Kaiserschnitt

Beim zweiten Kind sofort in den OP?

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Kaiserschnitt auf Wunsch - was raten Sie unserer Userin?


"Meine erste Geburt war ziemlicher Horror. Jetzt frag' ich mich, ob ich vielleicht einen geplanten Kaiserschnitt in Erwägung ziehen sollte. Andererseits will ich eigentlich nicht der Natur ins Handwerk pfuschen."

Was würden Sie der Eltern.de-Userin raten? Lieber wieder versuchen, das Kind auf normalem Wege zur Welt zu bringen? Oder doch eher einen geplanten Kaiserschnitt vornehmen lassen? Was halten Sie überhaupt vom Kaiserschnitt auf Wunsch? Schildern Sie uns Ihre eigenen Erfahrungen und sagen Sie uns Ihre Meinung, indem Sie den Artikel unten auf der Seite kommentieren. Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge!

Einmal Kaiserschnitt - immer Kaiserschnitt?

Viele Frauen, deren erstes Kind per Kaiserschnitt auf die Welt kam, fürchten, beim zweiten Kind sofort auf eine Geburt im OP festgelegt zu sein. Das lässt sich aber so pauschal nicht sagen. Denn die neuen Nahtmethoden helfen heute dabei, das Risiko, dass die Narbe im Uterus unter Wehen reißen könnte, zu minimieren.

Schwangere, die bereits einen Kaiserschnitt hatten, sollten sich daher eingehend mit ihrem Frauenarzt, ihrer Hebamme und den Klinikärzten eingehend beraten. Dabei sollten sie den Wunsch nach einer normalen Geburt entschieden äußern - dann wird man sich bemühen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Kaiserschnitt oder Spontangeburt?

Stehen Sie vor ähnlichen Überlegungen wie die Eltern.de-Userin? Wir haben einige Argumente für und gegen den Wunsch-Kaiserschnitt zusammengestellt. So können Sie testen, welchen sie zustimmen - und vielleicht etwas leichter eine Entscheidung treffen.

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  • von Kathy76 am 21. August 2009, 11:59 Uhr

    Hallo,
    Ich habe mich auch bei der 2.Geburt für einen Kaiserschnitt entschieden. Meine erste Geburt war auch der Horror,ewige Wehen und dann noch ein Dammschnitt 3.ten Grades.
    Und ich muß im nachherein sagen,daß es die beste Entscheidung war überhaupt! Der Kaiserschnitt war pillepalle als zu der normale Geburt und ich werde es jetzt bei meiner 3. Geburt genauso wieder machen.


  • von Tweety1975 am 20. August 2009, 23:49 Uhr

    Teil 4

    Die Geburt ist nun 14 Monate her und ich mache immer noch jeden Tag 45 Minuten Beckenbodentraining (mit Elektrostimulation und Biofeedback). Kostbare Zeit, die ich gerne anders verbringen würde.
    NEIN! NIE WIEDER werde ich ein Kind auf die natürliche Weise gebären. Ich bereue jeden Tag, dass ich keinen KS gewählt habe und würde die Geburt an sich gerne rückgängig machen. Leider geht das nicht...


  • von Tweety1975 am 20. August 2009, 23:49 Uhr

    ...Teil 3.
    Bei KS-Müttern wird gesagt, dass sie das Gefühl haben, das Kind nicht selbst geboren zu haben. Aber was soll ich denn sagen? Meine Kleine wurde mir aus dem Leib gezogen und bzw von oben gepresst. Selbst habe und konnte ich psychisch als auch physisch nicht dazu beitragen. Irgendwie fand die Geburt ohne mich statt.
    Das Ende der Geschichte: Ich habe mich nach einem Jahr durchgerungen, eine psychologischer Behandlung um das Geburtstrauma zu verarbeiten, zu machen. Die körperlichen Geburtsschäden (bis auf den Nervenschaden im Beckenboden (taub), der ist irreparabel) habe ich 13 Monate nach der Geburt mit vier Tagen Krankenhaus reparieren lassen. D.H. noch mal den Riss und Dammschnitt auftrennen, wieder diese Schmerzen.... und ich darf die Kleine, die inzwischen 10 kg wiegt 6 Wochen nicht tragen (praktisch gar nicht machbar). ... 4.Teil folgt...


  • von Tweety1975 am 20. August 2009, 23:47 Uhr

    ...Teil 2...
    Meine Tochter wurde sofort zur Untersuchung mitgenommen. Also kein glückseliges Knuddeln. Dafür gratulierten mir in der Zwischenzeit ca. 12-15 Leute mit Gesichtsmasken, die alle bei der Geburt dabei waren. Keine Ahnung, wer das alles war... Die Vorstellung, dass mit alle zwischen die Beine gucken konnten und im schecklichsten, hilflosesten Moment meines Lebens dabei waren ist nicht schön. Ich fühlte mich so ausgeliefert.
    Die Kleine selbst hatte eine dicke Beule und Bluterguss am Kopf, schrie die ersten drei Tage durch. Selbst die Hebammen gaben sie mir wieder zurück nachdem sie eine Stunde das Säuglingszimmer zusammen gebrüllt hatte. Ihr ging es definitiv nicht gut. Soviel zum sanfteren Weg in das Leben... ihrer war brutal. ...Teil 3 folgt...


  • von Tweety1975 am 20. August 2009, 23:45 Uhr

    Ich kann den Wunsch nach einem KS sehr gut nachvollziehen.
    Meine Tochter kam als Sternengucker auf sehr turbulente Weise (man könnte auch sagen, im OP herrschte das totale Chaos) per Glocke und Kristallerhilfe (haben 3 verschiedene Ärzte an mir ausprobiert) auf die Welt. Während der Geburt habe ich hyperventiliert und vor Angst am ganzen Leib gezittert. Leider hat mir niemand einen KS angeboten. Mein Damm wurde geschnitten und ich bin trotzdem gerissen. Von dem Scheidenriss (6cm) habe ich erst 10 Monate spätere erfahren, als ich wg. der bleibenden Schmerzen in einer Beckenbodenklinik Rat suchte. Als die Kleine draußen war, habe ich geheult. Nicht vor Glück, sondern weil ich froh war, dass es endlich vorbei war. ... 2. Teil folgt...


(47 Kommentare)

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