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Schwangerschaftsabbruch Abtreibung: Methoden, Kosten, Risiken

Frau hält Schwangerschaftstest
Frau hält Schwangerschaftstest
© HyperionPixels / Thinkstock
Nicht jede Frau freut sich über ihre Schwangerschaft – und möchte sie abbrechen. Alle wichtigen Informationen zur Abtreibung erfährst du hier.

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Ungewollt schwanger! Was nun?

Der Schwangerschaftstest ist positiv. Nicht jede Frau freut sich darüber, vielleicht, weil ein Kind nicht in den Lebensplan passt, die Beziehung zum Vater des Kindes nicht stabil genug ist oder medizinische Gründe gegen eine Schwangerschaft sprechen. Doch was tun, wenn man ungewollt schwanger ist? Oft hilft ein Gespräch mit einer vertrauten Person, einer guten Freundin oder einem Familienmitglied. Vielleicht erhältst du ungeahnt mehr Unterstützung, als du gedacht hättest.

Wenn du über deine Situation lieber anonym sprechen möchtest, kannst du in Deutschland eine der zahlreichen Schwangerschaftsberatungsstellen in Anspruch nehmen. Hier wirst du von fachkundigem Personal entscheidungsoffen beraten und begleitet. Und keine Sorge, die Beratung ist kostenlos. Außer dir muss niemand erfahren, dass du dich beraten lässt. 

Die Internetseite Familienplanung.de ist ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), auf dem du nach einer für dich passenden Beratungsstelle in deiner Nähe suchen kannst.

Ungewollte Schwangerschaft: Kann ich nicht auch die „Pille danach“ nehmen?

Die „Pille danach“ ist ein rezeptfreies Medikament, das du in der Apotheke erhältst, wenn du ungeschützten Geschlechtsverkehr rund um den Termin deines Eisprungs hattest. Männliche Samenzellen können bis zu fünf Tage in der Gebärmutter der Frau überleben. Das heißt, dass auch bei Geschlechtsverkehr ein paar Tage vor dem eigentlichen Eisprung die Möglichkeit besteht, schwanger zu werden. Die in der „Pille danach“ enthaltenen Wirkstoffe verzögern den Eisprung der Frau solange, bis keine Befruchtung mehr stattfinden kann.

Damit das Medikament sicher wirkt, sollte es möglichst innerhalb der ersten 12 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Je länger du wartest, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Eisprung stattfindet und Spermien den Weg zur Eizelle finden. Hat der Eisprung bereits stattgefunden, kann die „Pille danach“ leider nicht mehr wirken. Wenn du durch einen Schwangerschaftstest festgestellt hast, dass du ungewollt schwanger bist, ist es für die „Pille danach“ bereits zu spät. Denn das Medikament ist keine Lösung für einen Schwangerschaftsabbruch, es ist also keine Abtreibungspille.

Ich bin ungewollt schwanger. An wen kann ich mich nun wenden?

Du bist ungewollt schwanger? Du stehst vor einer schweren Entscheidung, brauchst mehr Informationen oder generell Hilfe? Oder du benötigen einen Beratungsschein, um eine Abtreibung durchführen zu lassen? Zu den Themen Schwangerschaft und Familienplanung kannst du dich bei vielen verschiedenen Stellen beraten lassen, je nachdem, wo du dich mit deiner Weltanschauung oder Religion am besten aufgehoben fühlst.

Neben öffentlichen Beratungsstellen, zum Beispiel durch das Jugendamt, gibt es auch eine Reihe freier Angebote (z.B. pro familia), die sich dem Thema Schwangerschaftsabbruch widmen. Hierzu zählen Wohlfahrtsverbände oder kirchliche Träger. Nicht alle der Träger stellen auch einen Beratungsschein nach § 5 und 6 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SCHKG) aus, etwa weil ein möglicher Schwangerschaftsabbruch nicht mit ihrem Selbstverständnis übereinstimmt. Dies kann vor allem bei religiösen Trägern, wie der Caritas oder dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) der Fall sein. Daher ist es wichtig, sich vorab gut über die einzelnen Beratungsstellen und ihre Leistungen zu informieren.

Abtreibung: Das sagt das Gesetz in Deutschland

Laut § 218 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) ist ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland rechtswidrig. Frauen, die ungewollt schwanger wurden, können sich dennoch dafür entscheiden, denn unter folgenden Bedingungen bleibt eine Abtreibung straffrei:

  • Die Schwangere selbst muss die Abtreibung wünschen.
  • Die Schwangere muss sich vorab in einer staatlich anerkannten Beratungsstelle beraten lassen, und zwar mindestens drei Tage vor dem geplanten Eingriff.
  • Der Schwangerschaftsabbruch muss von einer/m Ärzt:in, die/der nicht an dem Beratungsgespräch teilgenommen hat, bis zum Ende der 12. Woche nach der Empfängnis durchgeführt werden.

Eine Abtreibung kann unter gewissen Umständen aber auch rechtmäßig sein. Hierfür gibt es zwei Indikationen, die durch eine/n Ärzt:in festgestellt werden müssen:

1. Medizinische Indikation

Wird ärztlich festgestellt, dass die Fortführung der Schwangerschaft eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter bedeuten, besteht keine Frist, bis wann der Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden muss. Allerdings müssen zwischen der Mitteilung der Diagnose und der schriftlichen Indikationsstellung drei volle Tage liegen, es sei denn, es besteht unmittelbare Lebensgefahr für die Schwangere. Eine medizinische Indikation kann auch dann vorliegen, wenn erhebliche gesundheitliche Schädigungen des Kindes festgestellt werden und diese Diagnose Auswirkungen auf die Gesundheit der Mutter haben kann. Seit 2010 sind Ärzt:innen, die eine medizinische Indikation bescheinigen, verpflichtet, ihre Patientinnen über die körperlichen und psychischen Aspekte eines Schwangerschaftsabbruches zu informieren und ggf. Kontakte zu Beratungsstellen herzustellen. Die Abtreibung darf nicht durch die/den Ärzt:in durchgeführt werden, die/ der die medizinische Indikation festgestellt hat.

2. Kriminologische Indikation

Für Frauen, die durch eine Straftat (z.B. durch eine Vergewaltigung) schwanger wurden, besteht keine Pflicht zur Beratung. Sie können sich aber selbstverständlich freiwillig beraten lassen. Der Schwangerschaftsabbruch muss bis zum Ende der 12. Woche nach Empfängnis durchgeführt werden, und zwar nicht von der/dem Ärzt:in, die/der die Indikation festgestellt hat.  

Wie wird eine Abtreibung durchgeführt? 

Welche Methode für den Eingriff in Frage kommt, richtet sich in erster Linie nach deinem Alter, der Indikation und eventuellen Vorerkrankungen. Die/der Ärzt:in wird die Möglichkeiten mit dir genau besprechen und abwägen, was für dich das Beste ist.

Schwangerschaftsabbruch: Abtreibung: Methoden, Kosten, Risiken

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden für einen Schwangerschaftsabbruch:

1. Operative Abtreibung

Der operative Eingriff kann unter örtlicher Betäubung oder einer Vollnarkose stattfinden, je nachdem, ob du den Abbruch bewusst miterleben möchtest oder lieber nicht. Für manche Frauen ist das bewusste Erleben des Eingriffs hilfreich, um den Abbruch später besser verarbeiten zu können. Für andere ist dies zu belastend und eine Vollnarkose die bessere Möglichkeit.

Die gängigste Methode ist die Absaugung, auch Saugkürettage genannt. Bei dieser Abtreibung werden Embryo und Gebärmutterschleimhaut über ein Röhrchen abgesaugt. Insgesamt dauert der Vorgang nur etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Die meisten operativen Abbrüche werden ambulant vorgenommen. Das heißt, dass du nach einer Ruhezeit in Begleitung wieder nach Hause gehen kannst.

2. Medikamentöse Abtreibung

Bis zum Ende der neunten Schwangerschaftswoche kann ein Abbruch auch medikamentös durchgeführt werden. Für den Körper der Mutter ist diese Methode wesentlich schonender, psychisch dafür aber umso belastender, denn es handelt sich um einen recht langwierigen Vorgang, den die Frau in allen Phasen bewusst miterlebt.

Bei einer Abtreibung durch Medikamente wird das Präparat Mifegyne verwendet, das du lediglich in der Apotheke erhalten und nur unter strenger ärztlicher Aufsicht einnehmen darfst. Der darin enthaltene Wirkstoff Mifepriston hemmt die Wirkung von Progesteron, das zur Erhaltung einer Schwangerschaft notwendig ist und führt zu einer Öffnung des Gebärmutterhalses. Nach der ersten Einnahme des Medikaments darfst du die Arztpraxis erst einmal wieder verlassen.

Bei einigen Frauen setzt bereits einen Tag später eine menstruationsähnliche Blutung ein, die bis zu 14 Tage anhalten kann. Nach 36 bis 48 Stunden erhältst du von deinem Frauenarzt ein weiteres Medikament in Form von Tabletten oder Zäpfchen, sogenannte Prostaglandine. Diese Hormone sorgen dafür, dass die Gebärmutter sich zusammenzieht und Schleimhaut und Embryo ausgestoßen werden.

In den meisten Fällen geschieht dies innerhalb von drei Stunden, deshalb solltest du zur Beobachtung auch besser in der Praxis bleiben. Tut sich trotz der Medikamentengabe zunächst nichts, kann die/der Ärzt:in noch einmal Prostaglandine verabreichen. Bei ca. 98 Prozent aller Fälle führt diese medikamentöse Methode zu einem vollständigen Schwangerschaftsabbruch. Bei den übrigen zwei Prozent muss der Abbruch dann leider doch noch operativ erfolgen.

Welche Risiken gibt es bei einer Abtreibung? 

Wie bei jeder anderen Operation bestehen auch bei einem operativen Schwangerschaftsabbruch Risiken. In der Praxis kommt dies allerdings sehr selten vor. Möglich sind Infektionen und Nachblutungen, die normalerweise aber gut behandelt werden können, wenn sie frühzeitig entdeckt werden. Ebenso besteht die Gefahr, dass Gewebe, wie etwa die Gebärmutter, bei einer Abtreibung verletzt wird oder eine Narkoseunverträglichkeit auftritt.

Bei der medikamentösen Methode einer Abtreibung sind durch Prostaglandine folgende Nebenwirkungen möglich: 

  • Unterbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Nachblutungen

Fristen: Wann kann ich eine Abtreibung durchführen lassen?

Damit eine Abtreibung straffrei bleibt, müssen in Deutschland gewisse Fristen eingehalten werden. Nach dem Beratungsmodell dürfen seit der Befruchtung der Eizelle nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein. Das entspricht der 14. Schwangerschaftswoche. Diese Regelung gilt auch, wenn eine Straftat Ursache der Schwangerschaft ist (kriminologische Indikation). Bitte beachten: Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch wird von Ärzt:innen in Deutschland nur bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Liegt eine medizinische Indikation für eine Abtreibung vor, wenn also Gesundheit, Psyche und Leben der Mutter durch die Schwangerschaft gefährdet sind, bestehen keine Fristen, die eingehalten werden müssen. Eine Abtreibung ist auch nach der 14. Schwangerschaftswoche noch möglich.

Wo kann ich eine Abtreibung durchführen lassen?

Eine Abtreibung kann überall dort durchgeführt werden, wo die entsprechende Nachsorge gewährleistet ist. Das kann in einer gut ausgestatteten Arztpraxis, in einer Tagesklinik oder in einem Krankenhaus sein. Wichtig ist, dass du dich bei der/dem Ärzt:in, die/der den Abbruch durchführt, wohl fühlst und ihr/ihm vertraust. Wenn du dir noch unsicher bist, wo du die Abtreibung durchführen lassen willst, berät dich jede staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle über Praxen und Kliniken in deiner Nähe.

Welche Kosten entstehen bei einer Abtreibung und wer übernimmt sie? 

Das Beratungsgespräch vor einer Abtreibung ist kostenlos. Wurde eine medizinische oder eine kriminologische Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch festgestellt, übernimmt die Krankenkasse alle Kosten der Behandlung.

Hast du dich aus anderen Gründen für eine Abtreibung entschieden, wirst du dich wahrscheinlich an den Kosten anteilig beteiligen müssen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen nur einen Teil der Kosten, nämlich für:

  • ärztliche Beratung vor dem Abbruch,
  • alle ärztlichen Leistungen und Medikamente vor und nach dem Eingriff, die dem Schutze deiner Gesundheit dienen
  • und – falls nötig – für die Behandlung von Komplikationen.

Die Kosten für den eigentlichen Eingriff, die je nach Praxis und Methode zwischen 200 und 600 Euro liegen, musst du selbst übernehmen.

Geringverdienerinnen, Bezieherinnen von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder einer Ausbildungsförderung wie BAföG können bei ihrer Krankenkasse die Übernahme der Kosten beantragen. Voraussetzung hierfür ist, dass du kein kurzfristig verfügbares Vermögen besitzt und weniger als 1.075 netto monatlich verdienst. Für jedes im Haushalt lebende Kind erhöht sich die Grenze um 254 Euro. Zahlst du mehr als 315 Euro Miete, kannst du maximal 315 Euro auf die Gehaltsgrenze aufschlagen. Übrigens: Das Gehalt deines Partners ist für eine Kostenübernahme nicht wichtig. Du brauchst bei deinem Antrag auch keine Gründe für eine Abtreibung angeben. Das ist deine Privatsache und geht die Krankenkasse nichts an.

Abtreibung: Was müssen Frauen wissen, die noch nicht volljährig sind? 

Für junge Frauen unter 18 Jahren ist eine ungewollte Schwangerschaft oft besonders belastend. Zu der großen Sorge über mögliche Folgen und die Zukunft kommt die Angst, den eigenen Eltern von der Schwangerschaft erzählen zu müssen. Egal ob du dich für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest, ein Besuch in einer Beratungsstelle kann bei einer solch schwierigen Situation helfen und ist auch erforderlich. Die Berater:innen sind gut geschult, können dir bei einem Gespräch mit deinen Eltern zur Seite stehen und dich bei allen notwendigen Schritten unterstützen.

Grundsätzlich gilt nämlich: Minderjährige können eine Schwangerschaft zunächst ohne Einwilligung ihrer Eltern feststellen lassen. Auch eine Beratung ist kostenlos und ohne Einverständnis der Eltern möglich. Für die Abtreibung selbst brauchen junge Frauen jedoch die Zustimmung eines Sorgeberechtigten. Bei über 16-Jährigen kann auf die Zustimmung der Eltern verzichtet werden, sofern die/der zuständige Mediziner:in den Eindruck hat, dass die Schwangere sich über die Konsequenzen ihrer Entscheidung bewusst ist und das Für und Wider verantwortungsvoll abwägen kann. Bei Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren wird die/der Ärzt:in wahrscheinlich auf eine Zustimmung zum Schwangerschaftsabbruch durch die Sorgeberechtigten bestehen.

Worauf muss ich nach einem Schwangerschaftsabbruch achten? 

In den ersten Tagen nach einer Abtreibung ist zunächst Ruhe wichtig, egal ob du dich für eine operative oder medikamentöse Methode entschieden hast. Die/der behandelnde Ärzt:in kann dich krankschreiben, sodass du dich nach dem Eingriff erst einmal schonen kannst. Und keine Sorge, den Grund für deine Krankschreibung muss dein Arbeitgeber nicht erfahren.

Nach einer operativen Abtreibung sind Blutungen und Unterleibsschmerzen leider normal. Hast du die medikamentöse Methode gewählt, musst du wahrscheinlich sogar mit etwas länger andauernden Blutungen rechnen. Grundsätzlich gilt: Bei bestimmten Symptomen solltest du die/den Ärzt:in aufsuchen. Dazu zählen Beschwerden wie:

  • Fieber
  • übelriechender Ausfluss
  • starke Blutungen oder Schmerzen

Um die Risiken für eine Infektion möglichst gering zu halten, ist es besser, in den Tagen nach dem Abbruch Binden anstelle von Tampons zu verwenden, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten und nicht schwimmen zu gehen.

Wie wird es mir nach einer Abtreibung psychisch gehen? 

Dass es Frauen nach einer Abtreibung grundsätzlich erst einmal schlecht geht, bekommen viele Betroffene während ihres Entscheidungsprozesses zu hören. Fakt ist aber: Von Trauer um das verlorene Kind bis hin zu Erleichterung, von Niedergeschlagenheit bis hin zu einem Gefühl der Befreiung, alles ist möglich. Langfristige negative psychische Folgen sind sehr selten und treten meist dann auf, wenn Frauen eine Abtreibung unter äußerem Druck, zum Beispiel durch Familienmitglieder oder den Partner durchführen ließen.

Wie du eine Abtreibung verkraftest, hängt von vielen, sehr individuellen Faktoren ab. Deine Lebenssituation, die Klarheit deiner Entscheidung und auch der Verlauf des Eingriffes haben Einfluss darauf, wie du das Erlebte verarbeitest. Für manche Frauen ist die Zeit der Entscheidungsfindung deutlich belastender als der Eingriff als solcher. Ist die Schwangerschaft dann beendet, sind sie erleichtert. Andere Frauen hingegen sind sich recht schnell darüber im Klaren, dass sie abtreiben lassen möchten. Ist der Eingriff vorüber, bedauern sie, dass sie sich so entscheiden mussten.

Veränderter Hormonhaushalt durch Abtreibung

Was du nicht vergessen darfst: Durch die Schwangerschaft hat sich auch dein Hormonhaushalt geändert. Zunächst war dein Körper voll auf die Schwangerschaft programmiert. Mit der Abtreibung muss er sich zunächst hormonell neu einstellen. Auch das kann Auswirkungen darauf haben, wie es dir körperlich oder psychisch geht.

Studie: Hilfe durch persönliche Gespräche

Eine Studie des Familienplanungszentrums Hamburg e.V. hat belegt, dass es vielen Frauen vor und nach einer Abtreibung geholfen hat, mit anderen Frauen in einer ähnlichen Situation zu sprechen. Das können zum Beispiel Freundinnen oder Familienmitglieder sein, die ebenfalls einen Schwangerschaftsabbruch haben durchführen lassen. Auch die Gespräche in Schwangerenkonfliktberatungsstellen wurden als hilfreich empfunden. War die Beziehung zum Vater des Kindes intakt, wurde der Partner als wichtige Stütze angesehen. Für alle in der Studie befragten Frauen waren Ruhe und Zeit für sich selbst nach dem Eingriff besonders wichtig. Deshalb: Gönn dir nach einem Schwangerschaftsabbruch viel Ruhe und nimm dir eine Auszeit vom Alltag. Das tut deinem Körper und deiner Seele gut.

Kann ich nach einer Abtreibung erneut schwanger werden? 

Ja, du kannst nach einer Abtreibung wieder schwanger werden. Mit Beendigung der Schwangerschaft beginnt dein Zyklus erneut. Den nächsten Eisprung hast du etwa zwei bis vier Wochen nach dem Eingriff, deine nächste Periode nach ungefähr vier bis sechs Wochen. Und keine Sorge, bei einem professionell durchgeführten Schwangerschaftsabbruch ist deine Fruchtbarkeit nicht schlechter als vor dem Eingriff.

Quellen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Schwangerschaftsabbruch nach § 218 Strafgesetzbuch 

Themenportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Schwangerschaftsabbruch: Rechtslage, Indikationen und Fristen 

Themenportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs 

ELTERN

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