Vorfreude, Angst und Ungeduld
Stimmungschwankungen sind typisch für diese Zeit: Einerseits sind viele Frauen die Beschwerden der Schwangerschaft leid und sie freuen sich darauf, ihr Baby endlich in den Armen halten zu können. Andererseits ist die Zeit nach der Geburt mit vielen Fragezeichen verbunden: Werde ich das alles schaffen?
Wie wird mein Leben sich verändern? Wie sehr wird das Kind mich in Anspruch nehmen? Vor allem aber beschäftigen sich Schwangere in den letzten Wochen mit der Geburt. Kurz vor dem errechnetem Termin wächst die Angst vor den Wehen, vor möglichen Komplikationen für sich selbst oder das Baby. Viele Frauen empfinden so etwas wie Versagensangst. Auch wenn sie sich gut informiert haben, ist das bevorstehende Ereignis dennoch etwas vollkommen Unbekanntes, das man nicht einschätzen kann.
Manche Frauen versuchen, möglichst wenig darüber nachzudenken. Die meisten aber wollen über die bevorstehende Geburt reden. Gespräche mit dem Partner, geburtserfahrenen Freundinnen und Verwandten helfen, mit den Ängsten besser umzugehen. Auch im Geburtsvorbereitungskurs haben Schwangere die Möglichkeit, sich auszutauschen.
Quälende Gedanken lassen sich manchmal durch Atem- und Entspannungsübungen wie Yoga oder Massage vertreiben. Es ist auch gut, sich Bewegung zu verschaffen: Wer Spaziergänge macht, schwimmt oder tanzt, löst nicht nur Verkrampfungen, sondern verbessert auch das Gefühl für den eigenen Körper.
Wenn Sie ständig mit Angstvorstellungen zu kämpfen haben, probieren Sie es mit einem Gedankenstopp-Training: Üben Sie, sich nur zu einer bestimmten Tageszeit mit der Angst zu beschäftigen, um sich danach auch wieder erfreulichen Dingen zuzuwenden. Oder schreiben Sie die Gedanken in ein Buch, dass Sie danach ebenso wie die Angst beiseite legen können.
Beruhigend kann dann auch ein ganz banaler Gedanke sein: Gehen Sie an einem Samstag in die Fußgängerzone und schauen Sie sich die vielen Menschen an. Sie alle sind irgendwann von einer Frau geboren worden - und auch Sie werden das schaffen!







