Umstandsmode
 
Tipps: Babybäuche schick verpackt

Umstandsmode klingt umständlich. Ist aber simpel. Und trendy, auch ohne Taille. Wir haben die besten Einkaufstipps und viele Ideen für das Styling in den runden Monaten.

Inhalt: 
Ab wann trägt frau Umstandsmode?Mit kleinen Tricks die gewohnte Kleidung anpassenIst Umstandsmode ein Muss?Die wichtigsten Bestandteile einer Umstandsgarderobe

Ab wann trägt frau Umstandsmode?

Umstandsmode
Thinkstock, pojoslaw

Bei einigen Frauen zwickt und zwackt es bereits nach acht oder zehn Wochen, andere passen erst im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht mehr in ihre normale Kleidung. Es gibt keinen bestimmten Zeitraum, in dem Schwangere zur Umstandsmode greifen, denn jeder Bauch und jeder Busen entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Bei der Schwangerenmode zählt vor allem hoher Tragekomfort. Der Körper hat so viel mit der Umstellung zu tun. Gerade im Sitzen kann das Bäuchlein schon bald irgendwie immer im Weg sein. Ein einengender Rock- oder Hosenbund geht gar nicht. Also immer auf das eigene Gefühl hören und shoppen, wenn der Wunsch nach bequemerer Kleidung aufkommt. Werdende Mütter, die sich in ihren Sachen wohlfühlen, strahlen gleich ganz andere Lebensfreude und Selbstbewusstsein aus. Das macht es ihnen im Job leichter.

Mit kleinen Tricks die gewohnte Kleidung anpassen

Viele Frauen empfinden gerade die Übergangszeit als schwierig: Die normale Kleidung wird allmählich zu eng, Umstandsmode ist jedoch noch etwas zu weit. Bei zwickenden Hosenbünden schafft ein einfaches Gummiband Abhilfe, das den geöffneten Hosenschlitz zusammenhält. Der Gummi wird um den Hosenknopf gelegt, durch das Knopfloch gezogen und noch einmal um den Knopf gelegt. Dadurch können Schwangere einige Zentimeter am Hosenbund gewinnen und die Lieblingsjeans noch etwas länger tragen, bevor der Bauch stärker wächst. Als Alternative kann man an der Knopflochseite mit wenigen Stichen einen zweiten Knopf annähen und das Gummiband an beiden Knöpfe befestigen.
 
Wer vor der Schwangerschaft gerne Low-waist-Jeans getragen hat, kann diese auch weiterhin nutzen. Durch den tief sitzenden Bund hat der Bauch ausreichend Platz zum Wachsen, ohne dass der Hosenbund aufliegt. Auch Hosen mit einem hohen Stretchanteil oder einem Gummizug geben dem sich rundenden Bauch ausreichend Platz und wachsen in der Schwangerschaft eine ganze Weile mit. Außerdem kann man sie nach der Geburt wieder als Übergang zur gewohnten Kleidung tragen. Generell lohnt es sich, normale Kleidung ein oder zwei Nummern größer zu kaufen oder einen weiten, lockeren Schnitt zu wählen. Dadurch behalten schwangere Frauen eine große Auswahl in ihrer Garderobe und sind auch noch für die Zeit nach der Geburt ausgestattet. Um die wachsende Kugel ins rechte Licht zu setzen, empfehlen sich lange und schmale Oberteile. Diese lassen den Körper länger erscheinen. Aufnäher und zusätzliche Hingucker wie Taschen oder Knöpfe können hingegen unbequem sein und setzen den Bauch oft unvorteilhaft in Szene.

Ist Umstandsmode ein Muss?

Egal, ob in den ersten oder letzten Monaten der Schwangerschaft, irgendwann ist der Bauch so groß, dass Umstandsmode die bequemste und beste Lösung ist. Sie gibt dem Bauch ausreichend Platz und verleiht ihm Halt. Zudem betont sie den Körper einer Schwangeren besonders schön. Denn während früher noch das Bäuchlein und der wachsende Busen kaschiert wurden, setzen spezielle Schnitte gerade diese Vorzüge dezent in Szene. Lust auf einen Retro-Blick? Das haben werdende Mütter vor 40 Jahren angezogen. Umstandsmode ist natürlich kein Muss, hilft aber vielen Frauen, sich in der aufregenden Zeit gleichzeitig modisch und bequem zu kleiden. Die Größenangaben der Kleidung entsprechen bei den meisten Herstellern denen der normalen Mode. Wer also vor der Schwangerschaft Größe 40 getragen hat, kann diese für gewöhnlich beibehalten. Unser Tipp: Kaufen Sie Umstandsmode erst dann, wenn ein Bauch da ist. Babybäuche und auch der Busen entwickeln sich sehr unterschiedlich und unterschiedlich schnell. Deshalb ist es wichtig, die Kleidung immer anzuprobieren, wenn ein Bäuchlein sichtbar ist. Ist es etwa klein und spitz, so eignen sich bestimmte Kleidungsstücke besser als für einen großen und kugelrunden Bauch. Schließlich geht es bei Umstandsmode vor allem um den Tragekomfort.
 

Die wichtigsten Bestandteile einer Umstandsgarderobe

Bereits mit wenigen Teilen lassen sich modische Outfits schaffen, die bis zum Ende der Schwangerschaft passen. Denn viele Modelle sind erweiterbar oder wachsen dank Knopfleisten,  elastischer oder wickelbarer Stoffe bis zur Geburt mit. Mit dieser Grundausstattung kommen viele Schwangere schick gekleidet durch die Schwangerschaft:
 

  • Lange Tops: Diese gibt es in vielen Farben und Größen. Zudem sind sie meistens günstig im normalen Kleidergeschäft zu finden. Ein, zwei Nummern größer gekauft, legen sie sich um die wachsende Kugel und strecken den Körper optisch.
  • Umstandshose: Die Umstandshose verfügt über einen tief sitzenden Bund und je nach Modell über ein elastisches Stoffband, das über dem Bauch liegt. Mittels Gummibund schmiegt sich das Band angenehm an den Körper an und bedeckt die Babykugel bei zu kurzen Oberteilen.
  • Strickjacke: Viele Frauen empfinden den Babybauch als sehr warm. Um die Mitte muss also nicht viel Stoff sein. Die Strickjacke umhüllt die Arme, während der warme Bauch frei bleibt. Je nach Größe des Bauchumfangs und dem persönlichen Temperaturempfinden kann die Jacke offen oder geschlossen getragen werden.
  • Tunika: Tuniken verfügen über einen weiten Schnitt und fallen dank ihrer leichten Stoffe sehr locker. Häufig sind Brust und Bauch durch ein Gummi- oder Zierband voneinander getrennt und betonen so dezent das Dekolleté.
  • Wickelkleid, Wickelshirt: Der große Vorteil gewickelter Kleidungsstücke ist, dass man sie nach Belieben an die Körperform anpassen kann. Dadurch sitzen sie sowohl mit wachsendem Bauch als auch nach der Geburt.
  • Bauchband: Das Bauchband ist ein elastisches Stoffband in Form eines Tunnels, das um den Bauch und die Hüfte gelegt wird. Es eignet sich hervorragend, um zu kurz gewordene T-Shirts oder andere Oberteile zu verlängern. Die Bänder verdecken außerdem aufgeknöpfte Hosen und erleichtern somit die Übergangszeit. Inzwischen bieten viele Modeunternehmen zahlreiche Farben und Muster an, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist – ob verspielt und auffällig oder einfarbig und dezent. Man kann sie über dem Oberteil tragen, um den Bauch zu betonen, oder unter dem T-Shirt, sodass der Eindruck eines darunter getragenen, längeren Tops entsteht.
  • Accessoires: Schals, lange Ketten, Handtaschen oder Schuhe sind wunderbare Accessoires, mit denen sich täglich neue Outfits kombinieren lassen. Sie sind zudem für Frauen geeignet, die von ihrem Bauch ablenken möchten.

 
Wer sich gerne körperbetont kleidet oder die Aufmerksam vom Babybauch auf andere Vorzüge richten möchte, kann beispielsweise Minirock oder Röhrenjeans tragen. Dadurch wandert der Fokus auf die Beine. Im Winter passen zu einem Rock oder Kleid halterlose Strümpfe. Sie sind eine gute Alternative zur Strumpfhose und halten die Beine warm, drücken aber nicht auf den Bauch.