Hypnobirthing
Gebären ohne Schmerzen?

Hypnobirthing
© Thinkstock, Dean Bertoncelj

Hypnobirthing

Erfahrungen einer Hebamme mit Hypnobirthing:

Gaby Renkl (56 Jahre) arbeitet als Hebamme im Geburtshaus Regenbogen in Neustadt an der Aisch.

"Wir bieten im Geburtshaus natürlich schon ein ziemlich geschütztes emotionales Umfeld. Aber es klingt für mich plausibel, dass eine Frau sich zusätzlich ihr eigenes 'Werkzeug' für die Geburt mitnimmt. Auch wenn die Geburt nicht schmerzfrei wird - bei der Selbsthypnose wird für jedes Stadium eine andere Atem- oder Entspannungstechnik und Hilfestellung des Partners erlernt, und allein das Gefühl, vorbereitet und gestärkt in die Geburt zu gehen, macht die Frauen erstaunlich gelassen.
Ich erinnere mich noch gut an eine sehr zierlich junge Frau, die sich mit Selbsthypnose vorbereitet hatte: Sie war unglaublich gelassen und wartete die ganze Zeit darauf, dass es endlich mal mehr wehtut. Vergeblich.
Was ich besonders schön finde: Bei der Selbsthypnose ist der Partner die wichtigste Bezugsperson bei der Geburt, weil er ja seiner Frau durch kleine Gesten sagt, was sie jetzt tun oder ausprobieren kann. Alle Paare, die so entbunden haben, konnten wirklich sagen: 'Wir haben ein Kind bekommen.'
Was für die Hypnose wie auch für andere Entspannungstechniken gilt: Die werdende Mutter muss ein großes Interesse an den Vorgängen vor und während der Geburt mitbringen, sie muss wirklich selbstbestimmt sein wollen. Mit dem Motto 'Augen zu und durch' kommt man hier nicht weiter."

Von:Juliane Büttinghaus