Entbindung

Geburtshaus auch für mich?

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Entbindung: Geburtshaus auch für mich?
 © elaine hudson - Fotolia.com
  • Die Schwangerschaft verläuft normal, dem Ungeborenen geht es gut, Sie erwarten keine Zwillinge - das sind die wichtigen Voraussetzungen für eine Entbindung im Geburtshaus.
  • Weil Risikofälle ausgeschlossen werden, sind Geburten im Geburtshaus sehr sicher. Nach einer Studie zur „Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe“ kommt es bei Entbindungen im Geburtshaus nicht häufiger zu Problemen bei Mutter und Kind als in der Klinik.
  • Etwa zehn Prozent der im Geburtshaus begonnenen Entbindungen enden in der Klinik, weil sich die werdende Mutter und die Hebammen zu einer Verlegung entscheiden. Zum Beispiel, weil die Geburt nicht weiter vorangeht.
  • Manche Geburtshäuser ziehen für die Entbindung einen Arzt hinzu, die Regel ist das jedoch nicht.
  • Geburtshäuser haben keine Wochenstation. Das heißt: Mutter und Kind gehen etwa drei bis vier Stunden nach der Geburt nach Hause. Für die Nachsorge kommt die Hebamme jeden Tag.
  • Geburtshäuser rechnen direkt mit den Kassen ab. Übernommen werden in jedem Fall die Kosten für die Betreuung vor der Geburt, für die Entbindung selbst und für die Nachsorge. Aber: Wenn sich die Kasse stur stellt, bleiben etwa 500 Euro für die Benutzung des Geburtshauses an Ihnen hängen. Deshalb immer vorher verhandeln. Sie haben gute Argumente: Eine Entbindung im Krankenhaus kostet die Kasse mindestens dreimal so viel wie eine Geburt im Geburtshaus.
  • Wenn Sie sich eine Entbindung im Geburtshaus vorstellen können, nehmen Sie möglichst früh (am besten um die 16.Woche herum) Kontakt auf. Es gibt mittlerweile etwa 200 Geburtshäuser in Deutschland. Sicher finden Sie eines, das für Sie in erreichbarer Nähe ist.

Wo wollen Sie Ihr Kind bekommen?

Was ist Ihnen für die Geburt Ihres Kindes wichtig? Wollen Sie für alle medizinischen Eventualitäten gerüstet sein? Oder ist Ihnen ein ruhige Umgebung, Geborgenheit und alternative Methoden der Schmerzbehandlung wichtiger? Hier finden Sie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Geburtsorte im Überblick.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Lissy am 13. Juni 2011, 20:24 Uhr

    Ich habe mein erstes Kind im Geburtshaus entbunden u. möchte nun mein Zweites ebenfalls dort entbinden. Für mich war es das Richtige. Meine Hebamme dort war sehr kompetent u. verfügte auch über Mittel um die Wehen anzuschieben o. ä. Ich habe zwar keinen Vergleich mit einer Klinikgeburt, aber mir hat gefallen, dass man sehr stark auf die Belange der Frau einging. Gerade die gemeinsame Nacht zu dritt im gr. Bett des Geburtshauses werde ich nie vergessen.


  • von Dini am 7. März 2011, 20:09 Uhr

    Ich habe mich bewusst entschieden mein erstes Kind im Geburtshaus zu bekommen, auch zu den Vorsorgen war ich schon dort. Ich hatte eine lange und anstrengende Geburt und ich hatte die ganze Zeit eine super motivierte und liebevolle Hebamme an meiner Seite. Ihr glaube an mich ,meinen Mann und unseren ungeborenen Sohn hat mich selbstbewusst das Wunder der Geburt erleben und spüren lassen.
    Ich kann es nur jeder Frau empfehlen!


  • von some am 2. Dezember 2010, 13:25 Uhr

    Vorab, Geburtshausgeburten finde ich toll.

    Was ich schade finde ist, dass in diesem Artikel ausdrücklich steht, dass Geburtshausgeburten sehr sicher sind, da Risikofälle ausgeschlossen werden (was auch stimmt) - aber ikm Abschnitt über Hausgeburten steht dieser assus nicht mit drin, statt dessen wird dort darauf verwiesen, dass Klinikgeburten immer sicherer seien. Diese Logik von Seiten der Autoren leuchtet mir nicht ein.


  • von Bini am 4. März 2009, 23:05 Uhr

    kann mich meinen beiden Vorrednerinnen nur anschließen.
    habe unsere 2. Tochter im Geburtshaus zur Welt gebracht. Dort war ich ein Mensch der eine schwere aber ganz besondere Aufgabe zu erledigen hatte. Ich war der Mittelpunkt und musst mich nicht für meine Bedürnisse entschuldigen.
    Ich werde mich mein Leben lang diese Geburt als ein ganz besonderes Ereigniss in Erinnerung behalten (im Gegensatz zur ersten Geburt die im Krankenhaus ablief)
    Das direkte nach Hause fahren war zwar etwas beschwerlich, aber das eigene Bett ist durch nichts zu ersetzten.


  • von Melanie am 7. August 2008, 12:39 Uhr

    Meine Tochter kam vor etwa 10 Monaten im Geburtshaus auf die Welt. Sie ist mein 2.Kind. Da ich bereits bei meinem Ersten (Sohn) im KH entbunden habe und durch mehrere Fehlgeburten auch im KH liegen musste, stand der Entschluss bei meiner Tochter fest. KEIN Krankenhaus! Dieses Sterile und Unpersönliche ist nichts für mich. Ich und mein Mann waren total begeistert von der Atmosphäre und allem. Wir wurden von einer tollen Hebamme betreut bis meine Kleine da war (ganze 12 Std.). Zum Schluß kam noch mein Frauenarzt der das Geburtshaus leitet um zu helfen bzw. zu untersuchen. Ich war danach so stolz, dass ich die Geburt "alleine" und ohne Schmerzmittel durchgestanden habe. Ein tolles Gefühl! Vorallem bin ich 2,5 Std. nach der Geburt wieder zu Hause bei meine Sohn gewesen, der es kaum fassen konnte, dass er vorm Schlafengehen noch allein war und jetzt großer Bruder ist. Jetzt bin ich wieder im 4. Monat schwanger und werde auch mein 3.Kind dort entbinden. Ich kann so eine Geburt nur empfehlen!


(6 Kommentare)

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