Schwangerschaftskalender
34. Schwangerschaftswoche (34. SSW)

SSW 34
© Lushpix Illustration

SSW 34

Inhalt: 
Wichtige Daten zu Deiner 34. SchwangerschaftswocheSSW 34: So entwickelt sich Dein BabyUltraschall-Video der WocheWichtig für Dich: Die Mutterschutzfrist beginntFür den Vater in der 34. SSW

Wichtige Daten zu Deiner 34. Schwangerschaftswoche

SSW: 34
Größe des Babys: 45,5 cm
Gewicht des Babys: 2200 g

SSW 34: So entwickelt sich Dein Baby

3D-Ultraschall
3D-Ultraschall
© www.praenatalmedizin-altona.de

Je näher der Geburtstermin rückt, desto öfter spielen viele Frauen mit dem Gedanken: Und wenn mein Baby schon heute kommen würde? Die beruhigende Antwort lautet: Auch wenn Dein Baby jetzt noch nicht ganz ausgewachsen ist, wären keine großen Komplikationen zu erwarten. Denn alle seine Organe sind soweit entwickelt. Wichtig ist dabei vor allem die Lunge. Sie produziert jetzt ausreichend Surfactant, das ist ein Stoff, der beim Entfalten der Lungenbläschen hilft. Dein Baby könnte also ohne fremde Hilfe atmen. Trotzdem tut ihm weiterhin jeder Tag in der Wärme, Ruhe und Geborgenheit Deines Bauches gut.

Ultraschallbilder aus dem 3. Trimester

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Ultraschall-Video der Woche

Spätestens ab der 26. Schwangerschaftswoche wird Dein Frauenarzt die Versorgung Deines Babys mit einem Farbdoppler beurteilen. Bei dieser Ultraschalltechnik wird das strömende Blut durch farbige Codierung sichtbar gemacht. Damit kann der Verlauf von Gefäßen und die Blutflussrichtung dargestellt werden. In unserem Video kannst Du sehen, wie das dann aussieht.

©  www.praenatalzentrum.de

Wichtig für Dich: Die Mutterschutzfrist beginnt

Das Arbeiten mit Babybauch war die letzten Wochen ganz schön anstrengend und mühsam? Jetzt kannst Du aufatmen, denn sechs Wochen vor der Geburt Deines Kindes beginnt die Mutterschutzfrist. Angestellt berufstätige Mütter werden nun bis acht Wochen nach der Geburt vom Job freigestellt. Für viele Frauen eine Gelegenheit, letzte Besorgungen zu machen, das Kinderzimmer herzurichten und Kraft zu tanken, bevor das Baby kommt. Der Beginn der Babypause bedeutet aber auch einen vorläufigen Abschied vom bisherigen Berufsleben. Das fällt nicht allen Schwangeren leicht. Grundsätzlich kannst Du natürlich weiterarbeiten, solange Du willst, sogar bis zur ersten Wehe. Das beruht dann aber auf Freiwilligkeit. Dein Chef darf von Dir nicht verlangen, ein Projekt zu Ende zu bringen. Und in den ersten acht Wochen nach der Geburt besteht sogar absolutes Beschäftigungsverbot: Selbst wenn Du gerne möchtest, darf Dein Arbeitgeber Dich in der Zeit vom Mutterschutz nicht beschäftigen. Wie ist das bei Dir? Freust Du Dich auf die Pause und hast Pläne geschmiedet oder arbeitest Du lieber weiter?
Aber nicht nur der Kalender zeigt Dir, dass die Geburt immer näher rückt. Vielleicht hat sich Dein Baby bereits in Startposition gebracht und mit dem Köpfchen nach unten orientiert. Manchmal ist diese Drehung mit ziemlich viel Action im Bauch verbunden, und eventuell kannst Du sogar an der Form Deines Bauches erkennen, dass Dein Baby sich gedreht hat. Falls Dein Kind hartnäckig ist, haben Hebammen oft ein paar Tricks auf Lager, mit denen sie versuchen können, das Baby sanft zur Drehung zu bewegen: etwa mit einer stark leuchtenden Taschenlampe auf dem Bauch, die dem Kleinen den Weg nach unten zeigt. Oder aber durch die Behandlung mit einer Moxazigarre. Dabei wird ein Meridianpunkt am kleinen Zeh mit einer Beifuß-Zigarre stimuliert. Das soll Dein Baby dazu bringen, sich zu bewegen. Probiere diese Methoden jedoch bitte nicht aus, ohne vorher mit Deiner Hebamme darüber zu sprechen.
Bleiben alle Versuche ohne Erfolg, können Schwangere mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit einer Äußeren Wende sprechen. Oder Du vetraust auf die Natur: In den meisten Fällen drehen sich die Kinder doch noch kurz vor der Geburt. Nur etwa 5 Prozent aller Babys bleiben in Beckenendlage.

Für den Vater in der 34. SSW

Jetzt, wo die Geburt Deines Kindes immer näher rückt, wird Dir vielleicht schon ein bisschen mulmig und Du fragst Dich, ob Du für Deine Frau überhaupt eine gute Unterstützung sein kannst? Du hast Angst vor Blut oder fürchtest, im Kreißsaal völlig nutzlos zu sein? Und dann möchtest Du Deine Frau auch noch schonen und nicht mit Deinen Ängsten belasten? Nur Mut! Spreche darüber. Deine Frau macht sich bestimmt auch Gedanken um die Geburt. Und manchmal ist geteilte Angst halbe Angst.
Wenn Du immer noch unsicher bist, kannst Du ein Gespräch mit der Hebamme vereinbaren, bei dem Du einfach alle Fragen los wirst, die Dich bedrücken. Vielleicht hilft es Dir ja auch zu wissen, dass Du nicht alleine bist und viele werdende Väter Angst vor der Geburt haben. Aber Kopf hoch, immerhin gaben in einer ELTERN-Umfrage 71 Prozent der Väter an, die Entbindung ihres Kindes sei ein sehr schönes Erlebnis gewesen.

Hinweis zu Größe und Gewicht
Mit fortschreitender Schwangerschaft entwickeln sich Babys immer individueller. Daher sind die Größen- und Gewichtsangaben in diesem Schwangerschaftskalender Durchschnittswerte. Dein Kind ist ein bisschen kleiner oder größer und auch sein Gewicht entspricht nicht den durchschnittlichen Werten? Kein Grund zur Sorge. Dein Frauenarzt wird die Entwicklung Deines Babys während der Schwangerschaft genau beobachten.

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