Schwangerschaftsbauch
Streifenlos glücklich durch die Schwangerschaft?

Vor Schwangerschaftsstreifen haben die meisten werdenden Mütter Angst. Kein Wunder, wird doch die Haut am Bauch in der Schwangerschaft auf eine harte Probe gestellt. Wie berechtigt diese Ängste sind und wie Sie Dehnungsstreifen vorbeugen können, lesen Sie hier.

Was sind Dehnungsstreifen?

Striae, wie Hautdehnungsstreifen im medizinischen Fachjargon heißen, sind feine Risse im Unterhautgewebe. Die Haut wird an diesen Stellen dünner, und die Blutgefäße schimmern bläulich beziehungsweise rötlich-violett durch. Später vernarben die Stellen, und die Streifen werden weißperlmuttfarben. Hauptsächlich betroffen sind der Bauch und die Hüften, häufig auch Po und Brüste, manchmal sogar Oberschenkel und Oberarme. Da sie zu den unschönen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft gehören können – laut einer französischen Studie bekommt sie jede zweite werdende Mutter – sind die Striae auch als Schwangerschaftsstreifen bekannt.

Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen?

Am besten kann man sich Dehnungsstreifen wie ein Gummiband vorstellen, dessen Fasern gerissen sind. Striae entstehen, wenn die Haut zu schnell überdehnt wird und gleichzeitig ihre Elastizität eingeschränkt ist. Neben einer Bindegewebsschwäche spielen auch hormonelle Einflüsse eine Rolle. Ein hoher Cortisolspiegel wie zum Beispiel in der Schwangerschaft oder in der Pubertät fördert die Bildung von Dehnungsstreifen. Grund: Das Hormon lässt die Haut mehr Wasser festhalten und verschlechtert gleichzeitig ihre Dehnungsfähigkeit. Aber auch mechanische Belastungen der Haut durch große Gewichtsschwankungen (Jo-Jo-Effekt) und manche Medikamente, etwa Kortison, können den unerwünschten Streifen-Look der Haut fördern.

Bekommt jede Schwangere Dehnungsstreifen?

Wer zu Cellulite neigt, bekommt wahrscheinlich auch die unschönen Streifen

Nein. Ob es zu Dehnungsstreifen kommt beziehungsweise wie stark eine Schwangere von ihnen betroffen ist, hängt von einigen Faktoren ab: Zum einen ist das Bindegewebe von Frau zu Frau, genetisch bedingt, unterschiedlich stark. Wer zu Cellulite neigt, wird sich vermutlich auch mit dem Streifenhörnchen-Look anfreunden müssen.

Zum anderen variiert die Gewichtszunahme von einer Schwangeren zur anderen. Durchschnittlich acht bis 18 Kilo legen Frauen während einer Schwangerschaft zu. Mit höherer Gewichtszunahme steigt das Risiko für Dehnungsstreifen, ebenso wie bei Mehrlingsschwangerschaften.