Pränataldiagnostik

Warum untersuchen wir das Ungeborene?

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Sieben Thesen zur Pränataldiagnostik


Warum mutet unsere Gesellschaft werdenden Eltern so selbstverständlich zu, pränataldiagnostische Methoden anzuwenden und sich im schlimmsten Fall entscheiden zu müssen, ob sie ein behindertes Kind überhaupt bekommen wollen? Die Journalistin und Autorin Monika Hey stellt in ihrem Buch "Mein gläserner Bauch - Wie die Pränataldiagnostik unser Verhältnis zum Leben verändert" (DVA, 19,99 Euro) unbequeme Fragen zu unserem Umgang mit Untersuchungsmethoden, die zwar Diagnosen liefern können, aber nur selten Therapien.

Die Autorin setzt sich mit dem Thema auch aus persönlicher Betroffenheit auseinander: Sie selbst hat einst eine Schwangerschaft abgebrochen, nachdem bei dem Ungeborenen das Down-Syndrom festgestellt worden war. Wie sich eine Frau fühlt, die sich in diesem schier unlösbaren Konflikt befindet, beschreibt Monika Hey eindringlich, oft auch schwer erträglich.

Doch Hey kritisiert weder die Paare, die ihr Kind vor der Geburt untersuchen lassen, noch das grundsätzliche Recht auf Abtreibung. Zugleich formuliert sie in ihrem Buch jedoch bemerkenswerte Thesen über den Einsatz pränataldiagnostischer Methoden und unseren Umgang mit ihnen. Hier stellen wir Sie Ihnen vor - klicken Sie einfach auf den jeweiligen Link oder blättern Sie Seite für Seite durch.

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Monika Hey: Mein gläserner Bauch - Wie die Pränataldiagnostik unser Verhältnis zum Leben verändert. DVA, 19,99 Euro

Und dann möchten wir von Ihnen wissen: Wie denken Sie über Monika Heys Ansichten? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in Form eines Kommentars unter diesen Artikel. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion. Außerdem können Sie sich über dieses Thema natürlich auch in unserem Pränataldiagnostik-Forum austauschen.

  1. Die Pränataldiagnostik ist ein moderner Abwehrzauber
  2. Ärzte boykottieren die Zusammenarbeit mit Beratungsstellen
  3. Die Pränataldiagnostik ist ein Produkt des Neoliberalismus
  4. Der Kampf um die Abtreibung hat den Blick auf die Risiken der Pränataldiagnostik verstellt
  5. Die medizinische Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch ist willkürlich
  6. Der Umgang mit der Pränataldiagnostik ist verlogen
  7. Der Druck auf die Schwangeren wird weiter zunehmen
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  • von sternenkind.info am 30. September 2012, 09:39 Uhr

    Es geht beim Begräbnisangebot in der Gruppe 35b am Wiener Zentralfriedhof nicht nur um den Unterschied zwischen Sammelbeerdigung und einfachen Kindergrab (in dem dieses Kind unkremiert alleine liegt), sondern auch darum: der Mutter fließen auf Grund der Geburtsurkunde - eingereicht bei der Krankenkasse bessere Leistungen zu, weil sie nachweislich ihr Kind lebend geboren hat. Und beim Finanzamt kann die Mutter mit der Geburtsurkunde einreichen um Kindergeld und Erziehungsgeld, denn das steht ich jeweils für einen Monat zu! Wenn ein Kind am Letzten Tag eines Monats lebend geboren wurde, z.B. 31.8. und dieses Kind am nächsten Tag starb, also dem 1.9.2012, dann stehen dieser Mutter auf Grund der "Anzeige einer lebend erfolgten Geburt" für 2 Monate das Kindergeld und das Erziehungsgeld zu. Für Mütter ausserhalb von Wien, Österreich: Bitte selbst nachschauen bzw Juristen ihres Vertrauens fragen, ob das auch für ihre Situ gültig und im Gesetz steht!


  • von sternenkind.info am 30. September 2012, 09:38 Uhr

    Bei mir reden Angehörige und berichten: der behandelnde Mediziner hat mich beim verlassen des Zimmers noch gefragt, ob ich eine Geburtsurkunde für mein Kind brauche - und ich als Mutter habe "nein" gesagt. und die Mutter fragt mich, wo Sie denn die Sterbeurkunde für ihr Kind bekomme oder warum das Standesamt dieser Mutter gesagt hat, das dieser Mutter keine Sterbeurkunde zu stehe? Und dann habe ich den Job, der Mutter zu erklären, auf was Sie alles verzichtet hat, weil der Arzt inhaltlich nicht richtig, nicht alles umfassend diese Mutter aufgeklärt hat.


  • von sternenkind.info am 30. September 2012, 08:56 Uhr

    Ärzte berichten, das man über Blutuntersuchungen der Schwangeren bereits bis zu 3000 Krankheiten feststellen kann (und mancher Arzt wählt das als Geschäftsmodell). Es gibt auch die anderen Ärzte, welche bestätigen, das im Blut bereits 3000 Krankheiten festgestellt werden können, das diese Ärzte aber nur auf jene Krankheiten untersuchen, wo es in der Medizin anerkannte Behandlungsmöglichkeiten z.B. Frühförderungen gibt. Und es gibt Krankheiten, welche mit einem Leben ausserhalb des Mutterleibes nicht verträglich sind, etwa http://sonnenstrahl_a.beepworld.de/anencephalie.htm und selbst hier werden die Diskussionen geführt und man rät den Frauen gezielt bewusst die seelische Gesundheit fördernd dazu, die Zeit mit dem lebenden Kind zu geniessen, denn diese geht unwiederbringlich zu Ende. Und es ist die Entscheidung der Frau, ob Sie wartet, bis das Kind sich entschieden hat zu gehen den Weg allen Lebens - oder ob die Frau als Mutter entscheidet, wann es Zeit ist zu gehen.


  • von Katrin@pokoesch am 29. September 2012, 13:25 Uhr

    Ich selbst bin 36 und schwanger. Vor der SS habe ich bei einem behinderten Kind als Krankenschwester gearbeitet. Trotz all der Belastung die man als Eltern ausgesetzt ist, geben auch diese Kinder einem sehr viel Liebe zurück.
    Bei diesem Kind, das von Geburt an schwerstbehindert war, konnte während der SS nichts auffälliges festgestell werden. Die Mutter hat nicht einen Moment gezögert und für Sie käme es niemals in Frage, das Kind abzugeben in ein Heim o.ä.
    Auch für mich käme es niemals in Frage. Ich finde diese Art von Selektion furchtbar. Gerade das Down-Syndrom gehört für mich mit zu den Behinderungen, die trotzdem sehr lebenswert sind. Und wie andere schon sagten, die meisten Behinderungen enstehen viel später, z.B. unter der Geburt, durch Krankheit oder Unfall. In unserer "christlichen" Gesellschaft muss Platz sein für jeden Menschen. Egal wie "produktiv" er ist.
    Ich muss wirklich weinen, wenn ich lese, das 90% der Kinder abgetrieben werden, die ein Down-Syndrom haben. Aufklärung über die Lebenschancen und die Möglichkeiten wären hier angebracht.
    Ich habe mich übrigens gegen jede Art von Pränataldiagnostik entschieden.


  • von sternenkind.info am 29. September 2012, 09:29 Uhr

    Das Leiden des Kindes muss so schwer sein, dass das Neugeborene (oder ältere) Kind »keine Aussicht auf Zukunft« besitzt.
    Es darf keine Möglichkeit einer Heilung oder Linderung durch die Gabe von Arzneimitteln oder der Vornahme von chirurgischen Eingriffe bestehen.
    Die Eltern müssen ihr Einverständnis gegeben haben und in ihrem Begräbniswunsch entwicklungsunabhängig unterstützt werden.
    Eine »zweite Meinung« durch einen »unabhängigen Arzt« eingeholt
    werden, der nicht an der »Behandlung des Kindes« beteiligt war.
    die »bewusste Lebensbeendigung muss peinlich genau ausgeführt werden mit einer besonderen Betonung der Nachsorge«.


(10 Kommentare)

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