Ringelröteln

Mehr wissen, weniger Risiko

Weiterleiten Drucken

Welche Symptome deuten auf Ringelröteln hin?


  • ringförmige rote, juckende und zum Teil erhabene Flecken
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • manchmal Gelenkschmerzen
  • zum Teil Fieber

Hier sehen Sie, welche Symptome eher auf Röteln hindeuten.

Wie steckt man sich mit Ringelröteln an?

Eine Ansteckung mit Ringelröteln gefährdet vor allem Ungeborene, deren Mütter bereits ein kleines Kind haben. Denn das Ringelröteln-Virus wird häufig in Krabbel- oder Kindergartengruppen weitergegeben. Doch keine Panik: Etwa die Hälfte aller erwachsenen Frauen hat bereits - oftmals unbemerkt - Ringelröteln gehabt und ist damit immun. Außerdem löst das Virus nur bei etwa einem Drittel der Erwachsenen, die nicht immun sind, tatsächlich Ringelröteln aus. Und: Selbst wenn sich eine Schwangere mit Ringelröteln ansteckt - nur in 30 Prozent der Fälle wird auch das Ungeborene infiziert.

Wie lange sind Ringelröteln ansteckend?

Ringelröteln sind ein bis zwei Wochen vor Auftreten des Ausschlags ansteckend - und dann bis zu seinem Abklingen.

Wie lange dauert bei Ringelröteln die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit beträgt bei Ringelröteln zwei bis drei Wochen.

Wie werden Ringelröteln behandelt?

Eine spezielle Behandlungsmethode gibt es bei Ringelröteln nicht.

Kann ich mich gegen Ringelröteln impfen lassen?

Nein, eine Impfung gegen Ringelröteln ist bislang nicht möglich. Auch die Röteln-Impfung bietet keinen Schutz vor Ringelröteln.

Bin ich nach einer Ringelröteln-Erkrankung dauerhaft immun?

Die meisten Menschen sind nach einer Ringelröteln-Erkrankung dauerhaft immun. Bei einigen Menschen sind jedoch auch nach einer Ringelröteln-Infektion nicht genügend Antikörper im Blut vorhanden. Deshalb sollten Schwangere in jedem Fall weiterhin vorsichtig sein und ihr Kleinkind gegebenenfalls erst einmal nicht mehr in die Kita bringen.

Warum sind Ringelröteln in der Schwangerschaft gefährlich?

Eine Infektion mit Ringelröteln verursacht beim Ungeborenen keine Fehlbildungen. Allerdings reduziert sich durch das Virus die Zahl der roten Blutkörperchen. In acht bis zehn Prozent der Fälle reagiert das Baby im Bauch darauf mit Wassereinlagerungen, die gefährlich werden können.

Mithilfe eines Antikörper-Suchtests kann der Arzt feststellen, ob ein Schutzwert (Titer = Gehalt an Antikörpern gegen Ringelröteln) vorhanden ist. Der Ringelröteln-Test gehört jedoch nicht zur Standard-Schwangerschaftsvorsorge, sondern kostet zwischen 15 und 30 Euro. Lassen sich keine Antikörper nachweisen, lässt sich eine akute Infektion mit Gammaglobulinen verhindern. Darüber hinaus kann der Arzt während der Schwangerschaft wenig mehr machen als regelmäßig Blut abzunehmen und zu prüfen, ob eine Ansteckung stattgefunden hat.

Und wenn ich mich tatsächlich als Schwangere mit Ringelröteln angesteckt habe?

Bestätigt der Bluttest die Infektion mit dem Ringelröteln-Virus, prüft der Arzt regelmäßig per Ultraschall, ob das Ungeborene auch erkrankt ist. Zeigt es tatsächlich Wassereinlagerungen, kann ihm heute mit einer Bluttransfusion über die Nabelschnur geholfen werden.



Weiterleiten Drucken

Eltern.de User, die sich für Schwangerschaft, Geburt, Babys und alle weiteren Familien-Themen interessieren, treffen sich im Eltern.de Forum.

Fruchtbarkeitskalender, mobile Website und ganz neu die Eltern.de-App: Eltern.de für unterwegs.



 
  • von Eila am 20. Januar 2013, 18:30 Uhr

    Hallo
    Ich finde es auch ziemlich Verantwortungslos von den Ärzten, Krankenkassen (wer auch immer das so beschlossen hat, das dieser Antikörpertest dann nur durchgeführt wird wenn die Bestätigung vorliegt das man auch Schwanger ist und nicht vorher, bevor es zuspät ist für das Baby.
    Ich habe nun das Problem, mein Mann und ich probieren es nun schon eine ganze Weile und ausgerechnet im neuen Jahr treten die Ringelröteln im Kindergarten auf.
    Und die Antwort von der Schwester meiner Gyn: Kommen sie vorbei wenn Ihre Regel ausbleibt und sie einen Test gemacht haben und dieser Positiv ist. Dann können wir schauen wegen diesen Ringelröteln.
    Ja, dann ist es zuspät.


  • von Susi am 6. Dezember 2012, 10:36 Uhr

    Der Artikel sagt nicht, dass eine Infektion des Ungeborenen nicht gefährlich ist(1) -- aber dass eine Infektion eher selten ist: _ca._ von den Frauen sind 50% ohne Immunität, davon werden 33% krank, wovon bei 30% das Ungeborene infiziert wird, also _rechnerisch_ werden bei ca. 5% der Frauen die Ungeborenen krank, wenn ich richtig gerechnet habe.

    (1) siehe dazu auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Ringelr%C3%B6teln#Schwangerschaft : "[..]Häufige Begleiterscheinungen sind der Hydrops fetalis (rund zehn Prozent), Aszites, Abfall der Herzleistung (kardiale Dekompensation) und im schlimmsten Fall kommt es zur Fehlgeburt bzw. Totgeburt (rund neun Prozent, besonders hohes Risiko bei Infektion im Zeitraum der 10. bis 22. Schwangerschaftswoche). […] Verläuft die Infektion ohne Komplikationen, ist in der Regel nicht mit negativen Folgen (Spätschäden) für das Kind zu rechnen […]"


  • von Susanne am 1. Dezember 2012, 23:52 Uhr

    Es ist unbedenklich bei Schwangeren??? Das ich nicht Lache!!! Ich habe mich 2005 als damals Schwangere im Kindergarten mit Ringelröteln angesteckt. Ich war in der 16 Übergang 17 Woche und kann nur sagen, ich habe mein Baby nicht bekommen, es wäre mit einer sehr starken Behinderung zur Welt gekommen und hätte es wahrscheinlich nicht überlebt!!! Der Virus war zuerst nur um das Baby drumrum, nach sehr kurzer zeit im Bauch, Lunge und Gehirn. Ich habe es nach langer Zeit verarbeitet und kann nun drüber reden oder auch schreiben. Ich Wünsche alles Schwangeren alles gute fals sie an Ringelröteln erkranken und hoffe es passiert erst gar nicht!
    Liebe Grüsse Susanne


  • von Katey am 15. Mai 2012, 12:26 Uhr

    Wie ist das eigentlich, kann man per Bluttest vor der Schwangerschaft bereits prüfen, ob man gegen Ringelröteln immun ist?
    Als Lehrerin (bzw. noch Referendarin) dürfte ich nämlich, wenn ich schwanger und nicht immun bin, nicht mehr arbeiten gehen. Und da ich noch Prüfungen vor mir habe wüsste ich das eigentlich ganz gerne vorher....


  • von sabine am 26. Januar 2012, 16:17 Uhr

    Hallo, eine bestimmte Behandlungsmethode gibt es leider wirklich nicht. Aber man kann es seinem Kind etwas erleichtern in dem man "After Sun" creme aufträgt. Diese wirkt kühlend und lindert den Juckreitz. Hat mir unser Kinderarzt empfohlen.


(8 Kommentare)

Kommentar schreiben »
Name
E-Mail

Kommentar (max. 1000 Zeichen)

Bild hochladen (optional)


* Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.