Bildershow: Babys tragen
 
Tragehilfen für Babys

Darf ich mein Baby auch mal so tragen, dass es nach vorn schaut?
Ein Säugling, der mit dem Gesicht nach vorn getragen wird, nimmt eine Haltung ein, die seinen Bewegungsapparat ungesund belastet: Die Schultern sind überstreckt, der Rücken geht in eine unnatürliche Hohlkreuz-Position, die Beinchen sind nicht hüftschonend angewinkelt, sondern hängen in der Luft. Außerdem: Ganz Kleine brauchen die Sicherheit, bei zu vielen Reizen einfach abschalten und sich ankuscheln zu können - in der Zuschauerposition geht das schlecht.

Verwöhne ich mein Baby, wenn ich es oft trage?
Babys können gar nicht genug Liebe von ihren Eltern bekommen! Ganz nahe am Körper von Mutter oder Vater spüren sie Sicherheit und Nähe. Das ist die beste Basis für eine gute Entwicklung und ein stabiles Selbstvertrauen. Viele Babys haben Zeiten, in denen sie besonders viel körperliche Nähe brauchen und ständig getragen werden wollen. Es hat den Anschein, als müssten sie gerade besonders intensiv Liebe tanken. Nach einigen Wochen ist diese Phase aber meistens wieder vorbei.

Warum tragen Mütter ihr Baby meist an der linken Körperseite? Ob in Neuguinea, in Lappland oder München - instinktiv halten Mütter ihr Baby an die linke Körperhälfte. Lange Zeit dachte man, sie tun es, damit das Kleine den vertrauten Herzschlag hört. Das scheint aber nicht der einzige Grund zu sein, wie neue britische Studien der Universitäten Sussex und Liverpool nahelegen. Demnach bevorzugen Frauen die Seite beim Tragen, auf der sie die Bedürfnisse ihres Kindes schneller und zuverlässig wahrnehmen und damit auch entsprechend reagieren können: Die linke Gehirnhälfte ordnet Emotionen ein. Mütter, die ihr Baby oft und lange tragen, sollten sich aber auch immer mal wieder gegen ihr Bauchgefühl entscheiden und die Trageseite wechseln: Das tut Wirbelsäule und Schultern gut (mehr Tipps, wie Sie Ihren Rücken beim Hochheben und Tragen Ihres Kindes schonen können, finden Sie im Kasten oben).

So halten Sie Ihren Rücken fit

  • 1. Bücken bitte immer mit aufrechter Wirbelsäule und gebeugten Knien, mit gestrecktem Rücken wieder aufrichten - egal, ob Sie Ihr Baby von der Krabbeldecke heben oder seine Rassel suchen.
  • 2. Auch im Stehen und beim Gehen auf eine aufrechte Körperhaltung achten: Das Hohlkreuz ist eine ungesunde (und überfl üssige) Ausgleichshaltung.
  • 3. Im Tuch das Baby fest an den Körper binden: Es darf nicht in den Stoff fallen, wenn Sie sich bewegen - das würde Ihre Wirbelsäule ruckartig belasten.
  • 4. Die Schultern möglichst gerade halten - also nicht nach vorn fallen lassen, wenn Sie Ihr Baby auf dem Rücken tragen. Und nicht nach hinten ziehen, wenn es vor Ihrer Brust hängt.
  • 5. Wenn Sie Ihr Baby aus dem Bett oder Auto heben, nehmen Sie es nahe zu sich an den Körper.