Vorwehen
Was unterscheidet sie von echten Wehen?

Ihr Bauch wird jetzt manchmal hart, obwohl es bis zur Geburt noch eine Weile dauert? Was Sie spüren, sind wahrscheinlich Vorwehen. Hier lesen Sie, warum sie meist harmlos sind und wie Sie Vorwehen von echten Wehen unterscheiden können.

Ab wann kann ich Vorwehen bekommen?

Vorwehen: Was unterscheidet sie von echten Wehen?

Damit der Gebärmuttermuskel fit für die Wehenarbeit ist, übt er schon mal kräftig - ohne dass die werdende Mutter aktiv etwas tun muss. Dieses Training erfolgt durch Konktraktionen; besonders intensiv übt die Gebärmutter in der 26. bis 33. Schwangerschaftswoche.

Woran erkenne ich Vorwehen?

Vorwehen dauern circa 25 Sekunden und werden schwächer, wenn Sie sich Ruhe gönnen oder warm baden. Häufiger als dreimal pro Stunde und zehnmal am Tag kommen sie nicht. Und: Vorwehen sind fast schmerzlos, auch wenn der Bauch hart wird.

Wie unterscheide ich Vorwehen von echten Wehen?

Am besten nehmen Sie ein warmes Bad - zur Sicherheit sollte jemand bei Ihnen sein. Werden die Wehen beim Baden schwächer, waren es Vorwehen. Verstärken sie sich, haben Sie echte Wehen.

Echte Wehen erkennen Sie auch an folgenden Merkmalen: Die Kontraktionen dauern 20 bis 60 Sekunden und sie treten über eine Stunde hinweg etwa alle fünf bis sieben Minuten auf. Werden Sie stärker, sollten Sie den Frauenarzt oder die Hebamme anrufen und ins Krankenhaus fahren.

Es wäre noch ein wenig früh, wenn das Baby jetzt schon zur Welt käme? Damit Sie wissen, was Sie jetzt für sich und Ihr Kind tun können, haben wir alles über vorzeitige Wehen für Sie zusammen gestellt.

Und wenn ich nicht sicher bin, ob es Vorwehen oder echte Wehen sind?

In manchen Ratgebern findet sich der Hinweis, nur ja nicht zu früh ins Geburtshaus oder in die Klinik zu fahren. So, als würde man den Betrieb stören, wenn man noch keine echten Wehen zu bieten hat.

Doch wenn Sie unsicher sind, wenn Sie lieber in einer geschützten Umgebung und schon "vor Ort" sein möchten - fahren Sie auf jeden Fall los. In den meisten Kliniken gibt es gemütliche Wehenzimmer, genau für die Zeit, in der es noch zu früh ist für den Kreißsaal.

Und: Heimgeschickt werden Sie nur, wenn alles abgeklärt ist und Sie wieder die Nerven und die Ruhe zum Weiterwarten haben. Andererseits sollten Sie sich aber auch nicht darauf drängen lassen, die Geburt einzuleiten, wenn sich die "richtigen" Wehen einfach noch nicht einstellen wollen.

Von:Rosemarie Wetscher