Ersttrimester-Screening

Die Nackenfaltentransparenz-Messung liefert individuelle Ergebnisse

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Was muss ich noch zu Nackenfaltentransparenz-Messung und Ersttrimester-Screening wissen?

Vor allem, wie Sie die gemessenen Werte interpretieren. Denn das Ergebnis ist keine genaue Diagnose, sondern stellt nur einen Risikofaktor dar! Wirkliche Klarheit über den Chromosomenstatus des Kindes kann nur eine Folgeuntersuchung bringen, beispielsweise eine Fruchtwasser-Untersuchung. Die Treffsicherheit der Untersuchung ist dabei je nach Methode sehr unterschiedlich: Bei der Nackentransparenz-Messung werden durchschnittlich 75 von 100 Kindern mit Down-Syndrom während der Schwangerschaft erkannt - eine absolute Sicherheit gibt es also auch hier nicht! Die Experten der Fetal Medicine Foundation Deutschland berichten, dass sie durch das Ersttrimester-Screening (Risiko-Berechnung aus Nackenfaltenmessung, Blutwerten und Alter der Mutter etc.) bis zu 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom erkennen.

Gerade weil das Testergebnis keine Diagnose, sondern nur ein Risiko-Wert ist, sollte man sich bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem Arzt Gedanken darüber machen, welchen Risikofaktor man akzeptabel findet (1 zu 600 oder 1 zu 200?) und deshalb auf eine anschließende Fruchtwasser-Untersuchung verzichtet. "0 Risiko gibt es nicht!" betont Dr. Bernhard-Joachim Hackelöer, Pränataldiagnose-Experte an der Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek.

das Ergebnis ist keine genaue Diagnose, sondern nur ein Risikofaktor

Eltern, die den Risikofaktor, der sich aus der Nackenfalten-Untersuchung ergeben hat, zu hoch finden, entscheiden sich in der Regel für eine Fruchtwasser-Untersuchung, die zweifelsfrei zeigt, ob der Chromosomensatz des Kindes normal ist oder nicht.

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  • von Sabaerle am 23. August 2014, 18:48 Uhr

    EinRisiko von 1:200 bedeutet zB. 0,5%,oder anders herum zu 95,5% ist alles in Ordnung!Das ist KEIN hohes Risiko und doch wird bei solchen und sogar "besseren"Werten zur weiteren Diagnostik geraten. Das ist doch verrückt!


  • von Leonarda am 19. Februar 2009, 10:14 Uhr

    Ihr fettgedruckter Einleitungstext stimmt leider nicht.
    Weder lässt sich anhand der Nackenfalte eine Chromosomenstörung "feststellen" (das ist eine Risikoberechnung!) noch ist die Sache schonend - physisch vielleicht aber sicherlich nicht seelisch. Schon gar nicht, wenn man ab einem Risiko von 0,33% mit ernstem Gesicht vom Arzt eine "erhöhte Wahrscheinlichkeit" für eine Trisomie bescheinigt bekommt. Viele Frauen machen sich dann so unnötig Sorgen.


  • von Yvonne Blaich am 26. August 2008, 09:50 Uhr

    Was Sie aufführen unter"Welche Risiken gibt es bei der Nackenfaltentransparenz-Messung" gehört eindeutig in die Rubrik Vorteile der Nackentransparenzmessung.

    Risiken gibt es aber auch. So kann sich beispielsweise eine Frau nur aufgrund einer erhöhten Nackentransparenz zu einer Fruchtwasseruntersuchung entscheiden - und das Kind verlieren.

    Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass trotz niedriger NT-Werte eine Chromosomenstörung vorliegen kann, nur die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Man kann sich dann in falscher Sicherheit wiegen.


    (3 Kommentare)

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