Kaiserschnitt

Beim zweiten Kind sofort in den OP?

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Kaiserschnitt auf Wunsch - was raten Sie unserer Userin?


"Meine erste Geburt war ziemlicher Horror. Jetzt frag' ich mich, ob ich vielleicht einen geplanten Kaiserschnitt in Erwägung ziehen sollte. Andererseits will ich eigentlich nicht der Natur ins Handwerk pfuschen."

Was würden Sie der Eltern.de-Userin raten? Lieber wieder versuchen, das Kind auf normalem Wege zur Welt zu bringen? Oder doch eher einen geplanten Kaiserschnitt vornehmen lassen? Was halten Sie überhaupt vom Kaiserschnitt auf Wunsch? Schildern Sie uns Ihre eigenen Erfahrungen und sagen Sie uns Ihre Meinung, indem Sie den Artikel unten auf der Seite kommentieren. Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge!

Einmal Kaiserschnitt - immer Kaiserschnitt?

Viele Frauen, deren erstes Kind per Kaiserschnitt auf die Welt kam, fürchten, beim zweiten Kind sofort auf eine Geburt im OP festgelegt zu sein. Das lässt sich aber so pauschal nicht sagen. Denn die neuen Nahtmethoden helfen heute dabei, das Risiko, dass die Narbe im Uterus unter Wehen reißen könnte, zu minimieren.

Schwangere, die bereits einen Kaiserschnitt hatten, sollten sich daher eingehend mit ihrem Frauenarzt, ihrer Hebamme und den Klinikärzten eingehend beraten. Dabei sollten sie den Wunsch nach einer normalen Geburt entschieden äußern - dann wird man sich bemühen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Kaiserschnitt oder Spontangeburt?

Stehen Sie vor ähnlichen Überlegungen wie die Eltern.de-Userin? Wir haben einige Argumente für und gegen den Wunsch-Kaiserschnitt zusammengestellt. So können Sie testen, welchen sie zustimmen - und vielleicht etwas leichter eine Entscheidung treffen.

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  • von Sabine am 1. Oktober 2013, 14:37 Uhr

    Ich hatte bei Kind 1 einen Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand. Das ganze Geburt lief nicht besonders toll. Einleitung erfolgte 10 Tage über errechnetem Geburtstermin. Nach stundenlangem Quälen war der Muttermund endlich 4-5 cm geöffnet. Ich habe gegen die starken Wehen eine PDA legen lassen. Doch dann ging nichts mehr weiter. Das Kind hatte den Kopf gedreht und drückte aufs Steißbein. Kein Drehen möglich, kein Vor und kein Zurück. Die Herztöne des Kindes ließen nach. Also schnell in den OP. Verstärkung der PDA ging schief, deshalb hatte ich eine Vollnarkose und habe nichts mitbekommen.
    Mein Glück: Der Papa hat alles gefilmt, als die Hebamme das Kind versorgte und untersuchte.
    Aber für mich war der Kaiserschnitt an sich nicht das schlimme, sondern dass ich die Schmerzen davor und danach hatte.
    Trotzdem: Das zweite Kind wird ein geplanter Kaiserschnitt werden. Weil ich riesige Angst davor habe, dass alles wieder so schief läuft. Dann lieber gleich in den OP.


  • von Sonnenschein am 25. September 2012, 11:36 Uhr

    Ich habe vor 10 Woche meine kleine Tochter per geplanten Kaiserschnitt zur Welt gebracht und ich werde auch mein nächstes Kind so zur Welt bringen. Das war die beste Entscheidung die ich je treffen konnte. Mein Arzt war prima und ich habe schon nach 4 Tage keine Schmerzmittel mehr benötigt. Mir geht's einfach bestens. Ich denke jede Frau muss sich frei entscheiden können wie sie ihr Kind zur Welt bekommen möchte, denn wir sind diejenigen die die Schmerzen ertragen müssen, egal auf welche Weise. Bei vollem Bewusstsein in einem OP zu liegen und an einem wird operiert ist bestimmt genauso eine Meisterleistung wie eine vaginale Geburt. Ich bin stolz auf mich die Zeit im OP so "gut" überstanden zu haben und hab mein Kind genauso gleich auf den Arm bekommen wie in einem Kreissaal. Kinder sind doch einfach das schönste auf der Welt!


  • von emma29 am 22. Juni 2011, 08:03 Uhr

    Meine 1.Geburt 2009 (Spontan aber mit Einleitung da Präeklampsie in SSW 37) war für mich der absolute Horror - nach der Geburt bin ich erstmal zum heulen auf die Toilette des Kreisaals gegangen - und ich hatte noch 1/2 Jahr danach Albträume davon.
    Als ich nur 10 Monate danach wieder schwanger wurde und diesmal mit Zwillingen dachte ich zuerst auch an Kaiserschnitt aber der Wechsel der Geburtsklinik und Gespräche über mögliche Geburtsabläufe mit den Ärzten haben mich schon im Vorfeld überzeugt es doch spontan zu versuchen - zumal ich die Geburt jederzeit durch Kaiserschnitt hätte beenden können. Brauchte ich aber nicht. Habe die Zwillinge ohne PDA! spontan nur 3 Stunden nach vorzeitigem Blasensprung in SSW 36 entbunden. Eine absolute Traumgeburt.


  • von shellys69 am 9. Januar 2011, 14:24 Uhr

    Hallo!
    "Jede Geburt ist anders!" Meine erste Geburt war auch wirklich nen Horror!
    Meine Zweite war jedoch wunderbar - Es musste zwar wieder mehrere Tage eingeleitet werden, aber es hat dann nur 5 einhalb h gedauert. Ich habe mich gegen Schmerzmittel entschieden und das war auch gut so! Ich habe von Anfang bis Ende alles mitbekommen. Ich war Stolz, dass ich es aus eigenen Kräften geschafft habe!
    Ich bin so froh, dass ich das noch mal erleben durfte.
    Ich habe auch oft an einen Kaiserschnitt gedacht - vorallem als ich Gewissheit hatte, das wieder eingeleitet werden muss - aber eigtl. hatte ich keine Lust so lange im KH zu bleiben und vorallem wollte ich nach der Geburt so mobil wie möglich sein (spazieren gehen, Baby wickeln, baden etc.)- Was nach einem Kaiserschnitt einfach nicht ohne weiteres möglich ist.
    So oder So - das wichtigste ist doch das man von seiner Entscheidung überzeugt ist und ein gütes Gefühl dabei hat.
    Insofern man noch eine Wahl hat ;-)

    Lg


  • von kiki2904 am 15. November 2010, 09:31 Uhr

    Also meine Tochter ist nach 40 Stunden Wehen im Becken stecken geblieben da ich schon eine PDA hatte bekam ich glücklicherweise keine Vollnarkose. Im OP wurde mir meine Tochter mit aller Kraft aus dem Bauch gerissen.Mir wurde danach ein Bruhigungsmittel gegeben da ich keine Luft mehr bekommen habe und bin eingeschlafen. Nach einer Stunde Nähen wurde ich wieder zurück zu meiner kleinen Familie in den Kreissaal geschoben. Ich habe garnichts mitbekommen und nur geschlafen. Das Glücksgefühl das andere Frauen haben war überhaupt nicht da. Die erste Woche hatte ich keinen Bezug zu meiner Kleinen. Mein KS hat sich nach 1,5 Wochen entzündet. Die Narbe musste wieder geöffnet werden und ich musste 4 Wochen jeden Tag zum ausspülen in die Klinik. Es hat 6 Monate gedauert bis die Wunde wieder zuging. Der KS war der reinste Horror und hat mir das genommen was das schönste Erlebnis einer Frau sein sollte. Ich würde nie für einen geplanten KS entscheiden wenn es nicht medizinisch notwendig ist


(47 Kommentare)

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