Busen
 
So ist deine Brust schnell wieder in Hochform

Mein Busen ist plötzlich so flach – so klagen viele junge Mütter nach dem Abstillen. Doch mit ein paar Tricks lassen sich Bindegewebe und Haut wieder festigen.

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Anderer Busen nach dem Stillen

Busen nach dem Stillen
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Unter Hormoneinfluss ist der Busen während der Schwangerschaft fast immer besonders prall und rund, dafür scheint er nach dem Abstillen zu "hängen", wirkt fast ausgetrunken. Ob sich der Busen durch das Stillen eines Babys verändert, kann kein Mensch vorhersagen. Denn wie schon vor und während der Schwangerschaft ist die Form vor allem davon abhängig, wie fest das Bindegewebe ist. Direkt nach dem Abstillen haben allerdings fast alle Frauen das Gefühl, einen flacheren Busen zu haben.

Übrigens: Bei Müttern, die ihrem Kind die Flasche geben, passiert das auch, nur entsprechend früher. Medizinisch ist es völlig normal, dass der Busen nach der Stillzeit eine veränderte Form hat: Der Drüsenkörper in den Brüsten hat sich zurückgebildet, der darüber liegende Hautmantel ist nun etwas zu weit. Auch die stützenden Fettreserven, die sich während der Schwangerschaft eingelagert hatten, sind aufgebraucht.

Das bedeutet aber nicht, dass sich an der Form der Brüste nichts mehr ändern lässt. Je besser Haut und Bindegewebe durchblutet sind und je häufiger der Brustmuskel gefordert wird, desto schöner die Form des Busens. Den Brustmuskel kannst du übrigens am besten ertasten, während du eine Faust machst; dann spürst du die Verhärtung der Achselhöhle. Der Busen selbst hat keine Muskeln, er besteht aus Milchdrüsen, Binde- und Fettgewebe.

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Bindegewebe: Kaltes Wasser stärkt

Wechselduschen nach Kneipp haben einen Push-up-Effekt: Morgens für etwa eine Minute – jeweils im Zehn-Sekunden-Takt – jede Brust abwechselnd warm und kalt mit kreisenden Bewegungen abduschen. Das trainiert die Gefäßwände und stärkt die Gewebefasern. Noch effektiver ist ein spezieller Duschkopf mit einem rotierenden Wasserstrahl.

Kostet mehr Überwindung, wirkt aber noch zuverlässiger: Busen statt mit kaltem Wasser mit einer Hand voll Eiswürfel abkühlen (Tipp: runde Eiswürfel ohne Kanten in speziellen Beuteln herstellen). Durch den Kälteschock ziehen sich die Poren der Haut zusammen, die Durchblutung und die Energieversorgung der Zellen werden angeregt.

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Haut: Creme wirkt straffend

Die Haut am Busen ist sehr empfindlich, denn sie besitzt keine Talgdrüsen. Deshalb ist es sinnvoll, sie täglich einzucremen. Eine Wundercreme, die den Busen vergrößert oder verkleinert, gibt es nicht, aber es ist wissenschaftlich erwiesen, dass zarte Berührungen den Busen leicht straffen. Verstärkt wird diese Wirkung, wenn der Busen gleichzeitig mit speziellen Cremes verwöhnt wird, die unter anderem straffende Spurenelemente wie Silizium, Pflanzenextrakte aus Soja, Frauenmantel, Efeu oder Tigergras sowie die Hautbausteine Kollagen und Elastin enthalten. Diese Wirkstoffe helfen den Zellen, sich zu regenerieren und sorgen dafür, dass neue kollagene Fasern gebildet werden.

Dekolleté: Klopfmassage beliebt

Die meisten Produkte für den Busen zeigen ihre Wirkung erst, wenn sie längere Zeit angewandte werden – am besten morgens und abends. Die schönste Art zu salben: Creme zwischen den Händen erwärmen, mit kleinen Kreisbewegungen am unteren Brustansatz starten, dann oberhalb der Brustwarzen (Brustwarzen selber aussparen) kreisen und seitlich ausstreichen. Zum Schluss mit den Fingerspitzen kreuz und quer über das Dekolleté trommeln, das regt die Durchblutung an und schleust die Wirkstoffe ins Gewebe.

ELTERN online-Tipp: Als Pflegeextra einmal wöchentlich eine Aufbaumaske auftragen. Dazu 250 Gramm zimmerwarmen Sahnequark auf Busen und Dekollet verteilen, 15 Minuten einwirken lassen und mit warmen Wasser abnehmen. Das glättet kleine Knitterfältchen.

Üppiges Volumen: Mogeln erlaubt

Brust raus - Bauch rein: Das sorgt für magische Zentimeter

Sichtbar mehr Fülle zaubern Push-up BHs mit speziellen Gel- oder Wasserkissen. Mogeltrick der Visagisten: Bronzepuder. Etwas Puder mit einem dicken Pinsel aufnehmen und die Konturen des Busens nachmalen. Dabei zwischen den Brüsten beginnen, so als würdest du den oberen Rand eines BHs nachmalen und die Farbe dann sanft in Richtung Schultern auslaufen lassen. Und niemals vergessen: Brust raus – Bauch rein, ob nun im Sitzen oder im Stehen. Dann hebt sich der Busen um ein paar magische Zentimeter.

Straffe Form: Auf Salz verzichten

Auch die Ernährung entscheidet mit darüber, wie straff der Busen aussieht: Stark salzreiches Essen kann dazu führen, dass das Bindegewebe überdehnt wird, weil es Wasser im Gewebe "festhält". Umgekehrt werden die stützenden Kollagenfasern durch Kieselerde und Vitamin C (zum Beispiel in Hirse und Kiwis) gestärkt.

Was dem Busen nicht gut tut

Drei Dinge, auf die du deinem Busen zuliebe achten solltest:

  • Kurz duschen: Heiße, ausgedehnte Vollbäder entziehen der Haut viel Feuchtigkeit.
  • Auf Sonnenschutz achten. Häufige Sonnenbäder machen das Bindegewebe schlaff und verursachen Pigmentflecken sowie Knitterfältchen.
  • BH tragen. Sonst leiert das Bindegewebe aus.

Vier Muskelspiele für zu Hause

Oben mit: Ein BH ist gut fürs Bindegewebe

Die folgenden Übungen stärken die Brustmuskulatur und bringen den Busen wieder in Form. Bedingung: Mindestens drei Mal täglich nachmachen:

1. Brustpresse
Aufrecht stehen, Hände vor dem Körper wie zum Gebet zusammenlegen, die Ellenbogen zeigen nach außen. Nun die Handflächen zusammenpressen, Spannung 15 Sekunden halten, dabei ruhig und gleichmäßig weiteratmen. Spannung wieder lösen. Zehn Wiederholungen.

2. Brustzug
Aufrecht stehen, Finger in Brusthöhe ineinander verschränken, Ellenbogen zeigen nach außen. Nun die Hände "auseinander ziehen". Spannung 15 Sekunden halten, dabei ruhig und gleichmäßig weiteratmen. Spannung wieder lösen. Zehn Wiederholungen.

3. Push-up (mit Hanteln)
Aufrecht stehen, in jeder Hand eine Ein-Kilo-Hantel. Die Arme vor dem Körper anwinkeln (90 Grad). Ellenbogen auf Schulterhöhe anheben, dabei bilden die Unterarme vor der Brust eine gerade Linie. Nun die Arme zehn Zentimeter heben und langsam wieder senken. Dreimal Wiederholungen mit kurzer Pause zwischen den Sätzen.

4. Butterfly (mit Hanteln)
Aufrecht hinstellen, in jeder Hand eine Ein-Kilo-Hantel. Die Arme vor dem Körper anwinkeln (90 Grad), Ellenbogen auf Schulterhöhe anheben, dabei bilden die Unterarme vor der Brust eine gerade Linie. Nun die Unterarme vor der Brust jeweils etwa 20 Zentimeter weit öffnen – und schließen. Dreimal 15 Wiederholungen mit kurzer Pause zwischen den Sätzen.

Eine Brustmuskelübung, die viele bereits aus der Zeit der Schwangerschaft kennen, unterstützt gezielt die Festigung des Brustmuskels und des Hautgewebes: Handinnenflächen vor der Brust senkrecht einige Sekunden mit aller Kraft gegeneinander drücken (Ellenbogen waagerecht abspreizen) und wieder lockern. Übung mehrmals am Tag fünf- bis zehnmal wiederholen. Nebeneffekt: Die Haltung wird verbessert, das hebt den Busen an.