekommen die meisten Frauen ihr Baby im Liegen.
Das liegt nicht nur daran, dass der Geburtshelfer dann einen guten Blick auf den Geburtsverlauf hat. Viele Frauen können in der Zeit zwischen den Wehen im Liegen am besten entspannen. Im Liegen kommt dem Kind allerdings nicht die Schwerkraft zur Hilfe. So dauert die Pressphase durchschnittlich etwa ein Drittel länger als in einer aufrechten Gebärhaltung.

In aufrechter Haltung / Auf dem Gebärstuhl

Eine Entbindung in aufrechter Haltung bzw. auf dem Gebärstuhl hat Vorteile: Die Geburt geht schneller voran. In der aufrechten Haltung können Frauen viel besser mitarbeiten. Aber auch das Ungeborene hilft durch die Schwerkraft mit.
Aufrecht rutscht das Köpfchen des Babys nicht mehr zurück und statt nach fünf werden die meisten Babys schon nach zwei Presswehen geboren. Auch Dammverletzungen kommen in vertikaler Gebärhaltung seltener vor.

Im warmen Wasser

In den letzten Jahren hat sich die Pool-Geburt immer mehr durchgesetzt. Schließlich ist eine Geburt im Wasser nicht gefährlicher als außerhalb der Wanne - das weiß man heute: Das Neugeborene ist nicht in Gefahr zu ertrinken oder sich im Badewasser mit Keimen zu infizieren. Über die Nabelschnur wird es ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Außerdem ist die Geburt kürzer und schmerzärmer: Durchschnittlich werden Wassergeburt-Babys zwei Stunden eher geboren als Babys bei einer Geburt im Kreißbett. Die Frauen können im warmen Wasser viel besser entspannen und brauchen deshalb seltener Schmerz- oder Wehenmittel.