Gleichzeitig mit dem Baby offenbart die Gebärmutter bei der Geburt noch ein anderes ihrer monatelang gehüteten Geheimnisse: die Nabelschnur. Ein dickes, gewundenes, elastisches Kabel, das dem Ungeborenen neun Monate lang als Lebensader diente. Während der Schwangerschaft hat die Nabelschnur für einen ständigen Blutaustausch zwischen Mutter und Kind gesorgt, wobei die Mutter über ihren Mutterkuchen (= Plazenta) Sauerstoff und Nahrung lieferte, während das Kind verbrauchtes Blut zurückschickte. Nach seinem ersten Atemzug muss das Neugeborene selbstständig atmen und essen. Dennoch versiegt der Strom im Inneren der Nabelschnur nicht sofort. Und solange er fließt – das sanfte Pochen ist deutlich sichtbar –, kann er dem Baby weiter Blut aus der Plazenta bringen.
Vor zehn, fünfzehn Jahren war es üblich, die Nabelschnur auf jeden Fall auspulsieren zu lassen. Befürworter der sanften Geburt waren überzeugt, dass die Extraportion Blut, die das Baby dabei über die Nabelschnur empfängt, ihm guttut. Die Gegner hingegen warnten vor den zusätzlichen Blutkörperchen, deren Abbau die Leber des Neugeborenen überfordern und eine Gelbsucht auslösen würde. Heute weiß man: Die Wahrheit liegt dazwischen. Das Plazentablut aus der Nabelschnur ist wichtig - aber so wichtig auch wieder nicht. Ein reifes, gesundes Neugeborenes braucht keine zusätzliche Portion. Genauso wenig aber bekommt es Probleme, wenn man ihm das Extrablut trotzdem liefert. Deshalb ist es im Grunde egal, wann beim neugeborenen Baby die Nabelschnur durchtrennt wird.
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Hallo ich habe mal ne frage bei mein kind ist der nabel beim wickel ab gegangen und da war so eine feste flüssig keit die so gelblich aus schaut aber nicht richt und ich wollt nal fragen ob das normal ist oder ich zu arzt gehen sollte
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