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Alle 52 Lebenswochen im Überblick

Baby 2 Wochen Die 2. Lebenswoche deines Babys

Mutter und Baby schauen sich an
© Thinkstock - SanyaSM
Dein Baby ist in seiner 2. Woche: Hier erfährst du, was Neugeborene in ihrer 2. Lebenswoche sehen können, wann Babys das erste Mal lächeln und warum Babysprache nicht albern ist.

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Nun hat bereits die 2. Woche deines Babys begonnen und du könntest deinen Schatz stundenlang einfach nur anschauen? Dann geht es dir wie vielen Müttern und Vätern. Aber was kann dein Baby sehen? In den ersten Wochen und Monaten nehmen Babys alles noch unscharf und lediglich schemenhaft wahr. Neugeborene können aber Hell-Dunkel-Kontraste, Muster und Formen wahrnehmen und unterscheiden.

2. Woche deines Babys: Sich beim Kuscheln beobachten

Menschliche Gesichter haben es Babys besonders angetan: In der 2. Woche betrachtet und mustert ein Neugeborenes mit Vorliebe die Gesichter der Eltern und sucht den Blickkontakt. Was gibt es Schöneres, als sich gegenseitig beim Kuscheln tief in die Augen zu schauen? Die beste Sehschärfe liegt anfangs übrigens in einem Abstand von 10 bis 25 cm vom Auge deines Babys entfernt. Dies entspricht in etwa der Entfernung, die Eltern häufig intuitiv einnehmen, wenn sie ihr Kind anschauen und mit ihm sprechen.

Familienleben: Wer hat an der Uhr gedreht?

Schlafen, Trinken, Pipi machen und dann alles wieder von vorne – das sind jetzt die wichtigsten Aufgaben für dein Baby in der 2. Woche. Naja, und du kommst wahrscheinlich auch nicht zu viel mehr, oder? Seltsam, wie die Zeit vergeht und man eigentlich nicht mehr tut, als sich auszuruhen und zu schauen, ob das Baby ruhig atmet.

Gut, wenn dir während dieser ersten Wochen in deiner Wochenbett-Zeit Freund:innen und Familie zur Seite stehen, denn für Essen einkaufen oder kochen bleibt noch keine Zeit. Selbst die tägliche Dusche kann jetzt nicht mehr spontan nach Deo-Versagen angesteuert werden, sofern dein:e Partner:in nicht derweil über euer Baby wacht. 

Gesundheit und Ernährung: Stillen oder Fläschchen

Auch wenn es immer heißt, dass es so einfach sei: Bis Mama und Baby während des Stillens ganz entspannt sind, muss sich alles erst einmal einspielen. Davon kann bei dir in Woche 2 noch kaum die Rede sein? Dann bitte deine:n Partner:in, jeglichen Besuch erst einmal zu vertrösten und lege dich am besten gemütlich samt Baby ins Bett. Entspannung lässt die Milch viel besser fließen! Scheue dich auch nicht, bei Stillproblemen deine Hebamme oder eine Stillberaterin jederzeit um Rat und Hilfe zu bitten! 

Du hast dich für das Fläschchen entschieden? Auch hier gibt es bei frisch gebackenen Eltern oftmals anfangs viele Fragen. Zum Beispiel, was die Trinkmenge des Babys in der 2. Woche angeht und die Gewichtszunahme der Babys. Am wichtigsten ist auch hier, auf die Signale eures Kindes zu hören, einzugehen und bei Unsicherheiten ärztlichen Rat einzuholen. 

So kannst du dein Baby hochnehmen und tragen

Wie du dein Kleines sicher hochheben und tragen kannst, hast du in der 2. Woche inzwischen schon im Gefühl. Für mehr Abwechslung hier die wichtigsten Haltepositionen, in denen Babys sich wohlfühlen, im Video:

Halteposition Baby

Spiel und Spaß: Streck doch mal die Zunge raus!

Hast du auch schon bemerkt, dass Babys fantastisch im nachahmen sind? Wenn du die Zunge rausstreckst, macht dein Baby es vielleicht sogar schon nach. Warum Babys das schon in den ersten Lebenswochen tun, darüber streiten sich die Wissenschaftler:innen noch. Denn eigentlich sollten sie sich in diesem Alter noch gar nichts abgucken können. Ist es Zufall? Reflex? Ganz egal: Versuche es doch auch mal mit deinem Baby, wenn es gerade wach und gut gelaunt ist. Vielleicht klappt es ja!

Das erste Lächeln

Hat dein Baby dich nach einer Mahlzeit oder wenn du ihm etwas vorsingst schon einmal angelächelt? Die meisten Eltern schmelzen regelrecht dahin, wenn es zum ersten Lächeln kommt. In der 2. Woche deines Babys ist das sogenannte Engelslächeln zwar noch unbewusst, aber die Glücksgefühle bei Eltern löst es genauso aus!

Der Greifreflex

Wenn du mit einem Finger die Hand deines Babys berührst, greift es plötzlich zu? Das ist der Greifreflex. Auch während des Trinkens kann es gut sein, dass dein Baby sich an deiner Kleidung, dem eigenen Hemdchen oder an der Flasche festhält. Das Saugen verstärkt den Greif- und Umklammerungsreflex. In den ersten drei Lebensmonaten ist dieser Reflex noch sehr kräftig, nimmt aber mit der Zeit ab – er wird von dem eher gezielten Greifen von Gegenständen schließlich abgelöst. 

Babysprache verbindet

Ist dir auch schon aufgefallen, dass du mit deinem Nachwuchs ganz anders redest, als mit allen anderen Menschen in deinem Umfeld? Vielleicht kommt es dir komisch vor, wenn dir Freund:innen dabei zuhören, wie du in Babysprache mit deinem Kind redest. Das muss es aber ganz und gar nicht! Diese charakteristische Sprechweise – hohe Stimmlage, viele Vokale und gedehnte Laute, oder natürlich das häufiger Wiederholen der gleichen Wörter – passt sich ganz natürlich der Aufnahmefähigkeit des Kindes in seinen ersten Lebenswochen an. 

Kinder sind aufmerksamer, wenn wir so mit ihnen sprechen. In der 2. Woche hat dein Baby noch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Zuhören ist anstrengend und Babys ermüden schnell dabei. Aber Eltern spüren auch hier oft ganz intuitiv, wann ihr Kind überfordert ist und wann es bereit ist, zuzuhören. Am meisten sind Neugeborene ohnehin am Ausdruck der Stimme interessiert, der Inhalt der Wörter hat für sie noch keine Bedeutung. 

Die zweite Untersuchung

Die U2 Untersuchung steht zwischen dem dritten bis spätestens zehnten Lebenstag deines Babys an. Durch eine eingehende körperliche Untersuchung deines Babys sollen eventuell angeborene Erkrankungen und Fehlbildungen erkannt werden. Bei dieser und allen weiteren Untersuchungen wird dein Baby gemessen und gewogen. 

Wichtig: Jedes Kind ist einzigartig und deswegen entwickelt sich auch jedes Kind unterschiedlich. Das eine lächelt seine Eltern schon ganz früh an, hebt sein Köpfchen aber erst später eigenständig als viele Gleichaltrige. Das andere brabbelt bereits mit wenigen Wochen vor sich hin, reagiert aber weniger gut auf Geräusche. Wieder andere Kinder haben mit dem Trinken keine Probleme, schlafen aber kaum länger als eine Stunde am Stück. Am besten können Eltern ihr Kind unterstützen, indem sie ihm sein eigenes Entwicklungstempo lassen. Hast du trotzdem Zweifel, ob sich dein Kind altersgerecht entwickelt, ist dein:e Kinderärzt:in der:die richtige Ansprechpartner:in.

Verwendete Quellen: 

  • Remo H. Largo: Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. Piper Verlag. Aktualisierte Neuauflage 2017.
  • Gemeinsamer Bundesausschuss: Kinderuntersuchungsheft. Zuletzt aufgerufen am 08.02.2022.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Das Baby. Informationen für Eltern über das erste Lebensjahr. Stand: Juni 2020.

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