Schwangerschaftsbauch
 
Streifenlos glücklich durch die Schwangerschaft?

Schwangere cremt sich ihren Bauch ein, um Dehnungsstreifen zu vermeiden
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Ist das Risiko bei jeder Schwangerschaft gleich hoch?

Junge Schwangere haben ein höheres Risiko als ältere

Ja. Wer bei der ersten Schwangerschaft keine Dehnungsstreifen hatte, muss in den folgenden nicht unbedingt davon verschont bleiben. Interessant ist allerdings, dass junge Erstgebärende besonders betroffen sind. Eine Untersuchung hat ergeben, dass rund 80 bis 90 Prozent der Schwangeren zwischen 16 und 18 Jahren Dehnungsstreifen bekommen. Bei Frauen, die bei ihrer ersten Schwangerschaft 35 Jahre oder älter sind, besteht dagegen ein wesentlich geringeres Risiko. Der Grund hierfür liegt unter anderem im unterschiedlichen Hormonstatus.

Sind Dehnungsstreifen frühzeitig erkennbar?

Die Striae treten meist während der Wachstumsschübe des Ungeborenen, zwischen dem vierten und sechsten Monat, manchmal auch noch von der 36. bis 40. Woche auf. Einige Frauen merken durchaus, wenn die Haut reißt. Meist juckt oder brennt sie. Doch bei der überwiegenden Zahl bildet sich der Zebrastreifen-Look plötzlich und ohne Vorwarnung.

Kann man Streifen vorbeugen?

Ehrlich gesagt, nicht zuverlässig. Aber alle Methoden, die das Gewebe elastisch halten und die Durchblutung fördern, sind sinnvoll, wie zum Beispiel tägliches Bürsten der Haut an den gefährdeten Stellen mit Massagehandschuh oder Luffaschwamm. Ebenfalls hilfreich: Ein- bis zweimal pro Woche ein Körper-Peeling auftragen, das stärkt die Haut.
Umstritten ist auch die Wirksamkeit der Zupfmassage. Der Versuch lohnt trotzdem, denn schaden kann sie auf keinen Fall. Man startet am besten schon in der Frühschwangerschaft, spätestens jedoch ab der 13. Schwangerschaftswoche massiert man regelmäßig zweimal täglich! Wichtig: Bei Neigungzu vorzeitiger Wehentätigkeit sollte die Massage nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt durchgeführt werden.