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Alltag mit Baby Das mag ich, Mama!

Kuscheln, strampeln, tanzen und Geborgenheit spüren: Was Ihrem Baby besonders Spaß macht - und was es dabei lernt.

Geborgenheit spüren

"Wenn ich aufwache, weiß ich: Ich muss nur ein bisschen krähen, und Mama ist da."

In seinen ersten Lebensmonaten lernt ein Baby vor allem eins: Vertrauen zu haben. Dieses Vertrauen wächst jedes Mal, wenn Eltern auf ihr Kind reagieren, ein bisschen mehr. Denn das Baby spürt: Auf Mama und Papa kann ich mich verlassen. Sie sind da, wenn ich sie brauche. Bindung nennen Entwicklungspsychologen dieses tolle Gefühl, das sich in den ersten Jahren entwickelt und einen Menschen durchs ganze Leben trägt. Sicher gebundene Babys sind neugierig und haben Lust am Lernen.

Viel Bewegungsfreiheit

"Auf der weichen Kuscheldecke kann ich mich so richtig recken und strecken!"

Für Babys ist es das Größte, ohne lästige Klamotten strampeln zu dürfen. Sie merken: Der weiche Flokati fühlt sich ganz anders an als der glatte Parkettboden daneben. Und sie entdecken: Ich kann meinen Körper in jede Richtung bewegen. Gezielt nach einer Rassel greifen. Mich lang machen und den Ball anstoßen. Oder mich so drehen, dass ich Mama beim Staubsaugen zuschauen kann. Babys trainieren so Muskelkraft und Körpergefühl - beides ganz wichtig, um sitzen, robben, krabbeln und später laufen zu lernen.

Essen genießen

"Erst wollte ich nichts löffeln. Aber dann habe ich entdeckt, wie toll ich mit Brei herumpantschen kann!"

Mit einem halben Jahr lernt das Baby, vom Löffel zu essen. Ein gewaltiger Entwicklungsschritt ist das! Musste die kleine Zunge vorher jeden Fremdkörper schleunigst aus dem Mund schieben, heißt es jetzt: Löffel in den Mund nehmen, Brei davon ablutschen, schlucken. Ganz schön kompliziert. Darum dauert’s eine Weile, bis es klappt. Wichtig: Essen heißt genießen, und Babys genießen mit allen Sinnen. Also: Ruhig den Brei mit den Händen erkunden lassen - es gibt ja zum Glück Waschmaschinen.

Die Welt entdecken

"Im Kinderwagen habe ich die beste Aussicht – zum Beispiel auf Nero, den Hund vom Nachbarn."

Babys sind erstaunlich früh in der Lage, ihre Umwelt in Kategorien einzuteilen. Die ersten wichtigen Unterscheidungen: Menschen - und andere Dinge. Babys erkennen: Menschen sprechen - alles andere macht komische Laute oder ist stumm. Mit einem halben Jahr wissen die meisten Babys dann schon: Das ist ein Mensch, das ist ein Tier, das ist eine Sache. Dann beginnt die Zeit der Jauchzer, wenn ein Hund vorbeikommt: Der wackelt mit den Ohren und lässt die Zunge aus dem Maul hängen. Sehr spannend!

Nähe fühlen

"Nach dem Mittagsschlaf nimmt mich meine Mama hoch und knuddelt mich so richtig durch."

Kuscheln, schmusen, abküssen: Durch Berührungen lernen Babys ihren Körper kennen. Ein wichtiger Schritt für die spätere Entdeckung des Ich im zweiten Lebensjahr. Aber Zärtlichkeiten legen auch den Grundstein für eine liebevolle Beziehung zwischen Eltern und Kind: Viel Körperkontakt vermittelt dem Baby die wohl wichtigste Botschaft, die Eltern ihm mitgeben können: Du bis es wert, geliebt zu werden!

Rituale geniessen

"Jeden Abend legt Mama die Vogelhochzeit-CD auf, und wir tanzen zusammen duchs Wohnzimmer."

Babys lieben Rituale - vor allem abends sind sie ein wahres Zaubermittel, um sanft anzuzeigen: Jetzt geht der Tag langsam zu Ende, bald ist Schlafenszeit. Besonders schön sind Abendrituale mit Musik. Musikpädagogen schreiben einfachen Melodien und Rhythmen eine große Wirkung zu: Angeblich machen sie schlau, redegewandt und einfühlsam. Ob's stimmt? Ausprobieren schadet nicht. Auf jeden Fall schenkt ein Tänzchen dem Baby ein letztes Tages- Highlight, bevor es ins Bett geht.


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