Vitamine sind die zündenden Funken, die den Stoffwechsel in Gang halten. Und der läuft in der Schwangerschaft auf Hochtouren: Wachstumsprozesse verschlingen besonders viel Vitamine.
Vitamine
Vitamin B1 fördert das Wachstum des Nervensystems. Viel Vollkorn und Fleisch, vor allem vom Schwein, sind die besten Lieferanten.
Vitamin B 2 spielt bei der Bildung aller Ernährungsbausteine eine wichtige Rolle. Es ist vor allem in Milchprodukten enthalten.
Vitamin B6 ist wie Folsäure am Eiweißstoffwechsel beteiligt - entsprechend explosionsartig wächst der Bedarf! Denn wachsende Zellen brauchen Eiweiß als Futter. Vitamin B6 ist in fast allen Lebensmitteln von Fleisch über Getreide bis zu Gemüse und Nüssen enthalten. Besonders viel findet sich in Lachs, Hummer, Bananen und Kartoffeln.
Niacin ist auch für die Zellbildung wichtig. Es ist vor allem in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten - Vegetarier sollten sich an Weizenkeime, Pilze und Hülsenfrüchte halten.
Die wasserlöslichen Vitamine - alle B-Vitamine und Vitamin C - lassen sich schlecht speichern: Man muss sie regelmäßig nachessen. Weil sie empfindlich auf Hitze reagieren, am besten als Frischkost. Frisches Obst und Gemüse im Haus, aber auch Tiefkühlware machen’s möglich. Wenn Sie dabei "Karnickelgefühl" bekommen, lohnt sich vielleicht ein Entsafter.
Vitamin A sorgt für guten Aufbau von Gewebe und vor allem auch für spätere Sehkraft. Im ersten Drittel der Schwangerschaft kann zu viel Vitamin A jedoch zu Schäden beim Kind führen. Extreme Anteile an Vitamin A wurden in einigen Algensorten gefunden. Verzichten Sie deshalb grundsätzlich auf Algen (in Sushi oder makrobiotischen Gerichten). Auch Leber nicht mehr als einmal in der Woche essen. Und auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt Vitaminpräparate schlucken! Beta-Karotin, die Vorstufe von Vitamin A, kann in natürlicher Form jedoch nicht zu viel werden. Es kommt in allen gelb-orangenen Obst- und Gemüsearten vor wie Karotten, Kürbis, Melone, Mango, aber auch in roten Tomaten oder grünem Brokkoli.
Folsäure ist für Zellwachstum und Blutbildung unentbehrlich. Weil Folsäure sehr hitzeempfindlich ist, ist die Versorgung so knapp, dass Ärzte Folsäure-Tabletten empfehlen (0,4 mg pro Tag). Zusätzlich: frisch gepresster Gemüse- oder Obstsaft, Bittersalate wie Endivie, Chicoree oder Radicchio, Nüsse, Kerne und Vollkornflocken.






