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Alle 52 Lebenswochen im Überblick

Baby 17 Wochen Die 17. Lebenswoche deines Babys

Ein Baby liegt mit Spielzeug im Bett und lacht
© Alena Vostrikova / Shutterstock
In der 17. Woche spielt dein Baby gerne und jauchzt dabei vor Freude. Vielleicht wagt ihr in dieser Woche sogar schon den Beikost-Start. Achte dabei aber unbedingt auf die Signale deines Kindes. Alles Wichtige dazu erfährst du hier.

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In seiner 17. Woche zeigt dir dein Baby schon ganz eindeutig wenn ihm etwas gefällt. Vergnügtes Quietschen, keckerndes Lachen, lautes Jauchzen: Dein Baby freut sich unüberhörbar über jedes wilde Spiel.

Entwicklung: Dein Baby in der 17. Woche

Jetzt, wo dein Baby sein Köpfchen sicher unter Kontrolle hat, kann es gar nicht genug davon bekommen, in der Luft geschwenkt zu werden, im Fliegergriff im Kreis zu fliegen und, unter den Achseln gehalten, auf dem Schoß zu hüpfen. Das Beste daran: Der große Spaß ist zugleich perfektes Training für den Gleichgewichtssinn, die Muskeln und die Koordination. Und dein Baby lernt: Egal wie wild es zugeht – bei Mama und Papa bin ich immer sicher.

Habt ihr vielleicht schon einmal "Hoppe Hoppe Reiter" ausprobiert? Dein Baby wird es bestimmt lieben!

Hoppe hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf,
macht der Reiter plumps!

Hierbei kannst du dein Kind sanft auf deinen Knien schaukeln. Pass aber auf, dass die Bewegungen nicht zu ruckartig sind und sich dein Kind nicht erschreckt.

Auch Babyhopser sind bei den Kleinen jetzt sehr beliebt. Und verführen Eltern leicht dazu, ihr Baby darin zu parken. Lieber nicht! Denn die aufrechte und einseitige Haltung im Babyhopser ist auf Dauer nicht gut für die Wirbelsäule und für die körperliche Entwicklung. Ein paar Minuten am Stück genügen!

Familienleben: Chaos in der Wohnung – na und?

Geht es dir auch so, dass das Chaos in der Wohnung in der 17. Woche kein Ende nimmt? Darüber hinwegsehen ist nicht jedermanns Ding. Da kann es schon mal sein, dass nach einem anstrengenden Arbeitstag oder viel Schlafentzug ein knackiger Streit mit dem:r Partner:in über herumliegende Kleidung in der Ecke des Schlafzimmers ausbricht.

Mit Kindern im Haus ist nichts mehr wie vorher. Überall kleine aufgebaute Babystationen wie eine Babydecke mit Rassel und Ball in der Stube, in der Küche liegt ein Schafsfell mit Activitycenter, im Badezimmer die Babywippe...  

Zum Trost: Erst einmal geht es vielen jungen Eltern so und dann ist zu viel Sauberkeit auch nicht immer ratsam. Was hilft? Besprich dich mit deinem:r Partner:in, wo euch im Haushalt Ordnung am wichtigsten ist und wo ihr bereit seid, Abstriche zu machen. Es gibt praktische Aufbewahrungsboxen, damit das Spielzeug fürs Baby im Wohnzimmer abends schnell weggepackt werden kann.

Auch wenn du alleinerziehend bist, kennst du das Problem vermutlich umso besser. Schließlich bist du im Alltag allein dafür verantwortlich, dein Baby zu versorgen, auf all seine Bedürfnisse einzugehen, zu kochen, zu waschen, aufzuräumen. Die Liste scheint unendlich lang. Versuche auch hier aktiv andere einzubinden. Wohnen deine Eltern in der Nähe oder gute Freund:innen? Wofür hat man schließlich liebe Menschen um sich herum. Du würdest auch das Gleiche für sie tun. Also nutze ihre Angebote oder frage sogar ganz aktiv von dir aus, wenn du merkst, es geht so nicht weiter. 

Gesundheit und Ernährung: Zeit für Beikost?

Irgendwann wird es Zeit für den ersten Brei. Wann genau ist die Zeit für das Beikost einführen? Das zeigt dein Baby dir selbst. Wenn es dich beim Essen genau beobachtet, wenn es seine Hand nach dem ausstreckt, was ihr esst, wenn es nach einem Löffel greift und darauf herumlutscht, dann ist auch sein Körper reif dafür, mehr zu verdauen als nur Milch. Das kann ab der 17. Woche soweit sein oder auch erst in zwei Monaten.

Beachte aber: Musste die Zunge bisher beim Saugen rhythmisch nach vorn gedrückt werden, hat sie jetzt die Aufgabe, den Brei nach hinten zu schieben. Diesen Entwicklungsschritt schaffen die meisten Kleinen nicht vor dem fünften Monat. Das erfordert ein wenig Übung. 

Du musst an dieser Stelle also wirklich nichts forcieren. Wenn dein Baby Interesse zeigt, gehe darauf ein und biete ihm etwas Gemüsebrei auf einem Plastiklöffel an. Ansonsten warte einfach ab, dein Schatz wird sich eindeutig bemerkbar machen und der Breikost-Start ist von Kind zu Kind ganz individuell. 

Eine Mutter füttert ihr Baby mit einem Brei.

Spiel und Spaß: Flieger auf den Knien

Beckenbodentraining und Babyspiel zugleich: Du liegst auf dem Boden und winkelst die Knie so an, dass deine Unterschenkel waagerecht in der Luft sind. Darauf darf dein Baby liegen, du spannst den Beckenboden an und lässt dein Baby mal vor und zurück, mal links und rechts fliegen. Spaß fürs Baby und gute Übung für deine Bauchmuskeln! Achte darauf, dass du dein Baby währenddessen gut festhältst und wie es auf die Bewegungen reagiert. 

Wichtig: Jedes Kind ist einzigartig und deswegen entwickelt sich auch jedes Kind unterschiedlich. Das eine brabbelt schon fröhlich vor sich hin und lacht laut, dafür hebt es sein Köpfchen erst später eigenständig als viele Gleichaltrige. Manche Babys sind total auf ihre Hände und Füße fixiert und erkunden ihren Körper, reagieren aber weniger gut auf Geräusche. Wieder andere Kinder haben mit dem Trinken keine Probleme, schlafen die Nächte aber noch lange nicht durch. Am besten können Eltern ihr Kind unterstützen, indem sie ihm sein eigenes Entwicklungstempo lassen. Hast du trotzdem Zweifel, ob sich dein Kind altersgerecht entwickelt, ist dein:e Kinderärzt:in der:die richtige Ansprechpartner:in.

Verwendete Quellen: 

  • Remo H. Largo: Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. Piper Verlag. Aktualisierte Neuauflage 2017.
  • Gemeinsamer Bundesausschuss: Kinderuntersuchungsheft, zuletzt aufgerufen am 25.03.2022.
  • kindergesundheit-info.de: Die "Aufgaben" der ersten Monate, zuletzt aufgerufen am 25.03.2022.

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