Schwangerschaft und Stress

Gönnen Sie sich Pausen - auch im Büro!

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In der Schwangerschaft ständig im Stress - ist das gefährlich fürs Baby?


Im Mutterleib bekommt das Baby jede Stimmung seiner Mutter mit. Und wenn die sich mit ihrem Partner gestritten hat oder von ihrem Chef zur Abgabe der Präsentation gedrängt wird, merkt es das auch. Denn bei seiner Mutter steigt in solchen Momenten der Pegel des Stresshormons Cortisol an - und über die Nabelschnur erreicht dieser erhöhte Stresspegel dann auch das Baby. Manche Babys reagieren darauf ebenfalls mit Unruhe, andere werden ganz still und ziehen Arme und Beine dicht an sich heran.

Doch keine Sorge: Sobald Sie sich mit Ihrem Liebsten wieder versöhnt, ihren Chef besänftigt und ihre gute Laune wiedergefunden haben, beruhigt sich auch Ihr Baby ganz schnell wieder.

Wenn Sie in der Schwangerschaft jedoch ständig unter Stress stehen, ist das weder für Sie noch für Ihr Baby gut. Dauerhafter Stress schwächt nun einmal den Körper und lässt ihn anfälliger werden für Infektionen - das gilt erst Recht für Schwangere. Und Infektionen können auch das Baby erreichen und im schlimmsten Fall sogar eine Frühgeburt auslösen.

Deshalb gilt in der Schwangerschaft noch mehr als sonst: Stress, lass nach! Und weil der Job natürlich Stressfaktor Nummer Eins ist, sollten Sie während des Arbeitstages unbedingt regelmäßig Pausen machen. Damit Sie die erholsamer gestalten können, haben wir hier fünf Entspannungs-Tipps für Sie:

1. Leichtfüßig werden

Vom langen Sitzen werden die Beine schwer - und das macht müde. Zusätzlich steigt das Thromboserisiko, das in der Schwangerschaft sowieso schon erhöht ist.

Die Venenpumpe bringt Entlastung: Aufrecht sitzen und mit dem Po etwas nach vorn rutschen. Die Füße stehen flach auf dem Boden, Ober- und Unterschenkel bilden einen 90-Grad-Winkel. Jetzt die Zehen anziehen, während die Fersen weiter den Boden berühren. Dann Zehen locker lassen und Fersen heben. Etwa eine halbe Minute abwechseln, dann zehn Sekunden Pause einlegen. Diesen Rhythmus viermal wiederholen.

2. Den Rücken entspannen

Erste Hilfe bei Ermüdungserscheinungen und Verspannungen am Rücken: Stellen Sie in Rückenlage Ihre Beine an, strecken Sie die Arme zur Seite aus und drehen Sie den Kopf nach links. Die Beine zur anderen Seite, also nach rechts, auf dem Boden ablegen. Eine Minute halten, bis die Muskeln in Rücken und Beinen sich gedehnt haben. Dann die Seiten wechseln.

3. Energie tanken

Wer schwanger ist, muss erst mal was finden, das der flaue Magen verträgt. Hier magenfreundliche Snack-Tipps, die auch noch jede Menge Power liefern: Bananen machen schnell satt und enthalten viel Kalium und Magnesium, das füllt die Energiespeicher bei Erbrechen. Nüsse lassen sich gut zwischendurch knabbern und liefern große Mengen der wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Trockenfrüchte stillen den Hunger auf Süßes, ohne groß Fett mitzubringen. Und Rinderbrühe lässt sich immer gut essen. Dazu liefert sie Mineralien und Salze, die ein leerer Magen jetzt braucht.

4. Ärger mit dem Chef abschütteln

Kritik muss man immer erst verdauen. Vor allem, wenn sie unberechtigt ist. Oder wenn man schwanger und etwas empfindlicher ist. Soforthilfe zur Beruhigung kommt mit der Wechselatmung aus dem Yoga: Gerade hinsetzen und Augen schließen. Mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch verschließen und durch das linke etwa vier Sekunden einatmen. Dabei spüren, wie der Bauch sich noch etwas weiter nach vorn wölbt und mit Sauerstoff füllt. Dann beide Nasenlöcher mit Daumen und Ringfinger verschließen und vier Sekunden die Luft anhalten. Anschließend doppelt so lange durch das rechte Nasenloch ausatmen (das linke ist verschlossen), der Bauch sinkt wieder etwas ein. Dann den Atem andersherum strömen lassen.

5. Auf Gedanken-Reisen gehen

Diese dringende Sache in der Arbeit sollte schon fertig sein, der Kinderwagen muss ausgesucht werden, das Geburtstagsgeschenk für die Freundin ist noch nicht besorgt. Wenn die Gedanken Achterbahn fahren, hilft eine Gedankenpause:

Legen Sie sich hin und zählen Sie langsam von zehn bis eins. Werden Sie dabei mit jedem Atemzug ruhiger. Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einer Luftmatratze oder in einem Boot, das auf dem Wasser schaukelt. Versuchen Sie, alles wahrzunehmen, was es zu hören oder zu spüren gibt: das Wasser, das sanft plätschert. Die Sonne, die das Gesicht wärmt. Den Geruch nach Sommer, das ferne Kreischen von Möwen. Nach einigen Minuten holen Sie sich in den Alltag zurück, indem Sie von eins bis zehn zählen.

von Juliane Büttinghaus



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