Heuschnupfen & Co.
Was hilft Schwangeren gegen die Allergie?

Rote Augen, laufende Nase - jetzt fliegen die Pollen wieder. Dürfen Schwangere etwas gegen Heuschnupfen nehmen? Was hilft Asthmatikerinnen oder Neurodermitikerinnen während der Schwangerschaft? Einige Antworten.

Heuschnupfen & Co.: Was hilft Schwangeren gegen die Allergie?

Viele Allergikerinnen stehen während der Schwangerschaft vor der Frage: Darf ich jetzt überhaupt noch Medikamente einnehmen, um die Beschwerden zu lindern? Und wenn ja, welche? Vor allem Frauen, die unter allergischem Asthma leiden, sind häufig verunsichert. Doch auch ein vermeintlich harmloser Heuschnupfen sollte während der Schwangerschaft weiter behandelt werden. Nur wie? Hier haben wir einige wichtige Fragen zusammengestellt:

Wie kann man Heuschnupfen in der Schwangerschaft behandeln?

Wenn die Beschwerden nur leicht sind, genügt es manchmal schon, die Pollen zu reduzieren. Professor Arthur Helbling, Leitender Arzt der Allergologisch Immunologischen Poliklinik des Inselspitals Bern, empfiehlt dazu, mit geschlossenen Fenstern Auto zu fahren, sich vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen und nicht bei offenem Fenster zu schlafen.

Was ist mit Nasenspray und Augentropfen?

"Unbedenklich sind Nasentropfen mit Kochsalzlösung", sagt Professor Helbling. Bei stärkeren Beschwerden in Augen und Nase könne man aber auch in der Schwangerschaft frei verkäufliche Antihistaminika anwenden. Sie wirken nur auf einen sehr kleinen Bereich der Schleimhaut - "Schäden beim Ungeborenen sind bis heute nicht beobachtet worden", so der Berner Experte. Das gleiche gilt für minimal dosierte Cortisonsprays und solche, die Cromoglicinsäure enthalten.

Und wenn das alles nicht mehr hilft?

"Dann sollte die Frau zu einem Allergologen gehen und sich ein Mittel zum Einnehmen verschreiben lassen", rät Arthur Helbling. Natürlich darf kein Arzt schwangeren Frauen leichtfertig Medikamente geben. "Aber ein unbehandelter allergischer Schnupfen ist kein Wehwehchen, bei dem man einfach abwarten sollte."

Vor allem bei allergischem Asthma ist es wichtig, die Krankheit unter Kontrolle zu halten - darauf weist auch Professor Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) im neuen "Ratgeber aus Ihrer Apotheke". Denn Asthmanafälle führen unter Umständen zu Komplikationen während der Schwangerschaft. Außerdem könnte das Wachstum des Kindes beeinträchtigt werden. Also bitte nicht auf die eigene Faust notwendige Medikamente absetzen!

Wenn Sie unter allergischem Asthma leiden, sollten Sie sich zur Sicherheit mit Ihrem Frauenarzt besprechen und regelmäßig zur Kontrolle gehen. Der Gynäkologe kann Ihnen auch sagen, wie Sie sich richtig verhalten, wenn ein Anfall droht.