Sanfte Heilmittel
Die Natur hat etwas für Schwangere

Darf ich in der Schwangerschaft noch Paracetamol nehmen? Wie ist es mit dem Hustensaft? Ob Kopfweh, Übelkeit oder Blähungen - Medikamente sind für Schwangere meist tabu. Doch es gibt natürliche Heilmittel, die Abhilfe schaffen.

Sanfte Heilmittel: Die Natur hat etwas für Schwangere

Achtung: Während der Schwangerschaft sollte Homöopathie nur sehr vorsichtig eingesetzt werden. Denn manche Mittel wie etwa die fiebersenkende Weidenrinde können - falsch verwendet oder dosiert - vorzeitige Wehen auslösen. Am besten gehen Sie auf Nummer sicher und besprechen Ihre Mittelwahl mit "Ihrem" Homöopathie-Experten! Das kann die Hebamme sein, der Apotheker oder Ihre Frauenärztin.

Die Übelkeit vertreiben

Dass Ihr Leben jetzt anders wird, haben Sie wahrscheinlich zum ersten Mal so richtig gespürt, als Ihnen schlecht wurde. Übelkeit und Erbrechen enden fast immer um die zwölfte Schwangerschaftswoche herum. Bis dahin sollten Sie sich abends Pfefferminztee in einer Thermoskanne neben das Bett stellen und vor dem Aufstehen ein paar Schlucke trinken. Tagsüber hilft Dauerknabbern von klein geschnittenem, rohem Gemüse (zum Beispiel Karotten, Kohlrabi, Gurken), Vollkornkeksen, Kürbiskernen oder Zwieback. Arsenicum album D6 lindert Übelkeit, die mit Brechreiz und Schwächegefühlt einher geht (dreimal am Tag je fünf Globuli). Die traditionelle chinesische Medizin empfiehlt, Ingwerwurzel zu kauen.

Lindert die Geruchsempfindlichkeit

Forscher vermuten, dass eine erhöhte Konzentration an weiblichen Sexualhormonen hinter der Geruchsempfindlichkeit von Schwangeren steckt. Möglicherweise möchte die Natur, dass Mütter schädliche Stoffe in der Nahrung "herausriechen". Die Neigung zu Übelkeit wird dadurch oft verstärkt. Hier hilft das homöopathische Mittel Sepia D6 (Standarddosis: dreimal täglich fünf Globuli).

Die Natur hat etwas gegen Niedergeschlagenheit

Gelegentlich Niedergeschlagenheit zu verspüren, gehört zur Schwangerschaft dazu. Wer die Schwermut vertreiben möchte, kann es mit Düften versuchen - zum Beispiel eine Mischung aus stimmungsaufhellenden Ölen wie Angelika, Bergamotte und Geranie oder Rose, Rosenholz und Zedernholz. Gut gegen seelische Tiefs ist auch Johanniskraut-Tee: Zwei Teelöffel getrocknetes Johanniskraut mit einem Viertelliter Wasser übergießen und zum Kochen bringen, fünf Minuten ziehen lassen, abseihen. Diese Menge täglich zwei- bis dreimal trinken.