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Der erste Sex nach der Geburt

Sie haben jetzt wieder Lust auf Sex? Doch ist jetzt schon wirklich alles wie früher? Muss man nach der Geburt auf etwas achten und wie ist das mit dem Wochenfluss? Hier bekommen Sie Antworten auf die vier häufigsten Fragen.

Pärchen kuschelt im Bett nach dem ersten Sex nach der Geburt
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Tut Sex nach der Geburt weh?

Das muss nicht sein. Da unten musste ein Baby durch. Das war anstrengend und schmerzhaft. Klar, dass Sie das nicht einfach aus dem Kopf bekommen. Beim Sex sind schließlich die gleichen Körperregionen beteiligt wie bei der Geburt.

In den ersten sechs Wochen danach kann es sich unangenehm anfühlen, wenn der Penis gegen die noch nicht wieder zurückgebildete Gebärmutter drückt. Aber so bald nach der Entbindung haben ohnehin nur etwa zehn Prozent der Paare Lust auf Sex. Ihnen hilft eine Stellung, bei der der Penis nicht so tief eindringt (zum Beispiel die Löffelchen-Stellung).
Wenn Sie einen Dammschnitt oder Dammriss hatten: Bis alles wieder ganz heil ist, können bis zu sechs Wochen vergehen. Danach dürfte sich der Sex eigentlich nicht viel anders anfühlen als vorher. Das tut er aber bei den meisten Frauen: Beim ersten Mal nach dem Baby spukt eine wilde Mischung aus Angst und Neugier, aus Lust und Rollenkonflikt (Was macht Mama da?) durch den Kopf. Und, ganz klar, ein Ohr ist immer beim Baby. Was hilft? Zeit, Zärtlichkeit und sich neu entdecken.

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Meine Vagina ist zu weit

Keine Sorge, sie bildet sich zurück. Die Aachener Hebamme Lisa Färber, 34, sorgt bei ihren Kursen zur Rückbildung regelmäßig für Lacherfolge: "Vergesst es, dass sich der Penis eures Mannes jetzt fühlen muss wie ein Smart im Sankt-Gotthard-Tunnel", sagt sie den jungen Müttern. "Eure Vagina ist elastisch wie ein Gummiband. Sie dehnt sich bei der Geburt extrem aus, aber sie zieht sich zusammen, kaum dass das Kind draußen ist."
Die Hebamme hat Recht. Sexualtherapeuten bestätigen, dass ihnen so gut wie nie ein Mann begegnet, der Sex-Probleme hat, weil seine Frau zu weit ist. Also - weg mit diesen Bedenken. Gezielte Rückbildungsgymnastik (Kurse bieten Krankenhäuser und Hebammen) strafft den Beckenboden und macht Sie sicher, dass die Blase beim Sex dicht bleibt.

Die Scheide ist zu trocken

Dagegen kann man etwas tun. Der Östrogenspiegel im Blut ist niedrig, wenn Sie Ihr Baby stillen. Und das wirkt tatsächlich auf die Schleimdrüsen in der Vagina - sie sondern weniger Sekret ab. Weniger - nicht gar keines. Das heißt: Sie und Ihr Partner brauchen mehr Geduld, bis Sie sich schön feucht anfühlen. Bei einem Teil der stillenden Frauen wirkt auch das nicht immer, dann kann eine Gleitcreme helfen.
Ganz wichtig: Stillen ist kein Verhütungsmittel! Schon wenn zwischen zwei Brustmahlzeiten mehr als vier Stunden liegen, reicht der Prolaktinspiegel im Blut nicht zuverlässig aus, um den Eisprung zu unterdrücken! Deshalb ans Verhüten denken, wenn Sie nicht gleich wieder schwanger werden wollen.
Geeignete Mittel: Kondom und Minipille.

Ich sehe da unten schrecklich aus

Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen: Nach zwei Wochen ist alles gut!
Bei etwa 30 Prozent der Wöchnerinnen sehen die äußeren Geschlechtsorgane schon fünf bis sieben Tage nach der Entbindung wieder aus wie vorher. Mit einer Dammnaht dauert es länger, etwa vierzehn Tage bis drei Wochen. Schwellungen und Blutergüsse, die nach einer schweren Geburt zurückbleiben, brauchen auch Zeit, um abzuklingen - etwa zwei Wochen. So weit die Medizin. Tatsächlich fühlen sich aber viele Frauen nach der Geburt länger als zwei, drei Wochen wie verwundet. Jetzt hilft Gelassenheit: Auch wenn medizinisch nichts gegen Sex mit Wochenfluss spricht (das Sekret ist nicht infektiös) – man muss keinen haben! Sie entscheiden, wann Sie sich untenherum wieder gut finden.

Von:Rosemarie Wetscher