Mehrlinge
 
Wir kriegen Zwillinge!

Für fast alle Frauen ist es erst einmal ein Schock, wenn sie erfahren, dass sie Zwillinge erwarten. Denn damit ist klar: Die Schwangerschaft wird anstrengend. Aber keine Sorge: Schon wenige Monate nach der Geburt sind die meisten Zwillingseltern der Überzeugung: "Unsere Zwei sind Glück im Doppelpack!"

Zweieiige Zwillinge

Mehrlinge: Wir kriegen Zwillinge!
Corbis
Zweieiige Zwillinge

Zwillinge sind immer etwas Besonderes: Unter 1.000 Geburten sind bei uns ungefähr 17 Mal Zwillinge dabei. Mehr als zwei Drittel davon sind zweieiige Zwillinge. Sie sind sich nicht ähnlicher als normale Geschwister. Denn zweieiige Zwillinge entstehen, wenn gleichzeitig zwei Eizellen reifen, die beide unabhängig von einander von zwei Samenzellen befruchtet werden.

In manchen Familien werden zweieiige Zwillinge besonders häufig geboren. Deshalb vermutet man, dass es dafür eine erbliche Anlage gibt - wahrscheinlich spielt die weibliche Linie dabei eine größere Rolle.

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der zweieiigen Zwillinge zugenommen - aufgrund von Hormonbehandlungen bei Kinderwunsch, nach denen oft mehrere Eizellen heranreifen. Bei einer künstlichen Befruchtung werden der Frau oft direkt mehrere befruchtete Eizellen eingepflanzt. So entspringt hierzulande fast jedes zweite Zwillingspaar einer Fertilitätsbehandlung. Ein weiterer Grund ist aber auch das steigende Alter der Mütter. Denn bei einer Frau steigt mit zunehmendem Alter die Konzentration des Eisprungshormons (FSH), häufiger sind mehrere befruchtungsfähige Eizellen vorhanden.

Ziemlich sicher ist heute auch, dass zweieiige Zwillinge auch aus einer Eizelle entstehen können, die sich kurz vor der Empfängnis teilt. Jede Hälfte wird dann mit verschiedenen Samenzellen befruchtet. Die Erbanlagen von der Mutter sind in diesem Fall identisch, die vom Vater unterschiedlich.

zurück 12345
ELTERN Abo