OP statt Wehen
Wird es ein Kaiserschnitt?

Für Mediziner ist der Kaiserschnitt Routine, für die werdenden Eltern ein großes Ereignis. Noch dazu stehen auf einmal so viele Fragen im Raum! Hier finden Sie die Antworten.

Den Geburts-Tag planen oder auf Wehen warten?

Steht fest, dass Ihr Baby mit Kaiserschnitt geholt werden soll, bekommen Sie fast immer einen genauen Termin für den Eingriff. So kann die Klinik planen, und das OP-Team steht bereit. Sie möchten Ihr Baby nicht gern überrumpeln und lieber auf sein Signal warten? Dann reden Sie am besten noch einmal mit den Klinikärzten. In großen Häusern ist der OP rund um die Uhr betriebsbereit, es ist also durchaus möglich, auf die Wehen zu warten. Und, keine Sorge – gerade beim ersten Kind bleibt auch mit Wehen noch ausreichend Zeit, in die Klinik zu fahren und in aller Ruhe die Operationsvorbereitungen zu erledigen. Doch zu aufregend für Sie, mit Wehen in den OP zu gehen? Ein Termin für den Kaiserschnitt nach der vollendeten 39. Schwangerschaftswoche garantiert Ihnen auf jeden Fall, dass Ihr Kleines den Mutterleib nicht zu früh verlassen muss.

Normaler Geburtsbeginn – und dann doch ein Kaiserschnitt?

Mit einer PDA erleben Sie alles live mit!

Die Hälfte der Kaiserschnitte ist nicht geplant, sondern geburtshilflicher Notfall. Womöglich kommt das Baby mit dem Wehendruck nicht mehr gut zurecht, und es droht Sauerstoffmangel - also muss es schnell auf die Welt. Und das heißt: per Kaiserschnitt. Hektik lässt sich dann leider nicht vermeiden – beispielsweise müssen Sie noch schnell eine Einverständniserklärung unterschreiben. Wenn eine PDA bereits liegt, kann sie für den Kaiserschnitt aufgerüstet werden. Oder Sie bekommen eine Vollnarkose. Oft fehlt die Zeit für Erklärungen und ein bisschen seelischen Zuspruch. Gerade werdende Väter fühlen sich jetzt oft an den Rand gedrängt und mit ihren Sorgen allein gelassen. In den meisten Kliniken dürfen sie aber inzwischen mit in den OP. Wie es da jetzt zugeht? Nach der hektischen Entscheidungsphase herrscht Ruhe nach dem Sturm. Jeder Handgriff sitzt, und ein paar Minuten später ist das Baby da. Wenn eine örtliche Betäubung liegt, sind Sie ganz mit dabei. Aber auch die kurze Vollnarkose haben Sie bald verkraftet und können sich an Ihrem Baby freuen. Kleiner Trost: Väter, die nach einem Kaiserschnitt Ihr Baby in der allerersten Zeit ganz für sich haben, entwickeln früh eine enge Bindung zu ihm. Eine wunderbare Basis fürs Familienglück!